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Zweibad: Erfahrungen, Ansichten, Rezepte
#11
Zitat: 

<blockquote class="ipsBlockquote">
Hier habe ich noch einen kurze, anfängerkompatible Einführung ins Thema gefunden:
http://www.fotolaborinfo.de/fotolabor/fsazwbe.htm

...m.E. muss man von der etwas überschwänglichen Leidenschaft des Autors vielleicht ein bisschen was abziehen. Kategorie »eierlegende Wollmilchsau« Smile


</blockquote>
Hallo,

eine Anmerkung zu der Rezeptur für D-76 2-Bad in dem o.g. Artikel: Die Menge von 50 g Borax im Liter erscheint mir zu hoch zu sein, in dem mir vorliegenden Rezept aus Fototechnik International sind es nur 30 g. Vermutlich würden sich 50 g nicht ganz lösen.

2-Bad Entwickler sind im Übrigen keine Ausgleichsentwickler, die die Gradationskurve insgesamt flacher bügeln, sie begrenzen lediglich durch ihren Mechanismus die maximal erzielbare Schwärzung. Sie sind auch keine Weichentwickler.

Gruß Jochen
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#12
Wie so häufig: wahrscheinlich nutzt (und verbreitet) jeder einfach das Rezept, das sich für ihn bewährt hat. Bei Anchell/Troop liest man:


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#13
"2-Bad Entwickler sind im Übrigen keine Ausgleichsentwickler, die die Gradationskurve insgesamt flacher bügeln, sie begrenzen lediglich durch ihren Mechanismus die maximal erzielbare Schwärzung. Sie sind auch keine Weichentwickler."

 

Wie schon angemerkt, gilt das nicht für alle 2-Bad-Entwickler. Das erste Bad vom Emofin z.B. ist ein extremer Weichentwickler, ebenso wie das von einem selbstgemachten 2-Bad-Entwickler auf Phenidon-VitaminC-Basis. Die entwickeln beide schon sehr weich ohne zusätzliches Alkali welches ja im 2. Bad ist und den Entwickler zusätzlich oder überhaupt aktiviert. Das kann ja jeder mal mit einem Filmschnipsel bei hellem Licht im ersten Bad für seinen 2-Bad-Entwickler überprüfen ob sich da langsam eine Schwärzung im ersten Bad aufbaut. Diese 2-Bad-Entwickler kann man sehr gut über Zeit und Temperatur steuern.

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#14
Warum einfach wenn es auch umständlich geht ?

Ich konnte bei Verwendung von Emofin keine Verbesserung meiner Negative/Abzüge feststellen. Mag sein das es an meiner Art zu fotografieren liegt ich vermag das nicht zu sagen. Aber es gibt mittlerweile so gute Entwickler zu kaufen das ich mich nur frage warum da früher nie einer drauf gekommen so etwas zu brauen.

Von den übriggebliebenen großen Herstellern kann man da nichts erwarten. Es sind die kleinen Manufakturen  die mit Herzblut an neuen Rezepturen basteln.

Am ehesten würde ich noch dem Moersch  Zweibadentwickler etwas zutrauen, der weiß was er macht aber mir ist das alles Zuviel hokussi pokussi.

ich bevorzuge einfachere Methoden aber jeder so wie er mag. Wer meint er braucht Zweibad so soll er es tun. Ob es etwas bringt ist etwas anderes.

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#15
Zitat:Verbesserung meiner Negative
 

Zitat:gute Entwickler
 

vielleicht liegt hier auch ein Grund für deine Enttäuschung... die Erwartungshaltung, dass es so etwas wie gute und schlechte Entwickler überhaupt gibt, und dass diese hauptverantwortlich für die ›Verbesserung‹ deiner Negative sein könnten -- ohne jeden Bezug auf die persönliche Arbeitsweise und angepeilte Bildwirkung.

 

Metol 7,5g

Natriumsulfit 100g

Wasser auf 1 Liter

 

...ist für mich ein guter Entwickler. Heißt D-23.

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#16
Hallo,

 

 

.......ist für mich ein guter Entwickler. Heißt D-23.   ...und eignet sich auch sehr gut als erstes Bad  für einen 2-Bad-Entwickler, gefolgt von einem Alkalibad als zweitem Bad (vgl. A. Adams).
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#17
Für mich persönlich unterscheide ich zwischen "echten" und "unechten" Zweibadentwicklern.

 

Als "unechte" Zweibadentwickler verstehe ich solche Rezepturen, bei denen in Bad I bereits die wesentliche Entwicklung statt findet.

Das Bad II verändert die abgelaufene Entwicklung dann noch etwas.

(Fast) alle bekannten ZB Entwickler arbeiten nach diesem Prinzip.

Wenn man auf Bad II verzichtet und in Bad I einfach länger entwickelt, so bekommt man ein ähnliches Ergebnis, als würde man Bad I und II nach Vorschrift anwenden.

 

"Echte" ZB Entwickler arbeiten anders.

Hier ist Bad I eine rein "physikalische" Stufe. Es findet keine chemische Reaktion statt.

Nur der rein physikalische Vorgang des Eindringens des Entwicklers in die Emulsion läuft in Bad I ab.

Deshalb ist die Zeit in Bad I unerheblich.

 

Wird er Film in Bad II gebracht startet die Entwicklung.

Es kann nur mit den Entwicklungssubstanzen entwickelt werden, die der Film in seiner Emulsion in Bad I aufgenommen hat.

Wenn diese "verbraucht" sind,  so stoppt die Entwicklung automatisch (zuerst in den Lichtern- erst später in den Schatten).

Auch hier ist aus diesem Grund die Zeit in Bad II unerheblich.

 

Ursprünglich wollte ich meinen "Wehner-Entwickler" nach diesem Wirkprinzip konstruieren.

Die Schwierigkeit war allerdings, eine Entwicklerkonzentration in Bad I zu finden, die für alle Filme die passende Entwicklermenge zur Verfügung stellt, so daß in Bad II eine passende Entwicklung stattfinden kann.

 

Aber die Idee habe ich noch nicht ganz aufgegeben.

Vielleicht finde ich noch eine Lösung für dieses Problem.

 

Herzliche Grüße

Klaus

 

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