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Vergr?erungen von Minox-Negativen
#11
Hallo

und herzlichen Dank f?r die vielen hilfreichen Tipps zum Umgang mit Minox-Negativen. Es scheinen ja mehr Minoxfreunde im Forum zu sein, als ich gedacht hatte.



Ich m?hte heute ?ber meine Erfahrungen berichten.



Ich habe eine Minox C mit dem Complan-Objektiv. Als Film habe ich den Agfa Copex verwendet und in der Minox Tageslicht-Entwicklungsdose mit dem SPUR Nanospeed entwickelt. Das Set (Film plus Spezialentwickler) gibt's bei Mirko. An der Kamera habe ich die empfohlene Empfindlichkeit von 25 ASA eingestellt.



Bei voller Ausnutzung der S?le komme ich bei meinem Opemus 5 auf einen maximalen Abstand des Objektives vom Fotopapier von 60 cm. Mit einem 50er Objektiv kommt man dabei auf gerade mal 9 x 12,5 cm. Das ist nicht gerade berauschend. Okay, man kann nat?rlich auf den Boden projizieren, dann wird's gr?er, aber das Bild immer dunkler.



Ich hatte das gro? Gl?ck, bei eBay f?r kleines Geld ein Anaret 4,5/30 mm mit einer passenden Obektivhalterung f?r den Opemus ersteigern zu k?nen (siehe Foto). Das Anaret ist ein winziges Objektiv mit einem Linsendurchmesser von vielleicht 7 mm. Die Fassung wirkt etwas ?berdimensioniert, muss aber so gro?sein, damit der Blendenring ?berhaupt aus der Objektivhalterung herausragt.



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Mit dem 30er Anaret komme ich auf maximal 16 x 22 cm. Das ist immerhin eine 20fache Vergr?erung und d?rfte auch die Grenze dessen sein, was man dem 4linsigen Objektiv zumuten kann.



Da sich der Minox-Film nach dem Entwickeln stark aufrollt (warum eigentlich?), habe ich ihn zur Sicherstellung einer guten Planlage zuerst einfach zwischen 2 Glasplatten gelegt. Nachdem ich auf allen Bildern Newtonsche Ringe hatte, bin ich davon aber ganz schnell wieder abgegangen und habe mir einen Negativtr?er gebastelt, wie Martin ihn beschrieben hat. Der passt dann in die glaslose Kleinbildmaske. Das geht wunderbar, nur das Einlegen des ersten und des letzten Bildes eines Filmstreifens ist kniffelig, weil die ja noch etwas Auflage an der Seite des Filmendes brauchen. Da der Minoxfilm keine Perforation hat, an der man ihn anfassen kann, muss man beim Hantieren mit dem Film unbedingt d?nne (Baumwoll-)Handschuhe tragen, sonst hat man unweigerlich Fingerabdr?cke auf den Negativen.



Tja, dann bleibt da noch das Problem der Belichtungszeit. Im Grunde br?chte man einen anderen Kondensor, der das Licht st?ker b?ndelt. So ergeben sich bei zweifacher Abblendung (auf Blende 8) bei 13 x 18 auf Ilford MG IV Belichtungszeiten zwischen 1 und 2 Minuten. Es ist also Geduld angesagt.



Die Ergebnisse entsch?igen aber f?r alles. Ich hatte schon lange nicht mehr mit der Minox fotografiert und damals die (Farb-)Negative an ein Speziallabor geschickt. So doll waren die Fotos nicht, was ich damals auf das winzige Negativformat zur?ckgef?hrt habe. Was ich jetzt nach dem Fixieren zu sehen bekam, machte mich wirklich sprachlos. Kaum zu glauben, dass man so tolle Bilder von Minox-Negativen machen kann. Die Aussagen in Mirkos Katalog zur Kombination Copex/SPUR Nanospeed stimmen voll und ganz. Selbst beim gr?ten Abbildungsma?tab (16 x 22 cm) habe ich sehr scharfe und extrem feink?nige Bilder mit guter Abstufung der Grauwerte bekommen. Unglaublich! Vorraussetzung sind nat?rlich entsprechend einwandfreie (scharfe) Aufnahmen, denn bei nur 25 ASA kommt man recht schnell zu Belichtungszeiten, bei denen die Negative das Zittern kriegen.



Viele Gr??,

Andreas
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#12
Hallo!

Ich m?hte noch folgendes erg?zen:



Das Objektiv hat das kleine M 23,5 Gewinde.

Die besondere Halterung braucht man, um den f?r diese Brennweite geringen Abstand vom Objektiv zum Negativ zu bekommen. Sonst gibt es Probleme mit dem Scharfstellen.



Die Halterung hatte urspr?nglich einen gr?eren Durchmesser. M?licherweise geh?t sie zu einem anderen Modell. Ich habe sie mir in einer Schlosserei auf den passenden Durchmesser abdrehen lassen. Deshalb kann man auf dem Foto am Rand der Halterung das Aluminium sehen.



Viele Gr??,

Andreas
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