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Wasserung von Baryt Papier (Kaskade)
#1
Hi liebe Leute,

 

hat jemand Erfahrungen mit einer Kaskadenwässerung von Baryt Papier? Kann mir momentan keinen guten/teuren Printwascher leisten oder bauen und wollte in Schalen (temperiertes Wasser; wenige Prints, kompletter Wassertausch) analog der Ilford Methode für Film wässern. Problem: es gibt ernsthafte Zweifel das die von Ilford vorgeschlagenen eher kurzen Wässerungszeiten for Barytpapier (auch wenn nur kurz fixiert und Auswässerungshilfe benutzt) ausreichen und ich frage mich, wie viele Kaskadenzyklen ich wohl bräuchte, da ich aktuell keine Möglichkeit habe, die Qualität der Wässerung zu prüfen. Generell Zweibadfixierung (2x 1 Minute, saurer Fixiere ohne Härter), Lavaquickbad geplant.

 

Weiß jemand eine einfache Methode die Qualität der Wässerung zu überprüfen?


Vielen Dank!

 

 

Rolf

 

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#2
Falls du einen neutralen Fixierer nutzen könntest, würde das das Risiko und die Wässerungszeit auf jeden Fall reduzieren. Ich nehme z. B. den Rollei RXN, auch bei Fotoimpex erhältlich:

 

http://www.fotoimpex.de/shop/fotochemie/...ntrat.html

 

Ansonsten wässere ich in der Duschwanne und kann dir zur Kaskadenmethode darum keine Tipps geben.

 

Grüße, Morte
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#3
Maco empfiehlt bei Verwendung des Rollei RXN folgende Methode: Wässerung in der Schale, 8 Wasserwechsel zu je 2 Minuten (u.a. nachzulesen in der Bedienungsanleitung für die Ecomat Presse, aber es wurde auch mal bei Aphog thematisiert). Ich habe diese Methode schon ausprobiert und sicherheitshalber noch einen Auswässerungsbeschleuniger verwendet. Falls ich mal Gelegenheit habe werde ich das Verfahren noch einem Auswässerungstest unterziehen und dann nur noch so arbeiten, da sehr bequem, zumindest wenn man nur wenige Abzüge macht.

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#4
Hallo und vielen Dank!

Das mit dem Hinweis auf die Bedienungsanleitung für die Presse war seht hilfreich um Anhaltspunkte zu bekommen in welche Richtung ich gehen sollte! Noch kurz die ergänzende Frage: wie testest Du die Qualität der Auswässerung? 

Danke, Rolf

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#5
...das Thema "Wässerung" wird m.E. maßlos überbewertet und nimmt z.T. religiös-mystische Züge an... ;-) Ich vergrößere mittlerweile seit fast fünfzig Jahren selbst und habe in all den Jahren weder Wascher, Wässerungshilfe oder sonstigen Schnick-Schnack benutzt - und Wunder, oh Wunder - alle meine Baryt-Prints erfreuen sich nach wie vor bester Gesundheit.

 

Mein Workflow:

 

Papier belichten, entwickeln, Zwischenwässerung und Fixierbad - dann wieder Papier belichten, entwickeln, Zwischenwässerung und erster Print ins Wasser und zweiter Print ins Fixierbad. Wenn alle Prints fertig sind, einmal Wasserwechsel und ab in die Presse. Das war's schon...

Gruß

Wolf
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#6
Ich kann da Wolf zustimmen. Ich habe lange drei Waschschüsseln mit je etwa zehn Litern Wasser zur Wässerung genutzt. Das Blatt wanderte nach Entwickler, Stop und Fix nacheinander durch die drei Schüsseln. Bei Baryt gab's meistens noch ein Lavaquick-Bad zwischen Fix und der ersten Wässerung (die ohne sind aber auch noch einwandfrei).

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#7
ich bin erschüttert… nein im Ernst, zumindest konnte ich in einem Halide-test feststellen, dass ich noch weiter fixieren muss (bisher 2x 1/2 min, zwei Bad Fixierung). Die Abzüge muss ich jetzt nochmal nachfixieren – und wässern. Ich habe gerade wieder angefangen analog Bilder zu machen, nach langer Pause und möchte gleich wieder in die richtige Arbeitsweise reinrutschen. Meine Dunkelkammer (wird zur Zeit fertiggemacht) ist zwar Dunkel, leider aber ohne Wasseranschluss und -Ableitung, ich werde also immer in einem Zwischenbad Abzüge sammeln müssen. Vermutlich ist dafür ein Lavaquick-Bad am besten geeignet?!

 

Zur grundsätzlichen Bedeutung der Weiterverarbeitung: Zwei alte Bilder von mir aus den frühen 90ern (Multigrade FB) unter Glas zeigen aber Alterung/Verfärbung, die dafür sprechen, dass es wohl nicht so egal ist mit der Schlussbearbeitung. Allerdings kann ich jetzt nicht sagen, ob es damals ungenügende Fixierung und/oder Wässerung gewesen ist. 

 

Gruß Rolf

 

http://rlfsoso.tumblr.com/ 
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#8
Servus Rolf!

 

Relativ unaufwendig ist der "Kodak HT-1a Residual Hypo Test": Dazu brauchst du 0,3 g Kaliumpermanganat und 0,6 g Natriumhydroxid (letzteres enthalten z. B. auch in Abflussrohrreinigern neben kleinen Aluminiumküglein) auf 250 ml destilliertes Wasser. Das ist deine Testlösung, die sich lange hält. So etwas gab es übrigens früher einmal bei Amaloco fertig zu kaufen ....

 

Um nun die Auswässerung des Fixiersalzes bei deinen nassen Prints zu prüfen, mischst du 1 ml der Testlösung und ein Achtel Liter Wasser in einem durchsichtigen Glas (die Mischung hat die typische lila Färbung des Kaliumpermanganats), nimmst davon wieder 15 ml in ein weiteres Glas und lässt von einem gewässerten Bild (Fläche etwa 24X30 cm bzw. mehrere Bilder mit dieser Gesamtfläche) 30 Sekunden lang das Wasser hineintropfen: wenn sich die Lösung nach ca. 30 Sekunden orange verfärbt und nach 1 Minute ganz entfärbt, dann ist noch zu viel Fixiersalz in den Bildern und du solltest weiter wässern.

 

Das Problem liegt vielleicht in der Beschaffung des Kaliumpermanganats (vor allem weil man ja "fast nichts" davon braucht) und im ausreichend genauen Abwiegen der Substanzen. Man wird den Test ja auch nicht dauernd durchführen, sondern man testet eben einmal den eigenen Prozess aus und weiß dann, wann diese eigene Vorgangsweise beim Printwässern hinlänglich gewaschene Bilder zur Folge hat - oder eben noch nicht.

 

Grüße, Karl

 

 

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#9
Hallo Karl, Chemiebaukasten… Mein Sohn wäre begeistert, obwohl er am liebsten Essig und Backpulver mischt… Ich werde mal in meine Apotheke fragen, vielleicht können die sowas zusammen mischen… Allerdings frage ich mich ob nicht doch jemand diesen Test fertig anbietet. Kodak wohl nicht mehr (auch wenn Verweise immer noch online sind oder in Büchern auftauchen). Ich selber habe bisher den Fixierer test (Fixiere noch gut?) von Monochrome Photography und den Halide test (ausreichend Fixiert?)… 

 

Vielen Dank für den Hinweis!! Rolf
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#10
Meines Wissens kann man Abzüge auch mit Selentoner auf genügende Wässerung testen, wenn man schon welchen da hat. Man tropft etwas Toner auf den weißen Rand und sieht, ob er sich verfärbt. Wenn ja, ist noch Fix in der Schicht.

Ich habe das aber noch nicht praktiziert. Vielleicht hat ja jemand Erfahrungen hier?

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