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Rollei RWA WETTING AGENT
#1
Hallo,

 

hat jemand Erfahrung mit dem "Rollei RWA Wetting Agent c" bezüglich Verdünnung und "Niemals den Film abstreifen"?

 

Werner
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#2
Hallo Werner,

 

Netzmittel ist so eine der Sachen, bei denen es ziemlich schnurz ist, welches Fabrikat du nimmst. Da kann Rollei draufstehen, Leica oder Hasselblad -- es ist sehr unwahrscheinlich, dass ein Fabrikat diesen einzigen, einfach gestrickten Zweck *nicht* erfüllt.

 

Wenn für dich nicht unbedingt »Rollei« draufstehen muss, leg dir eine Flasche Adoflo zu. Kostet 6,99 hier beim Gastgeber für 250ml. Eine größere Menge wirst du in den nächsten Jahren vermutlich nicht brauchen. Denn:

 

Zitat:bezüglich Verdünnung
 

Wenn du in deiner Dose, sagen wir, 500ml Wasser hast, als Schlussbad nach dem Wässern, dann kommt darauf ca. ein halber Teelöffel (oder sehr kleiner Schuss) Netzmittel, so ca. 1-2ml, im Zweifel lieber zu wenig als zu viel. Du kannst dir also ausrechnen, wie weit du mit einer kleinen Flasche kommst. Bevor sie alle ist, ist der Inhalt wahrscheinlich oxidiert oder bakterienbefallen.

 

Bezüglich Filmabstreifen: das machst du hoffentlich, egal was du sonst noch machst, oder verwendest, sowieso niemals! Es gibt keinen Grund, das Risiko eines Schadens, den physischer Kontakt von Gegenständen mit dem Film an selbigem verursachen kann, geringerzuschätzen als die schnelle Befriedigung deiner Neugierde durch schnelleres Trocknen.

 

Die einzig wahre Vorgehensweise nach dem Wässern ist doch:

 

* Baden des Films in der Netzmittellösung (mit Aqua dem.!). Diese vorerst aufheben.

 

* Herausnehmen des Films aus der Spirale. Anfassen nur an den Seiten!

 

* Optional: Tip für Menschen unter 200cm Körpergröße: bei KB lässt man zur einfacheren Handhabung Bild 18 frei (leere Aufnahme) und hat dann in der Mitte eine große Fläche, um den Film zu greifen, halbiert auf 90cm

 

* Aufhängen des Films an einer Leine o.ä. mit einem Eimer darunter

 

* Langsames Übergießen des aufgehängten Films mit dem Netzmittel

 

* Nichts wie raus aus dem Raum und die nächsten Stunden nicht mehr betreten (bei mehreren Filmen kannst du sie alle in Wasser zwischenlagern, sodass du diese genannten Schritte für alle Filme zusammen als allerletzte Amtshandlung im Raum ausführst)

 

Es werden sicher noch weitere einzig wahre Methoden genannt werden. Such dir einfach eine aus...

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#3
Hallo Werner,

 

sicherlich ist auch mein Vorschlag zur Vorgehensweise nach dem Schlussbad nicht die Einzig mögliche, hat sich bei mir aber als extrem nützlich erwiesen:

Ich lege den Film noch mit der Spirale in eine Salatschleuder aus der Küche und gebe ordentlich Gas. Um Unwuchten auszugleichen am besten direkt zwei Spiralen reinlegen. Wenn nur ein Film entwickelt werden soll, bietet es sich an zumindest eine leere Spirale auf die gegenüberliegende Seite in der Schleuder zu legen.

Nach dieser Prozedur ist der Film zwar nicht trocken, aber weit weg von nass. Da tropft nichts mehr und irgendwelche Trocknungsflecken haben keine Chance. Natürlich ist danach der Film auch insgesamt auch deutlich schneller komplett trocken. 

 

Viel Erfolg beim Ausprobieren

 

Viele Grüße

Peter

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#4
Zur Dosierung: Ich komme mit 8 Tropfen pro Liter aus, ich verwende aber für das Schlussbad auch destilliertes (entmineralisiertes) Wasser und bade dann die Filme in den Spulen ca 1 Minute. Dann nehme ich die Spulen raus und schüttle sie in der Hand noch ordentlich. Ich nehme dann den Film (120er Rollfilm) in die Hand und halte ihn für ca 2 Minuten quer zwischen meinen Händen, sodass sich das Restwasser auf einer Seite sammelt. 35mm-Film hänge ich auf meiner Duschvorhangstange auch quer für die ersten paar Minuten auf, hier wären meine Arme zu kurz fürs halten. Bei 35mm-Filmen warte ich so lange, bis das meiste Wasser auf den ganz äußersten Rand unterhalb der Lochung abgeronnen ist.

 

Erst dann hänge ich den Film auf. Auf der Seite, auf der sich das Wasser gesammelt hat, rinnt das Wasser dann schön ab - und das auf einem Teil des Filmes, wo sich keine Bildinformation befindet. Es ist dann so wenig Restflüssigkeit da, dass ich nicht wüsste, wo ich noch was abstreifen sollte.

 

Am besten, du findest eine (eigene) Methode, bei der du nicht abstreifen musst.

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#5
Hallo AntiLynd, Hallo Peter, Hallo Fototiger,


vielen Dank für Eure Ratschläge.


Ich bin schon länger "im Geschäft". Und ja: Ich habe abgestreift. Das ging sehr lange gut. Da ich aber wegen akuter Kratzer doch davon wegkommen will,  kaufte ich mir das "Wundertonikum" von Rollei. Mir kam die Zugabe von 5% zum gereinigten Wasser schon sehr hoch vor. Habe es aber an einem Testfilm ausprobiert und hatte zwar keine Kratzer, dafür aber Trockenflecken und -streifen vom Netzmittel auf dem Film.

Gerade habe ich meinen ersten Testfilm mit ca. 2% Netzmittelzusatz und anschließendem Schleudern in einer modifizierten Salatschleuder (Schleuder plus zwei Weinkorken, zwei kleine Holzschrauben und Unterlegscheiben) ausgewertet. Sieht sehr gut aus.


Nochmals vielen Dank und Grüße


Werner

 

 

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#6
Ich nehme die Salatschleuder und dann zwischen 2 Finger durchziehen, geht sehr gut.

Sehr gutes Wasser hier deshalb auch kein demineralisiertes Wasser von Nöten.

Netzmittel sind wohl recht gleich aber..

Ich persönlich habe das Netzmittel schon seit langer Zeit ausgetauscht gegen einen Bildsilberstabilisator-AGFA Sistan oder Nachfolger.

Wirkt wie ein Netzmittel aber (hoffentlich) verbessert die Langzeitstabilität meiner Negative. Ich kann nicht sagen ob ich das noch erleben werde aber es beruhigt.

Und der Preis dürfte ähnlich sein  wie ein Netzmittel.

Aber ich habe einen neuen Anwendungszweck gefunden, Ich reinige meine Vinyl`s damit im ersten Waschgang. geht sehr gut

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