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Color Fotopapier
#1
Hi Leute


Ich habe heute auf einem Fotoflohmarke fünf pakete Tental RA4 Superglossy/Professional II Fotopapier geschenkt bekommen.

Kann ich als SW Entwicker damit was anfangen?


Gruß

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#2
... ja sicher - z.B. deinen Kamin anzünden, Einsatz als Briefbeschwerer oder Türstopper wäre auch denkbar - der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt... :lol:  :lol:  :lol: 

 

*SCNR*

Gruß

Wolf
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#3
Hmmm


Ein Kamin habe ich ja.

Aber währe doch echt schade drum.

Aber wenn nichts geht.

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#4
RA - 4 ist der Standardtprozess für die Farbpapier Entwicklung. Somit also nicht für SW geeignet. Und soweit ich weiss, kann man selbst im Farbprozess mir diesem Papier nicht mehr viel anfangen da Farbpapier eine Begrenzte haltbarkeit hat.

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#5
RA4-Papier hat meist nicht so eine gute Haltbarkeit baut relativ schnell Schleier auf. Ich würde für RA4 deshalb immer zu frischem Papier greifen (zumal es recht günstig ist) und mir keine Experimente mit Altbeständen unklarer Herkunft antun.

 

Andererseits: Wenn man einfach nur ein bisschen herumspielen und experimentieren will, geht das natürlich auch mit SW-Entwickler und Fixierer. Das Papier enthält ja Silber, das du mit einem SW-Entwickler natürlich auch entwickelt bekommst. Allerdings hast du ja auch noch das ganze andere farbspezfische Zeug in der Schicht, also (nicht aktivierte) Farbkuppler etc pp. Frag mich also nicht, was das am Ende für ein Bild gibt ...

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#6
Hi leute


Ich habe mal so ein blatt des kleinsten papiers (plastik artig?) zerschnitten , belichtet und einge proben in meine sw brühte getunkt.

Und siehe da es kommen gut erkennbare positve bei raus. 1A.

Allerdings ist das max. schwarz bestenfaLls ein 50% grau.

Hier eine frage an die chemiker hier.

Gibt es einen papier entwickler womit ich mehr schwarz in dieses papier bekomme?

Oder kann ich den bw entwickler einfach durch ein ra4er in meinem prozess ersetzen

Bei den papiergrössen die ich da bekommen habe würden sich auch exotenlösungen für mich rechnen.

Im ungünstigsten fall würde ich es halt hier weiterverschenken (müssen).


Gruss

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#7
Zitat:Gibt es einen papier entwickler womit ich mehr schwarz in dieses papier bekomme?

Oder kann ich den bw entwickler einfach durch ein ra4er in meinem prozess ersetzen

Bei den papiergrössen die ich da bekommen habe würden sich auch exotenlösungen für mich rechnen.

Im ungünstigsten fall würde ich es halt hier weiterverschenken (müssen).


Gruss

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Ich denke nein. Der Silbergehalt/dichte im Farbpapier reicht schlicht nicht aus, um ein kräftigeres Schwarz zu erzeugen. Da wird auch ein anderer SW-Entwickler nichts dran ändern können. Das Bild entsteht ja bei Farbpapier normalerweise ausschließlich durch Farbstoffe. 

Das Silber(halogenid) dient im Farbpapier nur als lichtempfindliche Substanz, die beim Entwickeln mit dem Entwickler reagiert, dessen Oxidationsprodukte dann wiederum mit den Farbkupplern zu den eigentlich bilderzeugenden Farbstoffen reagieren. Auch Grau oder reines Schwarz ist also nur eine Mischung von Farbstoffen. Im Bleichbad wird dann das komplette vorhandene Silber wieder aus den Schichten entfernt, zurück bleiben nur Farbstoffe.

 

Was anfangen mit dem Papier? Farbpapier ist leider nicht so gut haltbar wie Schwarzweißpapier. Es verschleiert relativ schnell, vor allem bei unsachgemäßer Lagerung (zu warm/zu feucht). Wenn du willst, kannst du mir ein paar Blatt von dem Papier schicken und ich kann es hier testen. Ich bin wahrscheinlich nächste oder übernächste Woche wieder im Farblabor. Dann kann ich dir sagen, ob das Papier noch brauchbar ist und du kannst dir überlegen, ob du es verkaufen oder verschenken magst.

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#8
Es wird ja nur dieser Teil des Farbspektrums angesprochen, abhängig von der Lichtfarbe deines Vergrößerers. Da sollte es kaum möglich sein eine richtige Schwärzung zu erzielen.

 

Farbpapier entwickelt man am besten in SW Chemie wenn ...                      man es kurz vor der Belichtung durch ein SW Papier ersetzt.

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#9
Zitat:Es wird ja nur dieser Teil des Farbspektrums angesprochen, abhängig von der Lichtfarbe deines Vergrößerers. Da sollte es kaum möglich sein eine richtige Schwärzung zu erzielen.
 

Mir ist nicht ganz klar, welchen Teil des Farbspektrums du mit "dieser Teil" meinst. Es ist aber auch egal. Deine Überlegung ist falsch. Das Spektrum der gebräuchlichen Vergrößererlampen ist auf jeden Fall ausreichend, um die spektrale Empfindlichkeit des Farbpapiers voll anzusprechen.

Muss es ja auch, wenn man sich klarmacht, dass das Farbvergrößern ein subtraktiver Prozess ist, d.h. wenn man, wie üblich beim Farbvergrößern, seine Gelb-Magenta-Filterung reindreht, werden dem ursprünglichen, "weißen" Lampenlicht bestimmte (in diesem Fall blaugrüne) spektrale Anteile entzogen bzw. diese werden gedämpft. Danach geht das Licht noch durch ein Farbnegativ, was ebenfalls wie ein subtraktiver Filter wirkt. Wenn das derart subtraktiv gefilterte Licht am Ende immer noch ausreicht, ein Bild mit dem kompletten Farbspektrum und Schwarz zu erzeugen, dann reicht das ungefilterte Licht der Lampe allemal dazu aus, alle drei Schichten anzusprechen und Schwarz zu erzeugen!

 

Es ist auch egal, ob man einen klassischen Farbmischkopf mit NV-Halogenlampe oder einen Kondensorkopf mit Opallampe verwendet. Die Opallampe hat ja als klassische Glühfadenlampe ein kontinuierliches Spektrum, d.h. sie weist im Unterschied zur Halogenlampe keine spektralen Lücken auf. Deshalb kann auch die Opallampe die volle spektrale Empfindlichkeit des Fotopapiers abdecken. Wie sonst hätten die Leute frühe, als Farbmischköpfe noch nicht so verbreitet waren, mit Kondensorgeräten und Folienfiltern Farbvergrößerungen herstellen können?

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#10
Hallo Elisabeth,

 

ich muss leider zu deinem Text eine Korrektur schreiben. Halogenlampen sind ebenfalls klassische Glühfadenlampen, die das volle Spektrum zeigen. Sie glühen nur mit einer höheren Temperatur. Deshalb ist die Lichtausbeute von Halogenlampen etwas größer, als die von Opallampen. Es gibt auch Lichtbogenlampen, die mit Halogen gefüllt sind. Die werden aber in der Fotografie nicht benutzt. Spektrale Lücken findet man bei weißen LED-Lampen und bei den Enegiesparlampen. Farbige LEDs muss man sehr sorgfälltig auf das Papier abstimmen.

 

Viele Grüße

 

Renate

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