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MF Farbnegative reinigen
#1
Moin!

 

Ich habe heute meine ersten MF Farbnegative vom Fotolabor abgeholt und musste beim einscannen feststellen, dass die Negative einiges an Staub und Schlieren aufweisen -> siehe Anhang. Wie kann ich die 4 Negativstreifen nachträglich reinigen? Ich habe natürlich mit Handschuhen gearbeitet um die Negative unbeschadet in den Scanner einzulegen. Zusätzlich habe ich mit einem Blasebalg die Streifen abgepustet. Da ich mit meinem Hauslabor noch nicht angefangen habe, liegt hier eine Flasche Adox ADOFLO herum. Soll ich damit ein Bad für die Negativstreifen aufsetzen?

 

Gruß

Bartosch

 

 

 

 

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#2
Selber Moin,

für Staub rate ich zu Antistatictuch oder besser Kamelhaarpinsel, und bei den Schlieren kommts drauf an, aus was die sind.
Wenn sie in der Schicht sind, als Teil einer fehlgegangenen Entwickung/ Fixierung/ Waschung/ Trocknung, geht nichts mehr.
Wenn es wasserlöslicher oder fettiger Dreck, kannst du mit Isopropanol, Spiritus oder auch Methanol abreiben.
Bei Kalkflecken geht einlegen und vorsichtig abwischen mit Stopbad oder einfach verdünnter Essigsäure oder Zitronensäure (mit Aquadest nachspülen. NICHT Akvavit, Schlingel!)

Frank
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#3
Der Dreck hängt allem Anschein nach in der Schicht fest. Sieht aus als ob der Dienstleister den Prozess nicht unter Kontrolle hat (meist Folge von zu geringem Durchsatz).

Du kannst versuchen, den Film erneut zu wässern (auf der Spule in einer Dose) in entmineralisiertem Wasser (30-40 C) und ordentlich bewegen, mehrere Wasserwechsel. Abschließend MUSS der Film in C41-Stabibad behandelt werden, wenn du Wert auf Langzeitstabilität der Farbnegative legst. Das Stabibad enthält zugleich Netzmittel. An einem absolut staubfreien Ort ohne Zugluft trocknen lassen. Und vergiss nicht, vorher eine Kerze bei der Hl. Jungfrau anzuzünden, denn die Erfolgsaussichten sind eher mau. 

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#4
Vielen Dank für eure Tipps.

 

Ich denke eher dass diese Verunreinigungen bei der Entwicklung entstanden sind. Habe mehrfach die Negativstreifen mit einem Tuch gereinigt und konnte keine Besserung feststellen. Ich habe mal einen Ausschnitt hochgeladen wo man einen Streifen sieht.

Bei dem angehängten Winterbild sieht man auch im Himmel Streifenbildung. Bin zwar kein analog Experte, aber ich denke dass es kein Special Effect von meiner Mamiya 645 ist.

 

 

 

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#5
Servus,

 

vergiss die mechanische oder chemische Reinigung.

Da du sowieso die Negative scannen willst mach die Fehlerbeseitigung kinderleicht im Photoshop.

Geht problemlos, ich habe es mit deinem Muster ausprobiert.

 

Viel Erfolg,

Edi

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#6
Hallo,

 

ich möchte hier dringend davon abraten, zum Reinigen Methanol zu verwenden. Das Zeug ist lebensgefährlich. Es gibt genügend Ersatzstoffe, wie z.B. Ethanol und auch Isopropanol, die weniger gefährlich sind.

 

Viele Grüße

 

Renate

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#7
Danke für eure Hilfe. Ich habe einige Scaneinstellungen durchprobiert und bekomme bei den meisten Negativen schon ein etwas brauchbares Ergebnis. Den Rest erledigt, wie schon Edi meinte, das gute alte Photoshop.

 

Schönes Couch-Wochenende!

 

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#8
Ich würde Retuschearbeiten immer in Photoshop durchführen und sie nie dem Scanprogramm (also einer Automatik) überlassen. Das ist was für Faule, die in Kauf nehmen, dass damit viele Details verschluckt oder verwaschen werden. Wenn man sich schon der entschleunigten echten Photographie verschreibt, ist es jammerschade, an dieser Stelle dem allgemeinen Hang zur Automatisierung nachzugeben. Ich retuschiere alle meine Scans per Hand in PS und kann sagen, dass man sich nach etwas Übung und Einarbeitung eine flinke Routine aneignet, die sogar Spaß macht. Man lernt sein Negativ intensiv kennen, wenn man es groß zieht und Stäubchen von Fehlern in der Gelatine und fotografiertem Staub in der Luft (oder Kleinstpartikeln auf Wiese, Feld und im Blattwerk) zu unterscheiden lernt. Außerdem erkennt man so gut den Einfluss unterschiedlicher Entwickler auf das Filmkorn.

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