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Nachbehandlung (Baryt) mit Adostab
#1
Werte Mitstreiter,



bisher habe ich Adox Adostab nur für Negative verwendet.

Am Wochenende möchte ich eine Reihe von Barytabzügen, die bereits getrocknet sind, darin baden und dann per Nassklebebandmethode glatt trocknen. Da ich nicht weiß, ob ich alles in einem Ritt schaffe, meine Frage:



Weiß jemand, wie lange sich so ein Ansatz in der Joboflasche hält? Es handelt sich hierbei nur um ein, maximal zwei Tage.



Außerdem: Wenn ich die furztrockenen Bilder ins Bad tauche und so etwa 2 min drin lasse (so mache ich es stets bei Negativen), muss/sollte ich da vorwässern, um die Poren zu öffnen oder so, oder geht das einfach so? Reicht die Wässerungszeit, um die Bilder dann plan aufziehen zu können auf Glasscheiben?



Besten Dank für Rat und Hilfe!

Morte
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#2
Adostab ist praktisch dasselbe wie Sistan. Es hält sich unbegrenzt, auch verdünnt. Es kann bis zum letzten Tropfen aufgerbaucht werden.

Man braucht keine trockenen Bilder einzulegen, es geht auch als letzter Wässerungsschritt. Allerdings verdünnt man das Sistan/Adostab dann durch eingeschlepptes Wasser und sollte es nach einer Weile ersetzen.
Bleibt dran, am Sucher.



--Uwe
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#3
Ich nehme an, dass deine "zwischengetrockneten" Bilder wellig sind. Die müsstest du wahrscheinlich erstmal eine gewisse Zeit in Wasser aufweichen, damit das Material wieder "entstarrt" wird.
Gruß,

Thomas
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#4
Praktisch ist nicht gleich, Sistan hinterläßt gelbliche Adostab rötliche Rückstände. Zudem hatte ich mit Adostab einen Supergau, glücklicherweise aber nicht bei Film sondern bei RC-Papier. Ich wollte da eigentlich nur die Langzeitstabilität verbessern. Da waren nach dem Trocknen im Trockner auf beinahe allen Fotos kleine blasse rötliche Flecken. Ich hatte da mal eine etwas größere Menge gemacht um mal Fotos zum zeigen zu haben und konnte die dann alle in die Tonne treten. Ich habe mir dann die Mühe gemacht bei einigen Fotos diese Fehler rauszuschneiden und einzuschicken, natürlich wollte ich wissen was und warum. Dummerweise wurden dann ausgerechnet diese Muster verschlammt....... Seitdem kein Adostab mehr sondern nur noch Sistan, wenn ichs nicht mehr bekomme dann mal schauen, ev. Selen oder Goldbad. Wenns denn Adostab sein soll erst mal mit einigen unwichtigen Abzügen testen was passiert. Ansonsten Selen oder Goldbad, da ist man auf der sicheren Seite nur muß mann dann noch mal gut wässern. Das braucht man ja bei Adostab nicht.
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#5
Wunderbar, jetzt sind einige Fragen schon beantwortet. Die Sache vorher an einem "unwichtigen" Abzug zu probieren, kann nie falsch sein.



Was meint ihr, macht es einen Unterschied, ob sich so ein trockenes Blatt Barytpapier mit der Adostab-Lösung vollsaugt, ober ob man es vorher in reines Wasser legt, denn dann kann es ja nicht so viel von der Lösung aufnehmen?

Piu58, so würde ich es auch normalerweise machen: die Adostab-Behandlung am Schluss der DuKa-Kette. Da ich aber stets nachts dort arbeite, wollte ich mir die Endbehandlung und das Aufziehen auf Glasplatten für tagsüber aufheben, irgendwann muss man ja auch mal schlafen. Deshalb bleibt nur die spannende Frage, wie lange so ein (trockenes) Blatt in der Lösung liegen sollte, um sich zu "entzerren" (denn die Abzüge sind natürlich recht wellig). Zum Vergleich: Wenn ich ein frisches Blatt nach dem Belichten für ca. 90 sec in den Entwickler lege, dann ist es beim Transport ins Stoppbad schwer und weich geworden und wellt/biegt sich im Bad nicht mehr. An sich müsste doch diese Zeit ausreichen, oder?



Es handelt sich übrigens um 24x30-Abzüge.



Dank euch allen!
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#6
Warum tust Du Dir den ganzen Kram eigentlich an?

Ein ordnungsgemäß und in frischer Chemie verarbeitetes Barytpapier, das dann auch noch richtig gewässert wurde, überlebt Dich mit Sicherheit locker. Ganz ohne Adostab oder sonstige Fleckenwässerchen. <img src='http://forum.fotoimpex.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/smile.png' class='bbc_emoticon' alt='Smile' />
Gruß,

S.

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#7
Ganz einfach:

Wässern muss ich sie sowieso, wegen fehlender Planlage (hab keine Trockenpresse, mag aber den Seidenglanz von Lufttrocknung auch lieber).

Und da ich die Abzüge verkaufen will, möchte ich auf Nummer sicher gehen.



Das ist eigentlich schon alles. ;-)
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#8
Auf jeden Fall vor Adostab gut wässern, Adostab soll ja in der Silbergelatineschicht wirken und nicht in den Papierfilz eindringen, oder möglichst wenig.

Nach der behandlung soll ja nicht mehr gewässert werden, aber wenn er es gemacht hat mal sagen wie es war.

Grüße und viel Erfolg
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#9
> Praktisch ist nicht gleich, Sistan hinterläßt gelbliche Adostab rötliche Rückstände



Wirksam ist das Rhodanid. Sistan nutzt das Kaliumsalz, Adostab das Ammoniumsalz.



> das dann auch noch richtig gewässert wurde, überlebt Dich mit Sicherheit locker.



Das kommt auf die Bedingungen an.In der Schublade gewiss. Eingesperrt in einen Rahmen und dem Sonnenlicht ausgesetzt sieht es vielleict ein wenig anders aus. Sistan ist nicht schädlich und leicht zu handhaben. Es bringt keine Tonänderung des Bildes. Da spricht nun wirklich nichts dagegen.
Bleibt dran, am Sucher.



--Uwe
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#10
Noch ein kurzer Nachtrag, weil ich weiter oben drum gebeten wurde:



Ich habe also vor kurzem die trockenen Abzüge für ca. 6 min in der Adostab-Lösung weichen lassen (Ansatz nach Vorschrift). Nach dieser Zeit ließen sie sich problemlos auf Glasplatten aufwalzen und mit der Klebebandmethode wunderbar glatt trocknen.

Mit Adostab hatte ich keinerlei Probleme. Es gab weder Flecken noch andere sichtbare Hinterlassenschaften, der Bildton ist, wie gewünscht, nicht verändert worden. Auch der Flüssigkeitsverlust durch das Vollsaugen der trockenen Abzüge ist nicht relevant, ich hätte noch zahlreiche weitere Blätter einweichen können, ohne neu anzusetzen.



Fazit: Ich bin zufrieden, der Ablauf war völlig problemlos und der Aufwand gering. Werde ich jederzeit wieder so machen.
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