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russischer Super8 SW-Dia-Film wird nicht klar
#11
Hallo Klaus,

 

das klingt vielversprechend. Dann check' ich mal, ob ich mit einem Liter auskomme und melde mich dann per email bei Dir.

 

Danke schon mal.

Ferry

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#12
Ach Mist. Hab's vermasselt. Eigentlich hat alles super funktioniert, aber beim Zwischenwässern nach dem Klären hat es mir die Emulsion halb weggewaschen. Der verbliebene Rest hat sich dann zu Silber entwickelt in den Zweitentwickler geflüchtet. Sehr ärgerlich. Vor allem, wenn man die Bilder schon sehen und es kaum erwarten konnte zu betrachten, was man da vor fast 20 Jahren mal gefilmt hatte. War natürlich auch dämlich von mir, nicht erst mal ein Teststück mit dem Wehner-Kit zu testen. Vermutlich habe ich zu lange geklärt, weil der Film immer noch so gelb war und ich dachte, er sollte möglichst weiß werden vor der Zweitentwicklung.

Naja. zumindest meine anfängliche Frage hat sich (zusammen mit den Filmen) geklärt!

 

(Jetzt brauch' ich einen Whiskey!)

 

Gute Nacht!

Ferry

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#13
Das ist ja wirklich schade, daß es so eine Panne gegeben hat!

Vielleicht ist der Film durch die lange Lagerung auch schon so instabil geworden, daß er auch bei einer korrekten Entwicklung nicht zu brauchbaren Ergebnissen geführt hätte.

Viele andere Bilddokumente aus der Zeit sind nicht haltbar und daher verloren gegangen.

Dieser Verlust kommt jetzt dazu. Schade!

Also nicht unglücklich sein. Ein Versuch war es wert.

 

Herzliche Grüße

Klaus

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#14
Gelantine ist eine sehr nährstoffreiche Substanz, die Bakterien und Pilze gerne verzehren und 20 Jahre sind eine lange Zeit. Vielleicht war die russische Gelantine auch nicht ausreichend gehärtet worden. Normalerweise dauert es sehr lange, bis sich die Schicht vom Film ablöst. Ich nehme dann ein Enzym zur Hilfe, das die Gelantine verdaut und selbst dann dauert es noch ziemlich lange, bis sie sich ablöst. 

 

Wahrscheinlich wurde also die Ablösung der Schicht nicht durch den Prozess ausgelöst.

 

 

Viele Grüße

 

Renate

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#15
Ja, das sehe ich auch so: die Gelatine als organische Substanz ist der Schwachpunkt gewesen.

 

Trotzdem glaube ich, daß es eine gute Chance gibt so alte Filme zu entwickeln.

Notwendig wäre es gewesen:

1. die in der Vorschrift vorgegebenen Zeiten ein zu halten und

2. eine Testentwicklung mit einem kleinen Filmstück zu machen

 

Dann hätte es vielleicht doch klappen können.

Es war halt ein Versuch.

 

Herzliche Grüße

Klaus

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#16
Ja. Hätte ich nur die Zeiten eingehalten, aber das war mir an dem Abend einfach nicht als solch kritischer Punkt bewusst. Ich hatte ganz andere Probleme im Visir: Krieg ich die Filme im Dunkeln aufgespult, reicht die Menge der Chemie für den Tank mit 2 Filmen, Habe ich alle Utensilien und Gerätschaften, wo ich sie brauche, wie lange Entwickle ich im Erstentwickler und so weiter.

 

Und als die Erstentwicklung dann fertig war und ich beim Bleichen den Deckel vom Tank nahm und alles super aussah, konnte der Rest ja nur noch ein Kinderspiel sein, zumal man ja nun alles im Licht machen konnte.

 

Tja. Leider falsch gedacht.

 

Einen Teststreifen, mit dem ich vorher die Entwicklungszeit überprüft hatte habe ich dann später noch umgekehrt mit normalen Badzeiten und das hat einwandfrei funktioniert.

 

Da ich nun jedoch vermutlich nie wieder einen Umkehrfilm entwickeln werde, nützt diese Erfahrung mir noch nichtmal als Lehre. Höchstens in der Form: Wenn du eine Sache zum ersten Mal machst, wird dir höchstwahrscheinlich ein Fehler passieren, auch wenn du das Gefühl hast, die Sache komplett überschauen zu können. Also nimm für den ersten Versuch nichts Unwiederbringliches!

 

So. Und jetzt muss ich sehen, dass ich schnell vergesse, diese Super8-Filme jemals besessen zu haben.

 

Vielen Dank an alle für Unterstützung und Trost.

Ferry

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#17
Hallo Ferry,

 

warum gleich die Flinte ins Korn werfen?

Um ein Erfolgserlebnis als "Umkehr-Anfänger" zu bekommen, hast du aber den größten Fehler gemacht den man machen kann - Du hast mit altem und überlagerten Material gearbeitet.

Altes und überlagertes Material braucht immer eine Sonderbehandlung, da kannst du den besten Umkehrentwickler (Wehner-Kit) haben, wenn das Filmmaterial Schrott ist.

Wie oft muss ich in den Foren lesen: "Einsteiger hat Probleme bei der Entwicklung von Film", Negative zu flau, Schleier, Punkte, usw... Auf Nachfrage stellt sich meist heraus, dass aus Kostengründen altes überlagertes Material benutzt wurde.

 

Also besorge dir neues, nicht überlagertes Filmmaterial. Belichte es und Bade es mit dem Wehner-Kit. Sollte es dann noch Probleme geben, was ich nicht glaube, lässt sich so der Fehler besser eingrenzen und finden.

 

LG Oliver

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