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Vergr?erer Opemus 6 - Druckversion

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Vergr?erer Opemus 6 - Herbert Walter - 09-15-2013

Hallo ich bin neu in dem Forum und möchte mich kurz vorstellen.

 

Mein Name ist Herbert und ich komme aus Österreich.Seit einiger Zeit fotografiere ich wieder Analog S.W. Analog.Kleinbild und Mittelformat.

Meine Negative habe ich immer selber entwickelt, und nun habe ich auch begonnen, Positive zu vergrößern. Meine Anschaffung ist ein Opemus 6a. Ich benütze für Mittelformat die Einlegegläser-(Oberes ist spezialbehandelt) und für KB benütze ich die Einlegemasken. Jetzt zu meiner ersten Frage-

In der Filterlade befindet sich ein Glas das aussieht wie ein Antinewtonglas. Eine Seite glatt und eine Seite rauh behandelt. Benötige ich das Gras fürs Vergrößern? Ich benütze keine Filter, da ich noch festgradiertes Papier verwende. Wenn das Glas erforderlich ist - welche Seite nach oben? Ich nehme an das es die selbe Wirkung bei glaslosen Einlegemasken hat, wie das behandelte Einlegeglas bei Mittelformat.

Nun zu Frage zwei:

Ich benütze Fotopapier Work (Tetenal) Gradierung 3 und als Entwickler Amaloco 1001. Die vorgeschriebene Entwicklungszeit ist mit 90 sec bei 20 Grad angebeben. Mir kommt aber vor, das die Fotos in dieser Zeit nicht ausentwickelt sind. Sie sind einfach nur blass. Belichte ich länger, werden sie dunkler, aber sie bleiben blass und kontrastlos. Habe verschiedene Belichtungszeiten, Probestreifen und natürlich kostbares Papier verschwedet aber zu keine zufriedenen Ergebniss gekommen. Habe auch den Entwickler neu angesetzt.  Ich habe dann die Belichtung so eingestellt, das das Bild von der Zeichnung her passt und die Entwicklungszeit auf ca. 120 sec verlängert. Ergebniss- das Bild kommt sehr nahe an das im Fotolabor entwickelte Musterbild heran. Frage an Euch- muß man sich an die Angaben bezüglich Entwicklungszeiten der Papier- und Entwicklerhersteller halten, oder kann man sich darüber hinwegsetzen und selber experimentieren? In meinen Fall hat es genützt, da ich aber noch Anfänger bin, weis ich nicht ob das richtig ist.

Ich habe auch von der Methode gehört, das man die Sekunden bis zur ersten Tönung des Papiers im Entwickler zählt und diese dann mit dem Faktor 6 Multipliziert. Das ist dann die Entwicklungszeit. Das kommt an meine 120 sec heran.

Mein Fotopapier habe ich auch den Schleiertest unterzogen - passt alles.

So das war viel für den Anfang, aber Ihr würdet mir sehr dabei helfen das die Freude an dem schönen Hobby nicht wieder abflaut.

 

Mit freundlichen Grüßen

Herbert

 

 

 

 

 

 




Vergr?erer Opemus 6 - T.R. - 09-15-2013

Hallo,

 

das Glas in der Filterbühne dient nur zur zusätzlichen Streuung des Lichtes vom Kondensor Richtung Negativ. Evtl. hat es auch noch die Funktion, die Wärme der Glühlampe vom Negativ fernzuhalten. Es wird wohl egal sein, wie rum es liegt. Mit dem speziellen "Anti-Newton-Glas" in der Bildbühne, welches du ansprichst, hat dies nichts zu tun. Das ist etwas anderes.

 

Zum Papier: Es ist tatsächlich der beste Weg, die Gesamtentwicklungszeit nach der von dir angesprochenen "Faktormethode" zu bestimmen. Wichtig ist, dass du die Belichtungszeit so "einstellst", dass das Maximalschwarz in den Schatten (den dunkelsten Bildbereichen) gerade so erreicht wird, ohne dass die Detailzeichnung darin verschwindet (setzt natürlich ein korrekt belichtetes Negativ vorraus). Zum Beispiel sollte ein schwarzer Pullover tatsächlich Schwarz abgebildet sein ohne, dass dessen Falten verschwinden - sondern gerade so noch zu sehen sind.

Und nun wird es in dieser Angelegenheit konkret: Sind die Lichter (die hellsten Bereiche deines Bildes) bei genau dieser Belichtungszeit bereits zu grau, ist dein Papier schlichtweg zu weich. Sind die Lichter bei dieser Belichtungszeit aber noch "ausgefressen" ist dein Papier einfach zu hart für das Negativ.

 

Mit Multikontrast-Papier kann man dies leicht regeln (wobei sich aber immer die Belichtungszeiten für die Schatten wieder ändern). Bei deinem Festgradationspapier bist du leider auf aufwendige (und heute meist überflüssige) Techniken wie das "Unterschwellige Vorbelichten" von eigentlich etwas zu hartem Papier oder dessen "Zweibadentwicklung" angewiesen. Auch eine Schwammbehandlung mittels konzentriertem Entwickler könnte in zu hartem Papier noch etwas Zeichnung in die Lichter bekommen.

Ist dein Papier aber zu weich, könntest du die (zu grauen) Lichter mit Farmerschen Abschwächer auf einem Schwamm im Nachhinein wieder klären. Du hätest dann aber gleich besser zu einem härterem Papier gegriffen.

Wichtig ist zunächst, dass du die Belichtungszeit immer an den Schatten (bzw. dem dort gerade so auftretenden Maximalschwarz) festlegst. Man sollte - rein technisch gesehen - ein Bild nicht "global" beurteilen, sondern immer nach den Schatten und Lichtern und Belichtungszeit & Gradation danach einstellen.

 

Ob dein Gerät nun ein "Opemus 6" von Meopta ist - um auf den Titel des Themas zu sprechen zu kommen - oder eine Kiste von z. B. Durst ist dabei egal. Auch der Positiv-Entwickler spielt kaum eine Rolle sowie das Papier, sofern es nicht überlagert- und so naturgemäß meist immer etwas weicher geworden ist.




Vergr?erer Opemus 6 - T.R. - 09-16-2013

Zitat:muß man sich an die Angaben bezüglich Entwicklungszeiten der Papier- und Entwicklerhersteller halte
 
 

Man sollte am besten immer mittels der Faktormethode arbeiten. Der Chemiehersteller weiß ja nicht, wie dein Papier genau aufgebaut und wie verbraucht dein Entwickleransatz ist.

Falls du überhaupt nicht zu akzeptablen Ergebnissen kommst, wäre zu überlegen, ob dein Entwicklerkonzentrat selbst nicht bereits "kaputt" ist.

Verbrauchter bzw. "kaputter" Entwickler kennzeichnet sich dadurch, dass nur mit sehr viel Licht überhaupt noch ein Maximalschwarz erreicht wird und dass hierbei die Mitten und Lichter zu dunkel kommene - dass er also viel zu weich arbeitet.



Vergr?erer Opemus 6 - bernhard.mangels@gmx.de - 09-16-2013

wenn die Abzüge bei Grad 3 viel zu weich werden, stimmte etwas mit der Negativbelichtung oder/und Entwicklung nicht, würde ich sagen. Mit Multigrade/Multicontrast/Variocontrast Papier kann man auch einfach eine härtere Gradation wählen, um das auszubügeln, der bessere Weg ist es wohl, zu schauen, dass man seine Negative so hinbekommt, dass man gut mit Grad 2 oder 3 vergrößern kann. 




Vergr?erer Opemus 6 - Herbert Walter - 09-16-2013

Hallo, danke für Eure Ratschläge!

Ich werde mich mit den Vorschläge genauer befassen.

Ich hatte auch schon die Negative im Verdacht, aber bei der Laborausarbeitung waren die Bilder in Ortnung.

 

Nochmals Danke

 

Herbert




Vergr?erer Opemus 6 - T.R. - 09-17-2013

Wenn das Papier älter ist, kann es natürlich auch an diesem liegen (sogar noch vor dem Entwickler). Altes Papier wird weich und leicht vergraut.




Vergr?erer Opemus 6 - Tobias Callenius - 09-17-2013

Herbert, bist Du Dir sicher, dass bei der Laborausarbeitung Gradiation 3 benutzt wurde? Im Zweifel wurde Multigrade-Papier benutzt und daher an das Negativ angepasst. Das ist ja gerade die Stärke des MG. Nur noch wenige nutzen festgraduiertes Papier, genau aus diesem Grund. Wer es tut, hat spezielle Gründe dafür. 

 

VG

 

Tobias



Vergr?erer Opemus 6 - Herbert Walter - 09-17-2013

Hallo danke für eure Kommentare.

 

Ich werde mir Multigradepapier und die nötigen Filter für meinen Vergrößerer besorgen und mit Probestreifen experimentieren.

Zu den Probestreifen habe ich eine Frage; Fürs Belichten werden Zeiten wie folgt angegeben: 2, 4, 8, 16, 32 sec.

Warum die jeweilige Verdoppelung des vorangegangenen Wertes? Ich dachte eher an eine fortlaufende Zeit mit einer Erhöhung um jeweils 5 sec.

 

Schöne Grüße Herbert




Vergr?erer Opemus 6 - Morte - 09-17-2013

Zitat:Fürs Belichten werden Zeiten wie folgt angegeben: 2, 4, 8, 16, 32 sec.
Warum die jeweilige Verdoppelung des vorangegangenen Wertes? Ich dachte eher an eine fortlaufende Zeit mit einer Erhöhung um jeweils 5 sec.
 

Das verdoppeln entspricht dem Verdoppeln der Lichtmenge und also genau einer Blende Unterschied (wie beim Film belichten). Das ist zum Einkreisen der richtigen Belichtungszeit sinnvoll. Hast du dann das Gefühl, deine Idealbelichtung liegt irgendwo zwischen zwei Zeiten, kannst du dich in Fünf- oder Zwei- bis Ein-Sekunden-Schritten rantasten. Wenn du das gleich machst, vergeudest du unnötig Papier, Zeit und Geduld.



Vergr?erer Opemus 6 - T.R. - 09-18-2013

Zitat:Warum die jeweilige Verdoppelung des vorangegangenen Wertes? Ich dachte eher an eine fortlaufende Zeit mit einer Erhöhung um jeweils 5 sec.
 

Mit längeren Zeiten macht sich eine feste Differenz von z. B. 5 Sekunden kaum noch bemerkbar. Die Zeitdifferenz zwischen zwei Probestreifen sollte also mit längeren Zeiten immer länger werden, um möglichst schnell zu schlüssigen Ergebnissen kommen. Ich arbeite immer mit den Werten, die auch auf den Objektiven stehen: 4 - 5,6 - 8 - 11 - 16 - 22 - 32. So komme ich schnell zu einem ersten guten Ergebnis (und dann geht es an die Feinarbeit).