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RA4 Raumtemperaturprozess - Druckversion

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RA4 Raumtemperaturprozess - thomas_l - 03-09-2010

Gibts den Tetenal RA4 Raumtemperaturprozess nicht mehr? In keinem Shop ist der mehr gelistet und auf der Tetenal Homepage gibts ihn auch nicht mehr. Ich hab ja erst letztes Jahr mit RA4 angefangen, hab das aber recht praktisch gefunden mit der Schalenentwicklung. M?ssen wir uns jetzt umstellen auf die Hochtemperaturprozesse? Wenn ja, wie macht man das am besten? Trommel? Schalenw?mer? Das Zeug kostet ja auch alles, deshalb ?berlege ich jetzt, wie das am besten geht.



lg Thomas


RA4 Raumtemperaturprozess - Mirko Boeddecker - 07-09-2010

Hallo Thomas,



wir kämpfen zwar noch aber leider waren auch unsere Verkäufe in den letzten Jahren stark rückläufig mit diesem Produkt.

Du musst aber nicht unbedingt auf 38,5 Grad hoch.

Im Prinzip ist es eine Frage der Verdünnung und Entwicklungszeit.

Deswegen lag dem RA Kit ja auch diese Tabelle mit den verschiedenen Entwicklungszeiten bei verschiedenen Temperaturen bei.

Wenn Du so eine noch hast scan die doch bitte mal ein und lade sie hoch.



Es würde mich nicht wundern, wenn eine andere Monokonzentrat RA4 Chemie von Tetenal so verdünnt wie der Raumtemperaturkit und so lange entwicklet wie auf dem Zettel nicht "zufälligerweise" dieselben Ergebnisse liefert.



Wenn nicht müsste man sich über Experimente rantasten. Ich würde auch einen ADOX Farbkit springen lassen wenn Du Lust hast zu probieren.



Viele Grüße,



Mirko



EDIT am 10.11.2010: Ich habe bei Tetenal "nachgefragt" und das Mono PK Kit (später Colortec Schalenkit) hatte tatsächlich eine andere chemische Zusammensetzung als standard-RA4-Chemie.



Gerne würde ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass unsere Freunde bei Nova in England immer noch diese wunderbaren "Trimate" Schalen-Prozessoren bauen. Mir ist schon klar, dass das jetzt aus finanzieller Sicht nicht für jeden in Frage kommt aber wir können das anbieten und damit kann man dann jede RA-4 Chemie verwenden.



[Bild: Trimate.jpg]


RA4 Raumtemperaturprozess - thomas_l - 08-09-2010

Hallo Mirko!



Die beiden Seiten habe ich hochgeladen. Kann man da irgendwas Relevantes herauslesen? Probieren und dann berichten tue ich gerne, wird nur etwas dauern, weil ich bald f?r ein Monat beruflich im Ausland bin. Aber dann nehm ich diesmal halt Farbnegativfilme mit und hab ein bisschen Material.



Sind die Verk?fe f?r den RA4 Kit wirklich so r?ckl?fig? Ich meine die Chemie und Papier sind zwar nicht billig, aber auch nicht extrem teuer. Wahrscheinlich glauben immer noch viele, dass RA4 aufwendig oder besonders schwer ist. Ich hab das ja selbst noch bis vor einem Jahr geglaubt und war dann ?berrascht, dass es nicht schwerer ist als SW, auch wenns bei Belichtung und Filterung am Anfang ein bisserl strudelt. Da fehlt halt einfach noch das Auge daf?r.



lg Thomas





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RA4 Raumtemperaturprozess - Mirko Boeddecker - 17-09-2010

Hallo Thomas,



kannst Du noch die Etiketten von den Flaschen abfotografieren oder ablesen wie viel da jeweils drin war ?



Der erste Versuch wäre so:



Mono-Konzentrat RA4 Kit von ADOX nehmen und in gleichem Verhältnis verdünnen wie den Tetenal Kit.

Aus der Hüfte geschossen würde ich mal raten, dass es sich um einen 100% fetteren Ansatz (= halb so viel Wasser wie beim Maschinenprozess) handelt.



Dann die Temperaturtabelle "übertragen" (also so tun als hätte man noch das Tetenal Produkt in der Schale) und eine erstes Blatt einwerfen.



Es sollte ohne Starter gehen. Ganz eventuell muss aber die ADOX Chemie gestartet werden oder es müssen ein paar Blatt Farbpapier duchgezogen werden (bei Licht, damit viel entwickelt wird).



Mit der Fehlertabelle kann man sich herantasten (also über oder Unterentwicklung bestimen und durch Anpassen der Zeit neu optimieren).

So sollte sich dann eine neue Temperaturtabelle erstellen lassen.



Wenn die benötigten Zeiten deutlich länger ausfallen (also die benötigte Zeit um den Blauschleier weg zu bekommen) würde ich noch fetter ansetzen und so versuchen mich der Tetenal Tabelle anzunähren. Dito bei zu fettem Ansatz (Grundschleier zu hoch). Dann eben mehr Wasser zugeben.



Eigentlich müsste das so klappen. Die 38,5 Grad sind nämich nur eine Konstante um alle anderen Parameter daran auszurichten.

RA4 benötigt keine 38,5 Grad. Man wollte aber die Prozesse möglichst kurz und somit effizient gestalten (im Minilab wo der Kaugummikauende Kunde am Tresen auf seinen Film wartet oder im Großlabor wo tausende Bilder durchlaufen). Außerdem wollte man natürlich Bauteile zwischen den C-41 und den RA-4 Maschinen austauschen können und hat sich so geeinigt für C-41 und RA-4 diese Temperaturkonstante festzusetzen.



Viel Erfolg !



PS. Sollen wir Dir mal einen Kit zusenden ?


RA4 Raumtemperaturprozess - Rumpel - 23-09-2010

[quote name='Mirko Boeddecker' timestamp='1284710062' post='12790']

Hallo Thomas,



kannst Du noch die Etiketten von den Flaschen abfotografieren oder ablesen wie viel da jeweils drin war ?



[...]

[/quote]



Hallo zusammen,



ich habe noch eine Packung im original und Bilder gemacht.



Gru?
Bj?


RA4 Raumtemperaturprozess - E. Berger - 01-10-2010

Hallo Thomas,



erstmal vielen Dank, dass Du dieses Thema aufgegriffen hast. Mir geht es genau wie Dir,

jetzt, nachdem die letzte Packung Tetenal RA-4 Raumtemperaturproze?aufgebraucht ist,

stehe ich vor dem gleichen Problem. Hast Du schon probiert, ob es mit dem Adox Kit in der

von Mirko vorgeschlagenen Verd?nnung funktioniert? Wenn ja, berichte bitte an dieser

Stelle. Jetzt wo die Tage wieder tr?ber und k?rzer werden, ist vermehrt Duka- Arbeit

angesagt. ?rigens, h?te ich fast vergessen: vor ca. 2 Wochen habe ich mit

Tetenal Kontakt aufgenommen, ein freundlicher Herr erkl?te mir, dass der noch lieferbare

Kit f?r die maschinelle Verarbeitung nicht f?r den Raumtemperaturproze?geeignet w?e. N?ere

Begr?ndung wurde nicht gegeben.



Viele Gr??



Eugen


RA4 Raumtemperaturprozess - thomas_l - 06-10-2010

Hallo!



Nein, hab ich noch nicht probiert. Wird noch eine Zeit lang dauern, denn ich komme erst n?hste Woche nach ?terreich zur?ck. Dann nehm ich das in Angriff.



Ich finde man m?sste verst?kt vermitteln, dass Farbvergr?ern nicht schwer ist. Ich glaube, dass es deswegen nur wenige machen, weil es zu aufwendig erscheint.



lg aus Kiev, Thomas


RA4 Raumtemperaturprozess - thomas_l - 03-11-2010

Es gibt erste Ergebnisse, komme gerade aus der DuKa. Endg?ltig kann ich zwar noch nichts sagen, aber eines d?rfte klar sein: es funktioniert auch mit der 35? Chemie bei Raumtemperatur.



Ich hab heute einfach mal so getan als ob ich den alten Colortec Raumtemperaturkit h?te und bei 21? entwickelt. 21? deshalb, weil die Chemie gerade zuf?lig diese Temperatur hatte. Bei 1 Minute Entwicklungszeit zeigt sich ein deutlicher Blaustich, bei 2 Minuten und 3 Minuten Entwicklungszeit ist dieser Blaustich weg. Unter der Tageslichtlampe sehen die letzten beiden Vergr?erungen ziemlich farbrichtig aus, aber nicht ganz.



Bei allen Vergr?erungen habe ich einen leichten Gelbstich, unter der Tageslichtlampe eher gr?lich-gelblich, dies auch in Zonen, die nicht belichtet wurden. Ich vermute daher, dass das Papier nicht mehr in Ordnung ist oder sehe ich das falsch? Ich werde daher zun?hst mal neues Papier besorgen und dann erst weitermachen.



lg Thomas


RA4 Raumtemperaturprozess - thomas_l - 08-11-2010

Hallo!



So nun ein weiterer Versuch mit neuem Papier und gute Nachricht: es klappt! Ein ganz leichter Farbstich ist zwar jetzt zu erkennen, der kommt aber eher von der anderen Charge des Papiers denke ich. Ich hab das heute nicht mehr ausgefiltert, sondern schaue erst mal morgen bei Tageslicht. Ich hab probiert mit zwei und drei Minuten zu entwickeln, da sehe ich keinerlei Unterschied.



Also im Prinzip ist das ganz einfach mit der Chemie: man muss einfach etwas l?ger entwickeln und es passt. Wenn ich das n?hste Mal eine Arbeitsl?ung ansetze probiere ichs mal mit fetterem Ansatz.



lg Thomas


RA4 Raumtemperaturprozess - f?chschen - 07-05-2013