Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Rotfilter Und Efke Kb 50
#1
Liebe Forenten,



ich habe ein gro?s Problem mit den Efke Filmen. Ich habe zwei Filme belichtet und gelegentlich einen Rotfilter 25A verwendet und mich bei der Belichtung auf die Angabe der TTL-Automatik einer Eos 50E verlassen. Die entwickelten, mit Rotfilter belichteten Negative sind aber in den Schatten ("unterer Bereich") viel zu d?nn, w?rend der Himmel eine sch?e Zeichnung aufweist. Andere, ohne Filter belichtete Negative sind in Ordnung, der Film ist nicht unterentwickelt. Die Schattenzeichnung ist aber bei den Problemnegativen sehr gering oder besser gesagt kaum vorhanden, sodass auch mit Abhalten beim Vergr?ern keine brauchbaren Ergebnisse au?r einer sch?en Wolkenlandschaft zu erzielen sein werden.



Daher meine Frage: Sollte man bei den Efke-Filmen keinen Rotfilter verwenden, immerhin sollen sie ja orthopanchromatisch sensibilisiert sein?

Lohnt es sich, Kupferverst?ker zu verwenden, um Zeichnung zu erhalten?



F?r Antworten w?e ich dankbar.



Gru?
Thomas G.
Zitieren
#2
Hallo Thomas,



Zitat:Sollte man bei den Efke-Filmen keinen Rotfilter verwenden, immerhin sollen sie ja orthopanchromatisch sensibilisiert sein?



ja, da sollte man mit Rotfiltern vorsichtig sein und ggf. *deutlich* die Belichtung korrigieren. Efkes sind etwas rotunempfindlicher. Geht das aber nicht auch aus dem Datenblatt (habe grad keines greifbar) hervor?



Zitat:Lohnt es sich, Kupferverst?ker zu verwenden, um Zeichnung zu erhalten?



Nein. Wo nichts ist, kann man auch nichts herbeizaubern.



Beste Gr??,

Franz
Zitieren
#3
Wie genau hast Du Dich auf die Automatik verlassen ?

Durch den Filter gemessen oder den Korrektur Faktor der aufgedruckt ist am plus minus R?chen eingestellt ?



Sonst: klar wenn man sich die spektrale Kurve der Empfindlichkeitsverteilung ansieht ist deutlich dass der Film weniger im Rotbereich hat als h?erempfindliche Filme.



[url="http://www.fotoimpex.de/Technik/efkefilms/efke50/efke50.html"]http://www.fotoimpex.de/Technik/efkefilms/...e50/efke50.html[/url]



Die gesamte Empfindlichkeit ist das Integral unter der Kurve.

Durch Filtern sperrst Du von einer Seite kommend.



Das genau f?hrt ja zu seiner guten blau rot differenzierung und seinem "eigenen" look.

In der Konsequenz musst Du den Belichtungs-Faktor verl?gern um zu demselben Ergebnis zu kommen.



Gr??,



Mirko
Zitieren
#4
Hallo Thomas,



nur ganz kurz und sehr vereinfacht, aber vom Prinzip her korrekt.

Efkes 25er und 50er geh?en eigentlich zu den Ortho -/Receptan - Filmen. D.h. in der Praxis, ihre Empflindlichkeit und Durchzeichnung ist im Schattenbereich ( blaues Licht, Spektralbereich geht unter 400nm)) hervorragend, daf?r h?t ihre Empfindlichkeit jedoch im Bereich Abendstimmung, Gl?hlampen ( rotes Licht, Spektralbereich ?ber 700nm) sehr fr?h auf ! Das bedeutet in der praktischen Arbeit, das alle receptancharakteristischenFilme bei Rot im Durchschnitt mindestens eine Blende schw?her reagieren. Also ein 50er ist nur noch 25 wert ! Logisch, das Filme mit receptancharakter auf Rotfilter sehr problematisch reagieren und dieser Filter eigentlich auch Kontraproduktiv ist. Nimm jedoch mal einen Superpanfilm, wie z.B. den Classicpan 200/400, Macos Cube oder R3, und einen Rotfilter, du wirst dein wahres Wunder erleben; dramatischer Himmel und sogar eine Empfindlichkeitssteigerung (bei Lampenlicht und Abenrot) von bis zu einer halben Blende ( je nach Entwickler) !

So, das wars. Viel Spass noch beim fotografieren.

Gruss

Lothar
Zitieren
#5
Hallo,



danke f?r die Antworten.

"Nat?rlich" habe ich keine Korrektur eingestellt, ich dachte mir halt, dass die TTL-Messung die geringere Lichtmenge schon erkennen wird. Wahrscheinlich liegt das Problem wohl auch in der Sensibilisierung des Filmes selbst, denn wenn ich mir die Kurve ansehe, m??e die Empfindlichkeit wohl um mindestens die H?fte abgesunken sein. Wenn dann vielleicht auch noch die Belichtungsautomatik durch den Filter get?scht wird, sind die schwachen Negative erkl?lich.



Leider sind die Aufnahmen f?r mich sehr wichtig, und es stellt sich die Frage, ob man nicht durch Verwendung von Kuperverst?ker der Zeichnung "auf die Spr?nge" helfen kann? Kennt sich jemand damit aus?



Gru?
Thomas G.
Zitieren
#6
Hallo Thomas,



wie schon oben etwas k?rzer geschrieben...



Auf Deine letzte Frage: Ja. Bin Chemiker und photographische Chemie langsam so etwas wie mein Viert-Hobby.



Auf Deine vorletzte Frage: Nein. Es gilt immer noch: Wo nix ist, wird nix. Das ganze Verst?kerzeugs, vollkommen egal, ob nun Chrom-/Kupfer/Uran- oder sonst ein Verst?kerbad wirkt grunds?zlich nur da, wo Zeichnung vorhanden ist und hebt die Gesamtdichte an. Manchmal sogar unter einigerma?n erhaltenem Kontrast. Bei Unterbelichtung hilft das nichts, eher bei Unterentwicklung, wo ja immerhin "etwas da" ist.

Im ?brigen tut sich bei den meisten Verst?kerb?ern eine weitere Baustelle auf: Die wirken grunds?zlich f?bend. Und das kann bei Verwendung von Gradationswandelpapieren wieder Anla?zu echtem Frust geben, da diese Papiere ja eigentlich auch "farbempfindlich" gesteuert werden.



Vielleicht jetzt abschlie?nd eine simple Frage: Wie sollte denn ein Verst?kerbad wirken, wenn es nicht wei? wo auf dem blitzblanken Negativ Du jetzt gerne den geringf?gig weniger dunklen Schatten h?test?



Ist frustig, l?t sich aber nicht ?dern. Selbst vor die tollsten Hoffnungen und k?nstlerisch gepr?ten Erwartungen hat der liebe Gott bei der Photographie die Naturwissenschaft (Chemie) gesetzt. Und deren Auswirkungen bekommt man am besten durch richtige Belichtung und Entwicklung in den Griff. Auch wenn man das erst lernen mu? Ich habe meinen ersten Efke mit Rotfilter auch versaubeutelt. Und meinen ersten mit Blitz gleich auch, das ist n?lich die n?hste m?liche Baustelle:-)



Beste Gr??,

Franz
Zitieren
#7
Thomas,



das mit der TTL Messung hasst Du aber schon verstanden oder ?

Die Dichte des Filters entspricht n?lich nicht unbedingt dem Korrektur-Faktor.

Du kannst das ganz einfach testen. Messe eine gleichm?sige Fl?he (Wand) an und merke Dir das Ergebnis. Dann schraube den Filter vor und messe erneut. Zeigt er eine dem Faktor entsprechende l?gere Belichtungszeit an kannst Du so weitermessen.

Macht er das nicht korrigiere um die Restdifferenz !



Also Beispiel: Ohne Filter Blende 8 und eine 250

Mit Filter zeigt er: Blende 8 und eine 60

Filterfaktor aufgedruckt=3x

Restkorrektur = eine Blende draufgeben (Belichtungs-Override plus 1 einstellen oder anstelle von 50 ASA 25).



Oder: Externer BELI und Faktor einstellen.



Gr??,



Mirko



HINWEIS: wie weiter unten durch andere Autoren richtig dargestellt muss es heissen:

Filterfaktor aufgedruckt = 8x <img src='http://forum.fotoimpex.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/arrow.gif' class='bbc_emoticon' alt='Huh' /> Belichtungsteitver?derung= 3Blenden !

Ich hatte das zu schnell geschossen und den Faktor bereits in Blenden "umgerechnet".

Grunds?zlich geht es aber nat?rlich um die Abweichung zwischen Angezeigter TTL Messung und aufgedrucktem Faktor.

Aber wenn schon dann gleich richtig et voila die Umrechnungstabelle:



Faktor 1x <img src='http://forum.fotoimpex.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/arrow.gif' class='bbc_emoticon' alt='==>' /> Keine Verl?gerung

Faktor 1,5x <img src='http://forum.fotoimpex.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/arrow.gif' class='bbc_emoticon' alt='==>' /> 0,5 Blenden

Faktor 2x <img src='http://forum.fotoimpex.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/arrow.gif' class='bbc_emoticon' alt='==>' /> 1 Blende

Faktor 3x <img src='http://forum.fotoimpex.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/arrow.gif' class='bbc_emoticon' alt='==>' /> 1,5 Blenden

Faktor 4x <img src='http://forum.fotoimpex.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/arrow.gif' class='bbc_emoticon' alt='==>' /> 2 Blenden

Faktor 6x <img src='http://forum.fotoimpex.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/arrow.gif' class='bbc_emoticon' alt='==>' /> 2,5 Blenden

Faktor 8x <img src='http://forum.fotoimpex.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/arrow.gif' class='bbc_emoticon' alt='==>' /> 3 Blenden

usw
Zitieren
#8
Hallo Mirko,



ich glaube du hast dich in deinem Beispiel verrechnet. Die Filterfaktoren sind doch exponential. Also wenn du einen Unterschied von 2 Blenden gemessen hast, so entspricht das dem Faktor 4 auf dem Filter ist Faktor 3 angegeben (= 1,5 Blendenstufen) also musst du nur eine halbe Blende zugeben.



Was die TTL-Messung angeht kann man auch mal die verschiedenen Messmethoden gegeneinander abgleichen, es w?e zu ?berlegen ob Mittenbetontintegral bei Filtern nicht ein ausgewogeneres Ergebnis bringt.



Gruss Sven.
Zitieren
#9
Hallo Leute,



Sven hat recht. Filtefaktor 2 entspricht einer Blende, 4 entspricht 2 Bl., 8 entspr. 3. Es handelt sich um den Logarithmus zur Basis 2 (z. B. 2 hoch 3 = 8, also drei Blenden ?fnen)





Die "Filtertauglichkeit" von TTL-Belichtungsmessern unterscheidet sich enorm. Die alten Nikkormatbelis z. B. zeigen bei Rotfilter Mondwerte an, der alte TTL-Prismensucher zur Hasselblad f?gt schon bei einem mittleren Gelbfilter zu spinnen an, hat seine gr?te Missweisung aber nicht, wie ich erwartet hatte, bei mittlerem Rot sondern bei Orange. Um sinnvol arbeiten zu k?nen, aber das ist meine Privatmeinung, kommt man um einen guten zus?zlichen Handbelichtungsmesser eh nicht rum, auch nicht bei in die Kamera eingebautem Spotbeli.



Dazu kommt noch, wie bereits oben erw?nt, die geringe Rotempfindlichkeit des Filmes. Daher mu?auch bei Kunstlicht oder bei Sonnenuntergang die Blende weiter ge?fnet werden. Fr?her wurde dem Rechnung getragen indem verschiedene Empfindlichkeiten f?r Tages- und Kunstlicht angegeben wurden. Im Datenblatt des Maco PO 100c wird auf diesen Sachverhalt ?brigens eingegangen.



Auch den gegenteiligen Fall gibt es: der Technical Pan hat eine erweiterte Rotempfindlichkeit; von Infrarotfilmen jetzt gar nicht zu reden.



Es lohnt sich also immer ein Blick auf die Kurve der spektralen Empfindlichkeit, wenn man einen Film benutzt, den man noch nicht kennt.



Wie sehen denn Deine Negative aus? Ist da wirklich so wenig drauf, da?man keine Vergr?erung mehr hinkriegt? Deine Belichtungszeit liegt zwar falsch, aber soviel daneben nun auch wieder nicht, da?keine halbwegs, aber bestimmt keine sch?en, Vergr?erungen m?lich sein sollten,



Das mit dem Verst?ken kannst Du freilich vergessen, die Gr?nde wurden von anderen schon angef?hrt. Da der Film aber eh schon "versaut" ist, kannst Du es ja mal ausprobieren: Ich an Deiner Stelle w?rde f?r das Geld aber eher neue Filme kaufen und die Aufnahmen wiederholen.



Gru?CP
Zitieren
#10
Hallo,



Mirko hat RICHTIG gerechnet. Die Filterfaktoren sind die Logarithmen zur Basis 2. D.h. Faktor 1 bedeutet 2 hoch 1, also 2. Die Belichtungszeit muss mit dem Faktor 2 verl?gert werden. Bei dem Filterfaktor 3 entspricht das 2 hoch 3 und das ist 8. Die Belichtungszeit muss ums 8-fache verl?gert werden. Das Wort "Filterfaktor" ist etwas irref?hrend, da es mathematisch gesehen nicht wirklich ein Faktor ist.



Den Filterfaktor kann man am besten als Anzahl der Belichtungsstufen interpretieren. Also bei dem Filterfaktor 3 wird die Belnde um 3 Stufen ge?fnet oder die Belichtungszeit um 3 Stufen verl?gert oder sie Filmempfindlichkeit um 3 Stufen kleiner eingestellt. Es kommt immer auf das Selbe hinaus. In jedem Fall wird die einfallende Lichtmenge um den Faktor 8 erh?t. Die Filterfaktoren gelten nur f?r Tageslicht.



Ich habe mir zur Angewohnheit gemacht die Belichtung immer ohne Filter zu messen und dann den Filterfaktor als Korrektur einzustellen. Damit bekomme ich immer zuverl?sige Ergebnisse. F?r einige Filme gibt es auch speziell eingetestete Korrekturwerte, die in den Datenbl?ter der Filme zu finden sind. Diese nehmen dann R?cksicht auf die spektrale Filmempfindlichkeit.
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste