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Ich habe heut nochmals einen Teststreifen entwickelt; diesmal habe ich die B?er im destilierten Wasser angesetzt und bis auf die W?serung nach dem Bleichbad auc mit destiliertem Wasser gew?sert. Bei der Zwischenbelichtung konnte ich noch etwas am Film erkennen, nach der Zweitentwicklung war der Film komplett klar. Ich verwende eine 150 Watt Birne, vielleicht hielt ich sie zu nah. Ich mache sicher einen dummen Fehler, komme aber einfach nicht drauf. Bitte um Hilfe. Danke
[quote name='Michael_K' post='10667' date='19-09-08, 00:26 ']Ich mache sicher einen dummen Fehler, komme aber einfach nicht drauf. Bitte um Hilfe. Danke[/quote]



glaube ich nicht. deswegen ist die bleicherei mit kaliumpermanganat auch eigentlich nur eine notl?ung. problem ist das h?ten bzw. erweichen der gelatine. w?rend bei der bleiche mit dichromat die emulsion beim bleichen sch? gegerbt (geh?tet) wird, wird sie im permanganatbad aufgeweicht. der kollaps der emulsion passiert immer erst beim zweitentwickeln. chromate kommen mir nicht ins badezmmer, daher begann ich zu experimentieren.



der reihe nach: irgendein foma-kit habe ich nie verwendet, das ist mir schlicht viel zu teuer (der forenbetreiber m?e es mir verzeihen, ist ja auch nicht seine schuld). also selbstansatz. hier also meine "erfolgsformel", m?e sie die welt bereichern <img src='http://forum.fotoimpex.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/wink.gif' class='bbc_emoticon' alt=':angry:' />. ich habe sie mir nicht ausgedacht, aber aus verscheidenen rezepten zusammengebastelt und eingetestet. funktioniert mit den von mir getesteten filmen ohne mucken:



1. entwickler

variospeed w 1+4 oder jeder andere papierentwickler in vergleichbarer verd?nnung

11 min bei 22?c



w?serung 1 min



2. stopph?tebad

400 ml wasser

40g kalialaun (kalumaluminiumsulfat)

13,5ml h2so4 (37%)

auf 500ml wasser

2 min



w?serung 1min



3. bleichbad

400 ml wasser

13,5ml h2so4 (37%)

1g kmno4

auf 500ml wasser

5 min nach sicht (dose ca. 1 min nach bleichbeginn ge?fnet und dann solange gebleicht, bis die silberschw?zung des films weg war)



w?serung 1min



4. kl?bad

500 ml wasser

5g natriumdisulfit

2 min nach sicht, bis der braunstein weg ist.



w?serung, zweitbelichtung, ein paar minuten, keine obergrenze



5. zweitentwicklung im erstentwickler

3 min



(hierbei l?t sich die emulsion auf, WENN sie sich aufl?t!!)

(wer lust hat, kann hier jetzt nochmal h?ten/w?sern, habe ich aber nie gemacht)



w?serung 1min



6. s/w-fixierbad

2 min



w?serung 10 min



netzmittelbad: 5 tropfen sp?li/0,5 l wasser. kurz eintauchen und film anschl. mit der sp?libr?he begie?n. keinesfalls abstreifen (emulsion ist weich trotz des h?ters)!!!



schonende trocknung ohne hilfsmittel.



zur verwendung kam f?r alle b?er und w?serungen stuttgarter leitungswasser.







die knackpunkte (im hinblick auf die schichtabl?ung) sind das stopph?tebad und die konzentration des permanganats. meine fr?heren versuche mit frischem bleichansatz f?hrten immer zu der vielfach beschriebenen katastrophe, je ?ter (inaktiver) das permanganatbad wurde, desto besser ging es, abl?ungen gab es aber immer. also habe ich die konzentration des permanganatbades auf 1g/500ml wasser runtergefahren und zus?zlich das kalialaunbad eingeschaltet. f?r den ganzen prozess braucht man neben dem papierentwickler und fixierer also vier weitere chemikalien: schwefels?re, kaliumpermanganat, natriumdisulfit und kalialaun. die letzteren beiden gibts ohne probleme in der apotheke (vielleicht gibts die auch irgendwo billiger), f?r die ersteren muss man sich was einfallen lassen, weil die nicht so ohne weiteres verkauft werden. es gibt aber versandhandlungen f?r foto-rohchemie, die auch das f?hren, googeln hilft. oder man bekommt es von dem chemielehrer seines vertrauens, oder man schlachtet seine autobatterie, oder oder oder <img src='http://forum.fotoimpex.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/smile.gif' class='bbc_emoticon' alt='Smile' /> die ergebnisse der umkehr haben mich absolut ?berzeugt. h?gt aber alles sehr vom verwendeten film ab. bei mir war der tasma fn64 der absolute favorit, der rollei retro ging auch noch, war aber etwas flau und hatte keinen klaren hintergrund und deutlich gr?eres korn. den tasma fn64 (eigentlich ein negativfilm mit ziemlich exzentrischen eigenschaften) w?rde ich jedem empfehlen, der sich f?r s/w-dia im kb-format interessiert, aber leider kann man den fast nirgends kaufen. den foma r habe ich nie zu gesicht bekommen.



zusammenfassung, wenn man mit dem foma-satz arbeiten will/muss: man kann sicher die foma-chemie anwenden und an position 2 nach der erstentwicklung einfach das h?terbad zwischenschalten. ebenso kann man das permanganat (soll ja separat verpackt sein) abwiegen, um auf meine empfehlung mit 2g/l zu kommen. keine ahnung, wieviel bei foma drin ist.



hier ein kleiner teil meiner ergebnisse, erfolgreiche und die weniger erfolgreichen ersten versuche:



[url="http://www.flickr.com/photos/8242862@N07/sets/72157607415955375/"]http://www.flickr.com/photos/8242862@N07/s...57607415955375/[/url]



freue mich ?ber eine zusammenfassung eurer ergebnisse!



peter.
Mir f?lt auf , dass du in konventionellem Entwickler "erstentwickelst". Bei der Umkehr bedarf es jedoch dem Zusatz eines Silberl?emittels (Kalium/Ammonium Thiocyanat, Rhodanid) zum Erstentwickler sowie Kaliumjodid um die so initiierte Silberanl?ung im Zaum zu halten. (das ganze dient eigentlich dazu, die Lichter im endg?ltigen Positiv zu kl?en.)



Bez?glich Bleichprozess w?rde ich dir empfehlen den H?tevorgang mittels Chromalaun (Chromkaliumsulfat) gleich im Permanganatbleichbad ablaufen zu lassen. Chromalaun ist wesentlich effektiver und simuliert die H?tung ?nlich wie in Chromatbleichb?ern.

Als Alternative w?e noch ein Bleichbad auf Eisen(III) salz Basis zu empfehlen, ?nlich den Bleichfixierb?ern aus dem Color Prozess (nur ohne Fixierung) z.B. Eisen(III)nitrat/Schwefels?re.



hier noch ein link: [url="http://www.markerink.org/WJM/HTML/hieslide.htm"]http://www.markerink.org/WJM/HTML/hieslide.htm[/url]



Viel Erfolg



harald
vielen dank!



das mit dem kaliumrhodanid ist klar, das steht in allen rezepten, aber ich habe das als "feintuning" angesehen, und zumindest bei den russischen filmen ist der zusatz nicht unbedingt erforderlich. obwohl es schon stimmt, die lichter k?nte man noch etwas heller rauskitzeln. mal gucken, ob ich das zeug irgendwo herbekomme.



chromalaun ist mal ein guter hinweis, hast du ein rezept/mengen-/zeitangabe?



zum eisen(III)-bleichbad: ok, ich bin kein chemiker, sondern reiner anwender mit grundkenntnissen. es wundert mich etwas, dass du das vorschl?st. ich dachte eher, das ginge nicht, weil das bleichen z.b. mit rotem blutlaugensalz wieder belichtbares silberhalogenid erzeugt und somit bei der zweitbelichtung die gesamte emulsion belichtet wird, was zu einem komplett schwarzen dia f?hren w?rde. aber ok, du redest hier von eisen(III)-nitrat, das ist was ganz anderes, aber dass man daraus ein bleichbad herstellen kann, ist mir v?lig neu. zumindest alle selbstansatz-rezepte, die mir bisher in die finger gekommen sind, basieren entweder auf dichromat oder auf permanganat.



peter.
Hallo Peter,



"Kaliumrhodanid" = Kaliumthiocyanat. Das Zeug ist als gesundheitssch?lich deklariert (also nichts besonderes) und sollte in der Apotheke Deines Vertrauens unter Angabe der Verwendung erh?tlich sein. Alternativ k?ntest Du mal bei den ?blichen Versandhandeln anfragen. Koehlerchemie und omikron fallen mir da ein. genec.de w?e auch einen Versuch wert, wenn Frau Neubauer den Laden nach dem Tod ihres Mannes noch weiterbetreibt. Eigentlich ist das (Fa. Neubauer) die erste Adresse zum Fragen. Ich wei?es halt nicht genauer, weil ich Laborchemikalien ?blicherweise im f?nf-Jahres-Bedarf ordere.



Auch der Eisenbedarfs-/KFz-Gro?andel sollte es vorr?ig halten. Rhodanid-L?ung wird bei Korrosions-Reparaturen verwendet.



Zum Rest vom Umkehrproze?schweige ich, mir liegt noch genug Chrom(VI)-Oxid vor. Und Dichromate bekomme ich daraus selbst hin. Mein Privileg als Chemiker:-) (N? ich verrate nicht, wie das geht. Schon garnicht an laborunerfahrene Personen. Und alle anderen haben da keine Fragen. F?r unerfahrene dient mein Nicht-Verraten der eigenen Sicherheit und dem langj?rigen Lebenserhalt.)



Beste Gr??,

Franz
[quote name='cfb_de' post='10680' date='22-09-08, 22:48 ']Zum Rest vom Umkehrproze?schweige ich, mir liegt noch genug Chrom(VI)-Oxid vor. Und Dichromate bekomme ich daraus selbst hin.[/quote]



die braucht es aber gar nicht, denn mit kaliumpermanganat klappt es prima, wenn man behutsam arbeitet. die panikmache (funktioniert unzuverl?sig usw.) ist nicht gerechtfertigt, m.e.



peter.
[quote name='feinhart' post='10678' date='22-09-08, 09:38 ']Mir f?lt auf , dass du in konventionellem Entwickler "erstentwickelst". Bei der Umkehr bedarf es jedoch dem Zusatz eines Silberl?emittels (Kalium/Ammonium Thiocyanat, Rhodanid) zum Erstentwickler sowie Kaliumjodid um die so initiierte Silberanl?ung im Zaum zu halten. (das ganze dient eigentlich dazu, die Lichter im endg?ltigen Positiv zu kl?en.)[/quote]



Nicht zwingend - so verzichtet auch das original Foma-Kit auf solcherlei Zus?ze und verwendet f?r die Erst- und Zweitentwicklung den selben Ansatz . Mit dem Fomapan hatte ich selbst kaum Probleme bei der Bleiche mit Permanganat, der alte Super8-Svema stellte sich als zickiger herraus, war aber letztendlich mit einem etwas abgechw?hten Bleichbad und der Verwendung von leicht sauren Zwischenb?ern zur Mitarbeit zu ?berreden. Scheinbar scheinen auch die starken pH-Wechsel an der Emulsion zu nagen, man konnte regelrecht dabei zusehen wie beim Einf?llen des 2.Entwicklers die Emulsion "zerriss".



Gru?

Christian
[quote name='Christian Kolinski' post='10682' date='23-09-08, 12:55 ']Nicht zwingend - so verzichtet auch das original Foma-Kit auf solcherlei Zus?ze und verwendet f?r die Erst- und Zweitentwicklung den selben Ansatz .[/quote]



die verwendung desselben entwicklers beweist aber noch nicht, dass kein rhodanid drin ist. oder wei? du es wirklich ganz sicher?



[quote name='Christian Kolinski' post='10682' date='23-09-08, 12:55 ']Scheinbar scheinen auch die starken pH-Wechsel an der Emulsion zu nagen, man konnte regelrecht dabei zusehen wie beim Einf?llen des 2.Entwicklers die Emulsion "zerriss".[/quote]



was aber auch noch nicht sagt, dass der ph-wert dran schuld ist. klar, die emulsion l?t sich immer genau an dieser stelle auf, sobald n?lich der film mit dem zweitentwickler in kontakt kommt. m?lich w?e aber auch, dass nicht der ph-wert, sondern eine der im zweitentwickler enthaltenen substanzen die gelatine killt. zum spa?k?nte man ja den film statt in den zweitentwickler in eine kalibrierte base halten...



auff?lig ist, dass die abl?ung nicht passiert, wenn alles gleich bleibt, aber nur der kaliumpermanganat-gehalt im bleichbad sinkt. de facto ist es so, dass das permanganat irgendetwas mit der gelatine macht, das in den b?ern zwischendrin kein problem darstellt (die gelatine bleibt immer sch? fest), aber augenblicklich beim eintauchen in den zweitentwickler zum exitus f?hrt. ist aber eigentlich auch egal, das problem l?st sich ja auf einfache art l?en.



peter.
[quote name='orwograph' date='22-09-08, 21:46 ' post='10679']



chromalaun ist mal ein guter hinweis, hast du ein rezept/mengen-/zeitangabe?



probier mal 50g/l , das sollte ausreichen





harald
[quote name='orwograph' post='10683' date='23-09-08, 13:48 '][quote name='Christian Kolinski' post='10682' date='23-09-08, 12:55 ']Nicht zwingend - so verzichtet auch das original Foma-Kit auf solcherlei Zus?ze und verwendet f?r die Erst- und Zweitentwicklung den selben Ansatz .[/quote]



die verwendung desselben entwicklers beweist aber noch nicht, dass kein rhodanid drin ist. oder wei? du es wirklich ganz sicher?



[/quote]



1. Es w?e eine ungew?nliche zugabe f?r einen Universal-SW-Filmentwickler

2. Es steht nicht im MSDS

3. Ist es laut Aussage von Foma nicht drin...





Zitat:was aber auch noch nicht sagt, dass der ph-wert dran schuld ist. klar, die emulsion l?t sich immer genau an dieser stelle auf, sobald n?lich der film mit dem zweitentwickler in kontakt kommt. m?lich w?e aber auch, dass nicht der ph-wert, sondern eine der im zweitentwickler enthaltenen substanzen die gelatine killt. zum spa?k?nte man ja den film statt in den zweitentwickler in eine kalibrierte base halten...



Kalabriert wars nicht, aber eine dunne ?znatronl?ung hat den selben Effekt...



Zitat:ist aber eigentlich auch egal, das problem l?st sich ja auf einfache art l?en.



Eben. Man nimmt einfach Dichromat... *duck* <img src='http://forum.fotoimpex.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/rolleyes.gif' class='bbc_emoticon' alt=':angry:' />



Christian
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