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zwei unterschiedlichen Konz bei einer Entwicklung
#11
Wenn Du Wert auf gute Schattenzeichnung und eine Begrenzung der Schwärzung in den Lichtern legst, verbunden mit guter Empfindlichkeitsausnutzung, dann wähle gleich einen 2-Bad Entwickler. Dessen Wirkungsmechanismus beruht im wesentlichen auf der begrenzten Menge Entwicklersubstanz, die die Emulsion in Bad 1 aufgenommen hat. In den Lichtern wird sie verbraucht und in den Schatten ist noch genug da für die Weiterentwicklung in Bad 2.

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#12
Hallo,

 

In einem Buch von Weidner wird der folgende Vorschlag gemacht: Den Entwickler nach der vollen Entwicklungszeit abgießen und anschließend eine Boraxlösung einfüllen. Borax ist alkalisch und sorgt dafür, dass der Entwickler, der noch in der Schicht ist, weiter entwickeln kann bis er verbraucht ist. Damit können die Schatten noch etwas zulegen, während sich die anderen Zonen kaum noch verändern. Ich glaube, das kommt dem Entwickeln mit 2 Konzentrationen etwas nah und ist in etwa das Prinzip der 2 Bad Entwickler.

 

Ich habe mit zwar Borax gekauft, das Rezept aber noch nie ausprobiert. Die Schatten anzuheben bedeutet auch gleichzeitig, den Partialkontrast in dem Bereich zu verringern und das gefällt mir nicht.

 

Viele Grüße

 

Renate

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#13
Leider muß ich gestehen das ich lieber fotografiere, Filme entwickeln ist auch OK aber dann......

Bin ich eine faule Socke. Einen guten Entwickler, Heilands Splitgrade und ein gutes Multigrade Papier und meistens passt es. Zwei Bad Entwickler ist mir zu viel Aufwand und wenns mal nicht passt, Pech gehabt. kleine grüne Männchen sind mir leider noch nicht über den Weg gelaufen. manchmal ist aber  der Wunsch der Vater des Gedankens.

Meine Intention war immer gute Fotos zu machen, technisch perfekte war nie mein Wunsch. Naaaaa jaaaa vileicht doch mal aber das ist schon etwas länger her.

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#14
... mir geht's ähnlich - aber psssst, ich sehe auch ehrlich keinen Unterschied zwischen Rodinal 1+25 und Rodinal 1+50... ;-P

 

Ich tunke einfach einen Standardfilm von KoAgFuIlfo in einen Standardentwickler nach Waschzettelangabe und gut ist. Mach ich seit über vierzig Jahren so - was dann noch fehlt bringt der Heiland (Splitgrade) zum Leuchten...

 

Als Backup hab' ich zwar auch Densi und Sensi am Start - St. Anselms "Das Negativ" sowieso - aber ehrlich - das alles wird zwar regelmäßig abgestaubt, aber gebraucht hab' ich das noch nie...

 

Und jetzt dürft ihr mich steinigen... ;-)

Gruß

Wolf
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#15
Ich würde das Negativ immer als "Rohling" bezeichnen, der alle Informationen aufnimmt wie ein Schwamm. Im Positiv-Prozess wird dann "gemeißelt".

Will sagen: So etwas geht nicht mit Zaubersüppchen.

 

 

 

Ich bitte um ein Bildbeispiel... gerne in der Galarie.

 

Gemeisselte Positive habe ich noch nie gesehen, der Begriff ist mir auch noch nie untergekommen.

 

Edi

 

 

 

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#16
Hallo,

 

dann schaut euch einfach mal die Bilder von John Sexton an. Das sind fantaschisch gute Prints. Er benutzt die gleichen Materialien wie jeder von uns. Er weiß aber, wie man sie richtig gebraucht und er nimmt sich die Zeit einen Print durchzuarbeiten. Er wartet nicht, bis die gebratenen Tauben vom Himmel fallen, sondern er nutzt die Möglichkeiten, die er hat. Seine Bilder sind bildlich gesprochen "ganz fein gemeisselt".

 

Wir haben trotz Nieschendasein sehr viele Möglichkeiten. Ich finde nicht nur, dass das Glas halbvoll ist, ich finde es ist sogar noch ziemlich voll und ich bewundere Mirkos Anstrengungen, uns das auch noch zu erhalten.

 

Ich habe in diesem Jahr viele Bilder für Ausstellungen gemacht und ich hatte dabei das Gefühl, das ich aus dem Vollen schöpfen kann. Es gibt viele gute Filme, Negativentwickler für jeden Zweck, verschiedenen hochwertige Papiere, die man je nach Stimmung einsetzten kann und eine große Auswahl von Tonern. Man muss sich nur die Zeit nehmen, sich dadurch zu experimentieren. Gute Bilder werden erarbeitet, bei der Aufnahme und beim Printen. Dazu gehört es auch, eine Pappe in die Hand zu nehmen und abzuwedeln oder nachzubelichten. Splitgrade macht erst dann einen Sinn, wenn man mit unterschiedlichen Gradationen auf einem Bild arbeitet.

 

Ich warte auch nicht, bis mir eine wunderbare Gießmaschine Chamoise-Papier liefert. Da nehme ich einen dünnen Teeaufguss und bade das Papier darin bis es den richtigen Ton hat. Das ist nix für Faule, aber dafür hat man es sofort.

 

Ich verlasse mich nicht auf die Versprechen der Herstellern von Entwicklern und von Filmen. Ich teste sie aus und komme dann zuverlässig zu guten Negativen, aus denen man dann ansehnliche Positive erarbeiten kann.

 

Viele Grüße

 

Renate

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#17
Hallo Renate,

 

ich hab die Bilder von John Sexton angeschaut, super Arbeit, der beherrscht sein Handwerk!

Von der Aufnahme bis zum fertigen Bild alles perfekt. Da ist nichts gemeisselt oder sonst wie gezaubert.

Einfach nur bestes "Werkzeug", hervorragende Objektive bei Aufnahme und in der Dunkelkammer, das Kennen der optische Physik und die Beherrschung der Technik.

Vermutlich arbeitet er auch nach dem Zonensystem von Ansel Adams.

 

Genau das ist mein Anspruch an ein handwerklich perfektes Foto.

 

Alles andere gehört für mich in die Rubrik Experimente ( Teebeutel, Kaffeentwickler usw.) oder ich kann`s halt nicht besser.

Experimente sind wichtig, machen Spass und können lehrreich sein!

 

Gruß, Edi

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#18
Zitat:Lichtjahr, on 16 Dec 2015 - 01:08 AM, said:




Ich bitte um ein Bildbeispiel... gerne in der Galarie.

 

Gemeisselte Positive habe ich noch nie gesehen, der Begriff ist mir auch noch nie untergekommen.
Das war doch eine Metapher Wink

Hier ein Beispiel. Der Text steht darunter, da es aus meiner Abschlussarbeit an der Uni stammt.

[ATTACHMENT NOT FOUND]

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#19
Hallo,

ich habe mir erlaubt mit deinem Beispielbild etwas zu spielen.

Hier das Ergebnis im Anhang.

 

Ich würde auf Papier mit eine Gradationsstufe härter belichten und mit einem Zweibadentwickler arbeiten.

Die dunkelsten Stellen, die Ackerfurchen müssen in den dunklen Anteilen Schwarz aufweisen, dürfen dabei insgesamt nicht zulaufen.

Die hellsten Partieen des Bildes, im Himmel müssen weiss sein aber nicht ausgefressen.

In dem Fall würde ich den Himmel buis zum Horizont etwas nachbelichten entwicklen, fixieren und anschließend, wieder den Himmel bis zum Horizont, in verdünntem Farmerschen Abschwächer die Lichter klären.

Grundsätzlich hätte es bei diesem geringen Motivkontrast eine andere Negativentwicklung gebraucht. Dann wäre im Positivprozess alles viel einfacher.

 

Übrigens, bei uns an der Münchner Staatslehranstalt für Photographie haben die Fachlehrer die fertigen Positive gegen das Licht gehalten um zu prüfen ob in den Schatten noch Durchzeichnung ist.

 

Gruß, Edi

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#20
Ich glaube nicht das es zu etwas gutem führt unterschiedliche Entwickler nacheinander anzuwenden.

Nicht unwahrscheinlich das man eher unerwünschte Eigenschaften potenziert.

Es wird gerne über solche Techniken diskutiert, selten sieht man Ergebnisse von einer nachvollziehbaren Dokumentation reden wir besser erst gar nicht.

Es gibt für jeden nur denkbaren Fall eine passende Film/Entwickler Kombination. Wem das Angebot im Handel nicht ausreicht, der kann auf eine Vielzahl an Rezepten zurückgreifen. Mit Entsprechender Fachkunde kann man diese sogar anpassen.

Ich bin neugierig und probiere gerne, dabei haben mich für vier Entwickler überzeugt. Einer ist ein einfaches Rezept zum selberansetzen, einer wird nicht mehr hergestellt, einer ist ein Zweibad Entwickler und der andere ein Universal Entwickler.

Die besten Ergebnisse erziele ich mit dem Zweibad Entwickler.

Matthias
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