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Artefakte auf Rollfilm
#1
Hallo Zusammen,

heute kamen zwei Filme aus dem Labor zurück und ich wollte euch um eure Meinung dazu bitten.
Beidesamt sind 120er Kodak Portra, aufgenommen mit einer Mamiya 645.

Der erste war zum Zeitpunkt der Entwicklung sicher schon 3-4 Jahre Belichtet. Ich vermute durch das Umschlagpapier ist Licht auf den Film gekommen und hierdurch ist die Schrift auf das Bildmaterial gelangt?

[Bild: attachment.php?aid=3400]


.jpg   03_09.jpg (Größe: 340,07 KB / Downloads: 151)

Der Zweite ist frisch vor zwei Monaten entstanden und die vertikalen Streifen sind auf dem ganzen Film verteilt. Kann die Schuld hierfür beim Labor liegen?

[Bild: attachment.php?aid=3399]

.jpg   06_05.jpg (Größe: 377,65 KB / Downloads: 155)


Vielen Dank und VG, Thomas
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#2
Bei dem erstem Bild ist der Druck des Schutzpapiers in die Emulsion difundiert. Hatte ich schon öfter bei Fundfilmen aus alten Kameras.
Bild Nr.2 kann ein Labor Fehler sein. Ich tippe auf verschmutze Walzen in der Entwicklungsmaschine. 
Mattes
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#3
Hallo,

zu 1):
Kodak hatte vor einiger Zeit technische Probleme mit dem Rückpapier, die dazu führten, dass sich die Rückpapierbeschriftung auf dem Film abzeichnet. Inzwischen hat Kodak technische Änderungen vorgenommen, um dies zu vermeiden. Durchaus möglich, dass der Film zu den betroffenen Chargen gehört.
Generell:
Bei sehr alten und / oder schlecht gelagerten Filmen (Feuchtigkeit) wurde dieses Phänomen ebenfalls schon beobachtet. Manchmal auch bei Filmen, die eingefroren waren, und dann zu schnell aufgetaut wurden (Kondenswasserbildung). Bei eingefrorenen Filmen ist es sicherheitshalber empfehlenswert, diese langsam aufzutauen, also vom Gefrierfach zunächst für einen ganzen Tag in den Kühlschrank zu legen, bevor sie verwendet werden.

zu 2):
Sind die Muster nur auf dem Scan, oder auch auf dem Negativ (Kontrolle mit der Lupe)?

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#4
Vielen Dank für eure Hilfe!
Sehr interessant zu wissen, das erklärt das ganze natürlich..

Die Negative habe ich noch nicht erhalten, werde das nochmal mit der Lupe prüfen.

Habe heute auch eine Rückmeldung des Labors erhalten: "Zu 2. das sieht aus, als wäre dies auch vom Umschlagpapier verursacht worden."

VG,
Thomas
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#5
Hallo Thomas,

wir haben noch einmal die offizielle Beschreibung der vorgenommenen Änderungen beim Rückpapier von Kodak rausgesucht:

"In 2015- 2016 we experienced incidents of frame numbers appearing on 120-format film negatives. We’ve made a series of modifications to our backing paper in order to eliminate this issue. The most recent change was to add a primer layer beneath the lacquer overcoat of the paper. The primer coat in combination with the lacquer overcoat adds some glossiness. The paper itself is the same, and the overcoat is the same. The backing paper stiffness has increased slightly, which requires a bit more force to get a good initial cinch on the take-up spool."

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#6
Nochmal zu Mängeln auf Bild2. Sind die Streifen in längs Richtung oder quer. Gegen den Verursacher Rückpapier spricht das Fehlen von Nummern und Beschriftung. Frag mal das Labor nach der verwendeten Maschine. 
Matthias
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#7
(07-26-2019, 04:19 PM)mattes schrieb: Nochmal zu Mängeln auf Bild2. Sind die Streifen in längs Richtung oder quer. Gegen den Verursacher Rückpapier spricht das Fehlen von Nummern und Beschriftung. Frag mal das Labor nach der verwendeten Maschine. 
Matthias

Hallo Matthias,
es kann auch trotz des Fehlens der Beschriftung am Rückpapier liegen: Und zwar wenn die sehr dünne Beschichtung des Rückpapiers zu dünn ausgefallen ist. In dem Fall kann es zu solchen Artefakten kommen. Passiert sehr selten - auch bei anderen Herstellern - aber es kann passieren. Wir hatten solche Fälle schon (vor kurzem z.B. bei Ilford). Es ist dann häufig nur ein verschwindend geringer Teil einer Produktion betroffen, meist weniger als 0,01%. Und der Rest der Charge ist völlig in Ordnung.

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