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Ilford HP5+ mit 200 belichtet, wie entwickeln?
#1
Hallo,

 

 nachdem es hiess, die Film seien nicht so empfindlich, wie angegeben, habe ich nun ein paar Filme mit 200ASA statt der 400ASA belichtet.

Muss ich nun andere Zeiten beim entwickeln verwenden?

 

Beste Grüsse

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#2
bei mir funktioniert der HP5 auf ISO 200 11:30 min, in Rodinal 1:50 bei 20 Grad, die ersten 30s ständig, dann alle 30s 1x kippen ziemlich gut für die N-Entwicklung.

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#3
Hallo Sepp,

 

ob du die Entwicklungszeiten anpassen musst, kommt drauf an, wie zufrieden du mit deinen  bisherigen Ergebnissen bist. Gut möglich, dass du zum Beispiel das Gefühl hast, deine Bilder seien vom Kontrast her zwar in Ordnung (nicht zu hart), hätten aber durch die knappe Belichtung zu wenig Schattenzeichnung. Dann würdest du -- als ersten Test -- die Entwicklungszeit wenig bis gar nicht anpassen, sondern erstmal einfach nur großzügiger belichten.

 

Allerdings: Wenn ich mich recht entsinne, verarbeitest du deinen HP5 in ID-11 nach Herstellerangaben. Also bei Belichtung wie 400 in 1+1 bei 13min. Meine Vermutung, rein auf Kristallkugelbasis, wäre daher, dass deine Bilder nicht nur zu wenig Schattenzeichnung, sondern auch zu hohen Kontrast haben. Ich würde daher, bei Belichtung wie 200, die Entwicklungszeit um 1/3 reduzieren, also auf 9min. Und dann mal schauen, wie's von da aus weitergehen soll.

 

viel Erfolg

Nils

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#4
Hallo,

 

Die Entwicklungszeit beeinflusst nur wenig die Schattenzeichnung. Die Schattenzeichnung wird mit der Empfindlichkeit gesteuert und da hast du bei 200 ASA eine bessere Durchzeichnung als bei 400 ASA.

 

Die Lichterzeichnung dagegen wird durch die Entwicklungzeit, bzw Konzentration beeinflusst. Durch die erhöhte Belichtung werden die Lichter ebenfalls dichter und das kann man durch eine verkürzte Entwicklungszeit anpassen. Das solltest du aber davon abhängig machen, wie zufrieden du mit den früheren Ergebnissen warst. Die kürzere Entwicklungszeit ergibt auch automatisch einen schwächeren Kontrast.

 

Viele Grüße

 

Renate

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#5
Liebe Leute, Danke schon mal!! Ich werde mich heute Abend dahinter machen und mal rumprobieren. 

Übrigens, sehr tolles Forum hier! Ich dachte nicht, dass es noch genug Menschen gibt, die sich für analog interessieren.

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#6
Die Frage wäre auch, wie auf z. B. 200 ASA belichtet wurde. Nimmt man zum Beispiel den eingebauten Belichtungsmesser einer Kleinbildkamera, welche noch nicht eine intelligente Belichtungsautomatik besitzt wie "Matrixmessung" und fotografiert eine Landschaft im Hochformat, wo vielleich 1/3 des diffusem Himmels (die Lichtquelle sekbst) mit abgebildet ist, belichtet man eben nicht auf den vorher eingestellten ASA-Wert (von z. B. 200 ASA). Man belichtet bei einer solchen Szene automatisch unter, was zu toten Bildbereichen führt.

Ich selbst belichte immer großzügig. Bei Kameras mit einebautem Belichtungsmesser halte ich die Kamera zunächst auf z. B. den Boden und übernehme dann das Messergebnis. So erhalte ich Durchzeichnung bis in die dunkelsten Schatten hinein. An meiner mittleren Standard-Entwicklungszeit ändere ich nichts. Negativfilm hat einen enormen Kontrastumfang, so dass man sich selten Sorgen machen muss, dass man durch etwas zu lange Entwickeln die Lichter "blockiert".

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#7
D.h. Du stellst den ASA Wert ein, der auf dem Film angegeben ist, oder korrigierst Du den?
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#8
Den Wert, der auf den Film angegeben ist, kann man ja nicht korrigieren, denn man kann ja nicht den Film in seiner Empfindlichkeit / in seinem chemischen Aufbau ändern.

Ich beobachte aber den Belichtungswert, den mir mein Belichtungsmesser / die Kamera sagt, wenn sie auf einen "mittleren (Grau-) Wert" gerichtet ist, der sich im gleichen Licht befindet wie das eigentliche Motiv. Denn auf so einen Mittelwert sind die Belichtungsmesser kalibriert. Erst dann habe ich tatsächlich das exakte Messergebnis und kann sagen, ich habe mit soundso ASA belichtet (nämlich mit dem eingestellten Wert am Belichtungsmesser / an der Kamera).

Extrembeispiel: Bäumchen im Schnee. Das Gewächs wird völlig unterbelichtet sein, wenn die Kamera das viele Weiß des Schnees sieht. Sie "denkt", es wäre extrem hell. Dabei ist es nur sehr weiß. Ich nehme dann die Kamera, richte sie gegen meinen mittelgrauen Parka, drücke die Messspeichertaste und übernehme diesen Belichtungswert. Nur so erhalte ich später die Zeichnung des Baumstammes auf dem Film.

Hätte ich dies nicht gemacht, hätte ich einen 100 ASA-Film mit ca. 800 ASA belichtet, obwohl der Belichtungsemsser auf 100 ASA kalibriert war. Ich hätte stark unterbelichtet und mir wäre sämtliche Schattenzeichnung verloren gegangen.

Später in einem Forum hätte ich dann vielleicht gesagt, ich hätte mit 100 ISO belichtet, denn dies war ja an der Kamera eingestellt. Tatsächlich ein Irrtum, wie du liest. Man könnte dem Film dann ungenügende Empfindlichkeit unterstellen und so entstehen Internetmärchen. Diese Schattenzeichnung ist übrigens wichtig, damit das Bild nicht tot aussieht.

Besitzt die Kamera keine Messspeichertaste, so muss man dies mit dem ASA-Regler erledigen. Bei einer meiner KB-Kameras habe ich daher einen "Knopf" an den ASA-Regler, mit dem man den Belichtungsmesser leicht kalibrieren / korrigieren kann, geklebt:

[ATTACHMENT NOT FOUND]

 

Also, um noch einmal auf deinen Anfangsbeitrag zurück zu kommen, ich bezweifle, dass du den Film tatsächlich wie einen 200er Film belichtet hast (obwohl du den Belichtungsmesser auf 200 ASA kalibirert hattest), sondern wohl eher wie einen 400er oder gar 800er, sofern du eine Kamera mit "normalem" Belichtungsmesser genutzt hast. Ausnahme: Deine Motive bestanden tatsächlich aus vorwiegend Elementen mittlerer Helligkeit. Bei mir selbst ist das alleine schon wegen dem Himmel selten der Fall (und ich muss korrigieren).

Gruß,

Thomas
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