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Fomatol PW bringt kein Kontraste mehr
#1
Hallo!



Ich habe mir vor Kurzem ein P?kchem Fomatol PW geleistet, anger?hrt und war begeistert von dem Bildton (habe vorher Eukobrom benutzt, beides auf FomaSpeed Variant). Ich habe im ersten Durchgang 4 9x12 Bilder entwickelt. Danach den Entwickler, so wie vorher den Eukobrom, in eine Jobo-Flasche gef?llt und Protectan raufgespr?ht. Heute kippe ich die Suppe in die Schale und sie ist extrem gelb verf?bt, sieht eigentlich so aus wie frisch angesetztes Ilfostop mit Indikator. Die Bilder, die ich entwickle kommen irgendwie ohne Kontraste daher. D.h. es ist irgendwie alles ein w?stes grau/braun, aber keine richtig hellen Stellen mehr.

Die Belichtungszeiten waren auch extrem, wenn ich sie mit den vorherigen, in Eukobrom, vergleiche. Ich habe dann aus lauter Verzweiflung, da ich endg?ltig an mir gezweifelt habe, noch mal einen Liter Eukobrom angesetzt. Da kamen die Bilder wieder wie gewohnt.

Meine ?erlegung ging dann zuerst Richtung Belichtungszeit. Der Teststreifen im Eukobrom kam bei ca. 2s ordentlich, im Fomatol kamen erst so ab 18-20sec Schw?zen (bzw. Br?nen) raus. (Ich habe mich bei den Entwicklungszeiten ziemlich an die Beipackzettel gehalten, Fomatol 3-4min und Eukobrom recht kurz 60sec, mir ist gerade entfallen was auf der Flasche steht).

Schlie?ich habe ich einfach die Belichtungszeit vom Eukobrom f?r ein Bild genommen, dass ich dann in Fomatol entwickelt habe. Dabei kam ein Bild raus, was eigentlich nicht unterbelichtet aussieht, sondern eher so als w?e es nicht ausentwickelt.



Daher steht jetzt bei mir die Fragen:

Ist der Fomatol irgendwie "oxidiert", falsch gelagert oder "verbraucht"? (Die Flasche stand, wie meine ganze Chemie, in der Dunkelkammer auf dem Dachboden. Da ist es dunkel und wenn ich nicht drin bin relativ kalt)

Sind die unterschiedlichen Belichtugszeiten normal? (Ich habe leider keine Ahnung mehr, wie lange ich in der ersten Sitzung mit dem Fomatol belichtet habe)

Liegt ein Fehler in meiner Verarbeitung oder ist es wirklich der Entwickler? (Ich denke die Frage ist prim?)



Danke schonmal f?rs lesen



Erg?zung: Also Streulicht oder falsches Duka-Licht w?rde ich ausschlie?n, da ich parallel mit Eukobrom alles hinbekomme (nur eben keinen warmen Bildton).
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#2
Wie lange hat er denn gestanden ?

Wenn das Papier im Eukobrom gut kommt und im PW Ansatz nicht dann ist es mit gro?r Wahrscheinlichkeit der Entwickler der abgeranzt ist.



Normalerweise h?t sich der Anstz mindestens so seine 3-4 Wochen bei richtiger Lagerung.



Gr??,



Mirko
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#3
Was hie? "richtige Lagerung" bzw ist Fomatol empfindlicher als Eukobrom?

Der Ansatz ist von Sonntag oder Montag (20/21), ich hab das Pulver am Samsatg bei euch gekauft.



Ich habe ihn in einer Jobo 1l Flasche, in dem vorher Eukobrom war und die ich vorher kr?tig durchgesp?lt habe, in meiner Dunkelkammer (in der ist es immer Dunkel, keine Fenster oder sowas) im Schrank gehabt. Die Duka ist auf dem Dachboden, hat daher so durchschnitliche 8-12?C. Die Flasche war nicht ganz gef?llt, daher hab ich Tetenal Protectan rauf gespr?ht.

Da Eukobrom sich dabei immer wunderbar gehalten hat, dachte ich mir nichts b?es bei.
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#4
Das klingt alles sehr merkw?rdig.

Sollte so nicht sein.

Hast Du den Entwickler m?licherweise verd?nnt ?



Gr??,



Mirko
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#5
Nein, nichts dergleichen... ich hab alles nach dem Waschzettel aufgel?t und dann einfach benutzt, dachte mir das mit dem Verd?nnen und der Bildtonver?derung k?nte ich ja sp?er noch probieren <img src='http://forum.fotoimpex.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/dry.gif' class='bbc_emoticon' alt='Smile' /> . Naja, wer wei?was da passiert ist.

Der leichte Braunton gef?lt mir sehr, werde wohl einfach nochmal einen Ansatz machen und gucken.

Bis jetzt hat bei mir (fast) alles auf anhieb funktioniert bei der Dunkelkammerarbeit, war das erste Mal Pulverchemie. Geben wir dem Entwickler einfach einen zweiten Versuch.
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#6
Hallo Seb^H^H^H huehnerhose,



eine ganz simple Fehlerquelle wird gern in der Betrachtung vergessen: Das Wasser beim Ansatz.

Eukobrom ist -wie N113 oder PaperDur- ein bockstabiler Entwickler, der so ungef?r alles ?berlebt und sehr alt werden kann. Mein letzter Ansatz war fast drei Jahre alt (ich hatte da mal 12l angesetzt), dunkelbraun und tat immer noch.

Halt das Rodinal der Papierverarbeitung. Nur, da?da auch die Ansatzl?ung fast ewig h?t.



Aber: Der enth?t soviel Komplexbildner, da ist das Wasser egal. Dein Warmtonentwickler ist da deutlich empfindlicher. Du lebst in einem Altbau? Dann solltest Du unabh?gig vom Sanierungszustand mal davon ausgehen, da?Dein Kraneburger recht viel Eisen- oder Kupfer-Ionen enth?t. Beides m?en empfindliche Entwickler nicht wirklich.

Bei Xtol als Filmentwickler f?hrt das zu "sudden death", mag ja sein, da?das bei Fomatol ebenso ist.



Mein Vorschlag: Neuansatz mit Aq. dest. und dann mal schauen. Alle anderen m?lichen Fehler hast Du ja offenbar nicht gemacht.



Nebstbei: Die Bilder, die vermutlich von Dir sind und die ich gesehen habe, finde ich gut!



Beste Gr??,

Franz
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#7
Hallo Franz <img src='http://forum.fotoimpex.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/smile.gif' class='bbc_emoticon' alt='Smile' />



Ich lebe in einem 5Jahre alten Einfamilienhaus mit Kupferrohren, nur das letzte St?ck der Zuleitung zur Dukelkammer ist Plastik-Flexrohr. Kann man die Eisen-/Kupferionenkonzentration (sinnvoll und kosteng?nstig) bestimmen? Das Problem trifft mich dann ja bei Negativentwicklung auch noch. (Bis jetzt habe ich da Ilfosol und Rodinal benutzt)



Ich habe eben nochmal gest?ert, letztens war ja eine Diskussion am laufen zwecks Negativentwickler und Wasserproblemen. Wobei sich die Fronten spalteten in dest. Wasser ist ok und andere die meinten, es sei nicht so das Wahre. Ist das bei Papierentwickler wiedermal "nicht so tragisch"?

Bzw. bringt die Idee der Brita-Filtrierung mir was, wenn es hier wohl prim? um Kupfer gehen d?rfte, damlas wurden Calcium und Magnesium angef?hrt. (oder ist das (Ost-)Berliner Leitungswasser allg. st?ker eisenhaltig? Kann man das irgendwo in Erfahrung bringen?)



Na gut, da dank ich euch beiden erstmal!



Achso Franz, falls es die Bilder bei deviantart waren, ja dann sind die von mir (aber schon alt und fast alle noch nicht selber abgezogen/entwickelt).
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#8
Hallo huehnerhose,



die Spurenanalytik im Leitungswasser ist zwar m?lich, leider nicht mit einfachen Mitteln und schon garnicht um wenig Geld. "Kosteng?nstig" hei? da immer noch einen ungef?r dreistelligen Betrag in die Hand zu nehmen, das will n?lich das Labor f?r die drei Stunden Arbeit, Ger?eumlage, Unterschrift unter dem belastbaren Gutachten.



Bzgl. Aqua-dest.-Frage: Nimm mal den Manfred nicht als allgemeing?ltig an. Wenn Du mit Aq. dest. eingetestet hast, dann tut damit jeder Entwickler. Wenn Du zwischendurch mischt, wechselst oder sonstwas veranstaltest, dann geht das bei der Negativentwicklung schonmal gern vor den Baum. Deshalb hatte ich ja auch so klar geschrieben, was ich von den Manfredschen Mischorgien halte.

Rodinal und Wasser... Ich glaub, das Zeug funktioniert auch noch in subtropischen Brackw?sern, wenn man irgendwie die Temperatur hinbekommt.



Bei Positivsuppen sind mir bisher noch keine Probleme untergekommen, deshalb finde ich Deine Fehlerbeschreibung auch so spannend. Bitte nimm' meinen Hinweis als "Hinweis" oder "Idee" auf, nicht aber als Probleml?ung. Dennoch k?nte der ansatz mit Aq.dest./Brita-Wasser sinnvoll sein. Wenn der Entwickler danach h?t, ist alles in Ordnung. Und wenn nicht: N?hste Fehlerquelle suchen...

Die Analyse des Wassers, was die Berliner Wasserwerke verl?t, bekommst Du eben dort sogar f?r lau. Das hat aber nicht zwingend etwas mit dem zu tun, was dann bei Dir aus dem Hahn l?ft: Die Produktverantwortung der Wasserwerke endet dort, wo die Leitung auf Dein Grundst?ck abzweigt.



Beste Gr??,

Franz



p.s.: Ja, ich meinte die Bilder bei deviantart.
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#9
Hallo Franz,



ich werde es also einfach mal testen. Wenn der Entwickler in dest. Wasser h?t, werde ich einfach mal noch einen 2. Ansatz mit Leitungswasser machen um zu vergleichen und die Fehlerquelle besser umkreisen zu k?nen und mich gegebenenfalls noch weiter mit dest. Wasser eindecken. (Z.Zt. benutze ich es nur f?r die Abschlu??serung von Negativen mit Netzmittel) Vielleicht auch nochmal Xtol antesten um den Verdacht erh?ten zu k?nen.



Die Rohrleitungen im Haus kenne ich wenigstens (was immer noch dahinstellt, was sich da so l?t). Vom Stra?nabzweig geht ein Plastikrohr ab, nur was liegt in der Stra? bzw. aus welcher Quelle kommt das. Naja, das mit der Analyse dachte ich mir schon <img src='http://forum.fotoimpex.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/sad.gif' class='bbc_emoticon' alt='Smile' /> (Vielleicht findet sich ein freudiger Student <img src='http://forum.fotoimpex.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/tongue.gif' class='bbc_emoticon' alt='Sad' /> )



Und Rodinal macht sch?e K?ner, ich mag das bei einigen Motiven, zumindest macht er mehr Korn als Ilfosol. Mehr Entwickler habe ich noch nicht getestet.



Gru?
huehnerhose
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#10
Ist die Arbeitsl?ung m?licherweise starken Temperaturschwankungen ausgesetzt gewesen? Mir passierte n?lich k?rzlich folgendes: Ich habe einen Print auf Fomabrom in Fomatol entwickelt. Gibt sch?e k?hlbraune T?e aber dauert eine halbe Stunde bei 20 Grad. Also habe ich den Entwickler f?r den n?hsten Print auf 30 Grad geheizt damit es schneller geht. Resultat: Das Bild kam in wenigen Minuten rausgeschossen, aber neutralschwarz - keine Spur von Warmton! Das ist nat?rlich genau das Gegenteil von deinem Problem, dass kaum noch was passiert (nach einigen wochen passiert das bei Fomatol PW sowieso, aber meiner Erfahrung nach nicht so schnell wie bei dir), aber anscheinend ist der Entwickler ziemlich eimpfindlich auf Temperatur- oder sonstige Umweltver?derungen.



Ach so, welches Papier hast du verwendet? Meiner Erfahrung nach funktioniert Fomatol bei Fomatone bis zum Ende passabel, und die angegebenen 2-3 Minuten reichen, aber bei Polywarmtone muss er frisch angesetzt sein, sonst sitzt man schnell eine halbe Stunde dran. Polywarmtone, vor allem Baryt, braucht auch bei frischem Ansatz oft ?ber 5 Minuten in Fomatol, kommt daf?r sehr sch?.



Ohne Kontraste sind die Abz?ge wegen ?erbelichtung, und wenn der Entwickler am Ende ist, wird es dann eben grau-braun ohne lichter statt warmschwarz ohne lichter. Die Belichtungszeiten sollten nicht extrem gegen?ber Eukobrom sein. 1/3

Blende bei Fomatone und 1/2 bis 1 Blende bei Polywarmton und Fomabrom gegen?ber demselben Papier im Kalt/Neutraltonentwickler reichen (man kann nat?rlich mehr geben wenn's extrem warmt?ig sein soll).



Samuli
"No photograph ever was good, yet, of anybody - hunger and thirst and utter wretchedness overtake the outlaw who invented it! It transforms into desperadoes the meekest of men; depicts sinless innocence upon the pictured faces of ruffians; gives the wise man the stupid leer of a fool, and a fool an expression of more than earthly wisdom." (Mark Twain)



http://www.samuli-schielke.de/foto.htm
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