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Adox MC Lith-Papier
#1
Hallo zusammen,

ich habe am Wochenende das erste mal das Adx MC Lith-Papier ausprobiert. Da es für Lith Prints gedacht ist habe ich es natürlich auch dafür verwendet. Meine Erfahrungen damit sind etwas zwiespältig, hier ein kurzer Erfahrungsbericht:

Die Probestrifen, die ich vorab (zum Feststellen der Entwicklungszeit) in Adotol Konstant entwickelt habe zeigten entgegen der Beschreibung im Shop keinerlei Schleier. Auch bei den Lichtern war keinerlei Vergrauung festzustellen.

Mein erster Versuch war mit Moersch SE5 in Verdünnung 1+15 mit einer Verschlusskappe voll Starter D (Bromid). Die Belichtung war das Vierfache der bei den Probestreifen ermittelten. Das Ergebnis war etwas enttschäuschend. Die Entwicklung braucht recht lange und die tiefen Schatten kommen erst ziemlich spät, man braucht schon ziemlich vel Geduld. Auch die Farbigeit war recht zurückhaltend.

Der nächste Versuch war dann mit mehr Licht (+ 1 Blende) und stärkerer Verdünnung (1+20) sowie einer weiteren Verschlusskappe Lith D.

Das Ergebnis war schon etwas farbiger und hatte mehr die Anmutung eines Lith-Prints. Von dem Beispiel im Shop ist es jedoch weit entfernt. Diese kräftigen Braun- und Orangetöne stellten sich gar nicht ein. Das ganze sieht von Farbton eher eher aus wie ein sehr warm entwickelter Print. In den Schatten sieht man man beim genauen Hinschauen den Lith-Effekt (dezentes Korn).

Bei Gelegenheit werden ich auch mal einen Scann hier einstellen.

Hat eventuell jemand dieses Papier auch schon mal verwendet und kann über seine Erfahrungen berichten? Mich würde vor allem interessieren, on es einen "Trick" gibt, mehr Farbigkeit beim Lithen zu erhalten.

 

Viele Grüße,

Michael

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#2
Hallo Michael,

 

prima, daß du über deine Erfahrungen mit dem Papier berichtest!

Ich hab's auch ausprobiert und hatte gleich zu Beginn mit dem Laborlicht Probleme.

In meiner Duka habe ich Ilford-Leuchten, bestückt mit 904-Filtern, dunkelbraun.

Die habe ich getestet für alle Ilford-Papiere, und sie passen auch für das Adox MCC (mindestens 16 Minuten schleiersicher).

Der weiße Bildrand war mit diesem Licht (Entwicklungszeit ca. 12 Minuten) deutlich verschleiert.

Auch ich hatte Moersch-Lithentwickler und als Zweitbad Lith Omega verwendet.

 

Nun habe ich an Foto-Impex eine Anfrage bezüglich der Duka-Beleuchtung gerichtet. 

Einen konventionellen Schleiertest kann man ja nicht machen, da das Papier in normalem Papierentwickler sofort verschleiert

(getestet in Moersch SE-4).

 

Da ich die Anfrage erst kürzlich gestellt habe, habe ich noch keine Antwort erhalten.

Den logischen nächsten Versuch mit rotem Laborlicht konnte ich aus Zeitgründen noch nicht machen.

Theoretisch ist natürlich auch chemische Verschleierung möglich, aber da weiß ich zu wenig von.

 

Ich fand den erzielbaren Lith-Effekt und Bildton sehr schön und auch ausgeprägt.

Weiterhin war ich (positiv) überrascht, daß es sich um papierstarke Qualität handelt (hätte auch auf der Packung stehen können).

Man findet fast keine papierstarken Fotopapiere mehr .

 

Alles in allem, sehr positive Erfahrungen damit, bis auf das wahrscheinlich im nächsten Versuch durch rotes Duka-Licht

zu lösendes Schleier-Problem.

Die wichtigste Frage aber: Handelt es sich um eine Eintagsfliege im Format 20x25cm oder wird es mehr davon geben?

 

Gruß,

Thomas
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#3
Du kannst mal versuche mit der Entwicklertemperatur hoch zu gehen. 24° brauchst du Lith mindestenst und zwar konstant und nicht abfallend. Dann liegen die Zeiten in einem Bereich von 20-25 Min. (zumindest bei konventionellem Lithentwickler wie Easylith). Wenn auf 30° hochgehst kannst du das Ganze beschleunigen, die Schwärzung infiziert sich dann allerding teuflisch schnell ab 5-7 Minuten und das Bild wird darduch sehr graphisch. Ansonsten für die Farbe homöopathisch konzentrieren und stark überbelichten (also vielleicht doch nochmal eine Blende zugeben).

 

Ist jetzt nicht auf das Papier oder den SE 5 bezogen. Aber vielleicht hilft es trotzdem ein wenig.

 

Gruss Sven.

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