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APX400 Standentwicklung
#1
Hallo,

 

ich habe gestern den APX400 (neu Emulsion) zum erstenmal als 1600 ASA fotographiert.

Auf digitaltruth steht für den in Rodinal eine Entwicklungszeit von 30 min bei 1:25.

 

Weil ich schon länger mit dem Gedanken spiele mal Standentwicklung aus zu probieren

war meine Überlegung den APX400 nicht "normal" zu entwicklen, sondern

eben mit einer Standentwicklung. Ich habe ehrlich gesagt keine Erfahrung damit, wollte

das aber mal ausprobieren.

(Es ist gut möglich das der APX400 kein guter Film dafür, bzw. ich hab online so gut wie

nichts dazu gefunden.)

Deswegen wollte ich wissen ob vielleicht jemand von Euch Erfahrung damit hat und

mir vielleicht nen Tip geben kann bezüglich Verdünnung und Entwicklungszeit. Smile

 

Vielen Dank und viele Grüße

 

Moritz

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#2
Hallo Moritz,


meine Daten bei 400er Standentwicklung (z.B. RPX400) für normalen Kontrast:


Rodinal 1+140 70min bei 20°C, Kippen nur erste Minute, dann Dose bis 23. Minute auf dem Kopf stehen lassen für gleichmässige Entwicklung, dann für Restzeit aufrecht stellen.

Aber große Dose mit mind. 800ml verwenden, da sonst zu wenig Konzentrat in der Dose. Und komplett mit Entwickler füllen, also keine Luft mehr drin (wegen Sauerstoff).


Gruß Wolfgang
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#3
Vielen Dank Wolfgang Smile
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#4
<p style="color:rgb(51,51,51);font-family:Verdana, Helvetica, Arial, sans-serif;font-size:11.2px;">"Beim Schärfevergleich mussten wir uns wieder einmal belehren lassen, dass zwischen Theorie und Praxis gelegentlich Welten liegen. Rasiermesserscharfe Bilder ließ die Standentwicklung erwarten, weil sie für schärfesteigernde Kanteneffekte prädestiniert ist. Aber weit gefehlt, denn alle drei Kipp-Methoden bringen schärfere Negative. Und jetzt kommt der Hammer: Bei Standentwicklung liefert Rodinal deutlich unschärfere Bilder als Ultrafin Plus, das aufgrund seiner Rezeptur nur einen geringen Kanteneffekt aufweist.

<p style="color:rgb(51,51,51);font-family:Verdana, Helvetica, Arial, sans-serif;font-size:11.2px;">Weil nicht sein kann, was nicht sein darf, haben wir den Versuch mehrere Male wiederholt - immer mit dem gleichen Ergebnis. Standentwicklung liefert schlechte, mit Rodinal miserable, Ergebnisse. Das könnte daran liegen, dass die Gelatine durch die extrem lange Entwicklung (20 Minuten) übermäßig quillt, und die Silberfäden in der Schicht mobil werden."

 

in: https://www.fotografie-in-schwarz-weiss....egung.html

 

Viele Grüße

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#5
Danke, Abax, für den link!

 

Ich habe direkte Vergleiche zwischen Stand- und Rotationsentwicklung angestellt.

Das Ergebnis war, daß Standentwicklungen Einbußen in der Billdqualität mit sich bringen.

 

Ihren eigentlichen Zweck (Kontrastminderung) kann die Standentwicklung allerdings erfüllen.

Eine Senkung des Kontrastes kann man nach meiner Erfahrung aber auf anderm Wege einfacher erreichen.

 

Der Verlust an Schärfe ist durch das starke Aufquellen der Gelantine über einen Langen Zeitraum zu erklären.

Das begünstigt die Diffusion der Silberpartikel in der Emulsion.

Je höher der pH Wert, je länger die Entwicklungszeit und je höher die Temperatur, umso stärker ist die Difusion.

 

Bei meinem Vergleich zeigte der Wehner-Entwickler die geringsten Einbußen.

Trotzdem würde ich das Verfahren nicht empfehlen.

 

Herzliche Grüße

Klaus

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#6
Der von Abax verlinkte Beitrag bezieht sich auf Rodinal 1+50. Das ist eine völlig andere, nicht vergleichbare Situation als 1+140 oder noch höher (beim 100er geh ich sogar auf 1+160). Das Quellen der Gelatine und damit einhergehende Wandern der Silberkristalle in der nassen Schicht, das Unschärfe verursacht, hängt stark vom pH-Wert des Entwicklers ab (je höher desto mehr Wanderung). Bei 1+50 ist dieser viel alkalischer als bei 1+140 und höher. Das ist der entscheidende Punkt! Rodinal-Stand bei 1+50 oder gar 1+25 ist deshalb sinnlos! Erst durch die hohen Verdünnungen wird der Entwickler in hohen Dichten wegen Erschöpfung sichtbar langsamer und an Kanten tritt der Kanteneffekt deutlich in Erscheinung (wirkt wie die Unscharfmaskierung in der EBV). Einfach mal selbst ausprobieren, geht doch viel schneller, als sich durch viele Webseiten zu quälen.

 

Gruß Wolfgang

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#7
Wolfgang, Du hast natürlich Recht!

Einfach mal ausprobieren. Das Experimentieren macht Spaß.

 

Rodinal enthält ein starkes Alkali.

Auch bei einer hohen Verdünnung nimmt der pH Wert nur geringfügig ab.

Um eine ausreichende Entwicklung zu erreichen muß man dafür dann die Entwicklungszeit verlängern.

Das ist ein Nullsummenspiel.

Der Kanteneffekt beruht ja gerade auf einem Konzentrationsgefälle und Diffusion.

Wenn die Verdünnung extrem hoch ist, kann auch der Konzentrationsgradient nicht sehr groß sein.

 

Wir müssen hier darüber ja auch gar nicht streiten, zumal es gar nicht die ursprüngliche Frage beantwortet.

Im Sinne des Fragestellers würde ich Dir beipflichten: ausprobieren!

 

Herzliche Grüße

Klaus
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#8
Hallo zusammen,


mit Rodinal zu pushen ist sowieso keine besonders gute Idee.

Ich habe vor zwei Jahren den APX 400 New, Kentmere 400, versucht in Rodinal 1+50 zu entwickeln. Ich brauche für meinen Prozess Negative mit einem Gamma von 0,65, also Zone I 0,10 und Zone 8 eine Dichte von ca. 1,42. Ich habe den ersten Testfilm 18 Minuten entwickelt und alle 30 Sekunden 1x gekippt. Die Negative waren sehr dünn, wären aber prima zum Scannen gewesen. Die Empfindlichkeit lag bei 250 ASA. Beim zweiten Versuch 20:00 Minuten und etwas besser. Dritter Versuch 22:00 Minuten und kaum mehr Dichte. Letzter Versuch 25:00 Minuten und identisch zu 22:00 Minuten. Habe gedacht Rodinal kaputt und neue Pulle geordert und keine Verbesserung.


Also bei nur 2x kippen in der Minute wird so schon genug Sauerstoff in den Entwickler gebracht, das Rodinal oxidiert und keine Wirkung mehr zeigt.

Bei einer Standentwicklung wird zur zu beginn und nach vielleicht 30 Minuten mal gekippt, aber Rodinal ist in hoher Verdünnung 1+100 nach spätestens 30 Minuten ohne Wirkung.


Die Entwicklungszeit von 30 Minuten in Rodinal 1+50 bei 1600 Asa ist genau so nutzlos.


Suche dir zum Pushen einen anderen Entwickler.


Liebe Grüße


Oliver Krosse
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#9
Naja: "einfach mal ausprobieren." Ich habe es ausprobiert und zwar mit Verdünnung 1:200. Zumindest beim von mir verwendeten FP 4 Plus kam Murks raus. Und ich verstehe auch den Aufwand nicht wenn man gleiche oder gar bessere Ergebnisse auch weniger zeitaufwändig haben kann. 

 

Viele Grüße

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#10
...murks...


Ich habe die Standentwicklung zum beginn meiner zweiten SW-Phase auch für was ganz tolles gehalten und eigentlich war das totaler Murks. Ich habe mir durch dieses Entwicklungs-Voodoo echt viele gute Bilder versaut. Die lassen sich entweder total schlecht printen oder sind einfach nur schleimig-cremig vom Bildeindruck. Lieber ein bisschen kippen und Zeit sparen als stehen lassen und enttäuscht zu werden.


LG Oliver
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