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RPX 100 (Wasser)Flecken
#11
Zitat:Hubspe, namir, mit welcher Abstreifmethode hattet ihr den schlechte Erfahrungen gemacht? Klar, Gummilippe, Waschleder oder was sonst so verwendet wird, da ist das ratzfatz passiert.
 

mit Gummi-Filmabstreifer sowieso, mit Scheibenwischer war's noch schlimmer, und Küchenpapier hat mir auch schon ein paar Telegrafendrähte beschert, kann natürlich nicht ausschließen, dass da irgendwo ein paar Krümel irgendwas dabei waren. Habe das (also nicht mit V-förmig gefaltet und Film von beiden Seiten gleichzeitig, sondern bei aufgehängtem Film jede Seite einzeln) aber auch schon mit guten Ergebnissen praktiziert. Überlege immer mal, ob es nicht sinnvoll wäre, mir so eine Labor-Spritzflasche zuzulegen, und dem Film nach dem Aufhängen noch eine aqua demin Dusche zukommen zu lassen... Telegrafendrähte sind halt schon einigermaßen ärgerlich, v.a. wenn man vergrößern will (hybrid ist's halb so wild, kann man per EBV retuschieren) Risiko sehe ich nach eigener Erfahrung auch bei Vewendung von Küchenpapier als durchaus gegeben.

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#12
Meiner Erfahrung nach ist die beste Methode, einen Film wirklich komplett fleckenfrei hinzubekommen, indem man entminiralisiertes Wasser aus dem Baumarkt verwendet. Nachdem der Film mit normalen Leitungswasser gut schlussgewässert wurde, befülle ich die Dose etwa 2-3 mal mit entminiralisiertem Wasser. Danach ziehe ich sicherheitshalber den Film noch einmal durch eine kleine Schüssel mit entminiralisiertem Wasser. Nach diesem letzten Durchgang hänge ich den Film so wie er ist auf und warte bis er gänzlich trocken ist. Mit dieser Methode hatte ich noch nie und wirklich noch nie auch nur ansatzweise einen Fleck oder Kratzer am Film. Netzmittel, Filmabstreifer, Finger haben in den meisten Fällen mal mehr mal weniger zu Flecken und Kratzern geführt.

 

Nachteil der Methode ist der relativ hohe Preis. So ein 5L Kanister kostet bei mir in der Gegend etwa 1,60€. Pro Film verbrauche ich so etwa 2L. Das macht dann doch etwa 65 Cent zusätzlich pro Film. Nachdem ich aber nicht so viele Filme im Jahr entwickle, gönn ich mir diesen "Luxus". Ich bin dann immer noch billiger als wenn ich den Film ins Labor gebe und von dort kommen die Filme auch nicht immer flecken- und kratzerfrei zurück. Abgesehen davon hat man beim Labor keinen Einfluss auf den verwendeten Entwickler usw.

 

Als weiteren kleinen Nachteil sehe ich bei dieser Methode die relativ lange "Nassphase" des Films beim Trocknen. Da er etwas länger braucht bis er gänzlich trocken ist, haben Staubpartikel theoretisch mehr Zeit am Film kleben zu bleiben. Wirklich einen Unterschied an der Anzahl von eingefressenem Staub konnte ich allerdings noch nicht feststellen, habe dazu aber auch keine Studien verfasst. ;-) Wenn man an einem relativ staubfreien Ort den Film aufhängt sollte es kein Problem darstellen!

 

In wie weit der Film tatsächlich weniger geschützt ist, wenn man kein Netzmittel verwendet kann ich nicht sagen. Wenn er aber gut gelagert wird, sollte das ebenso keine Probleme bereiten. Habe dazu zumindest noch nichts negatives gelesen und mir selbst ist auch noch nichts aufgefallen.

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#13
Besten Dank für die vielen Informationen!

 

Auffällig ist, dass es eben nur diesen einen Film betrifft und wir im Labor sehr gute Erfahrung mit destilliertem Wasser + Netzwmittel in geringerer Verdünnung als angegeben haben. Das mit dem Küchenpapier finde ich für das Studentenlabor eine mögliche Lösung da eine "Falschanwendung" sich nicht auf den nächsten Benutzer überträgt und nur die Trägerseite in diesem Fall getrocknet werden muss. Ein Gummiabstreifer kann vom Vorbenutzer verunreinigt oder beschädigt sein. Das sehen wir immer wieder beim Baryttrockner, bei dem das Spanntuch mit Fixiererflecken übersät ist. Die natürliche Trocknung ohne mechanische Komponente ist mir persönlich auch immer am liebsten.

Und vom technischen Standpunkt: Kann auf der Trägerseite überhaupt einzelne Wassertropfen zum Quellen einer Schicht führen, welche dann ungleichmässig wird? Auf der Emulsionsseite ist dieser Effekt ja nicht unbekannt.

 

Vielleicht schaffe ich es gegen Ende dieser Woche ein Scan zu erstellen- vielleicht erkennt man dann anhand der Form die Fehlerquelle.

 

Nochmals Danke!

Florian

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#14
Probier doch mal Leitungswasser, Netzmittel in normaler Verdünnung, Abstreifen mit den Fingern sofern es sich um Rollfilm oder KB handelt und Lufttrocknung bei Zimmertemperatur.

 

Gruss Sven.

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#15
...aber nicht so klein schnibbeln! Smile

 

Bei GF Film habe ich dieses Problem noch nicht gehabt. Meine Filme werden nach Ilfordmethode gewässert, bekommen ein Schlussbad von 1,5 Minuten in Ilfotol und werden über Eck zum Trocknen aufgehängt. Keine Flecken oder so.

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#16
> dem neuen 25er. Letzterer ist auf PE gegossen und scheint mir auch nicht aus England zu kommen

Das ist ein Luftbildfilm, Agfa Aviphot Pan 40. Die beiden Datenblätter belegen das:

http://www.macodirect.de/download/Rollei_RPX_25_dt.pdf

http://www.agfa.com/sp/global/en/binarie...-57409.pdf

Besonders erhellend sind die spektralen Empfindlichkeitskurven. Dieser Film ist also ebenso wie Rollei Retro 80 und Superpan 200 mit IR-Filter benutzbar.
Bleibt dran, am Sucher.



--Uwe
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#17
>Letzterer ist auf PE gegossen<    Uwe, das ist PET. Schon klar, Korinthenkackermodus aus... aber man liest das doch häufig.

 

Frank
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#18
Zitat:> dem neuen 25er. Letzterer ist auf PE gegossen und scheint mir auch nicht aus England zu kommen


Das ist ein Luftbildfilm, Agfa Aviphot Pan 40.
 

Maco dementiert das, vgl. http://aphog.de/forum/viewtopic.php?f=4&...0&start=15
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#19
> Maco dementiert das

Maco stellt selbst keine Filme her. Wo bitte schön, soll der Film den sonst her stammen? Und diese völlige Identität der spektralen Empfindlichkeit, purer Zufall?
Bleibt dran, am Sucher.



--Uwe
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#20
Zitat: 

<blockquote class="ipsBlockquote" data-author="piu58" data-cid="18038" data-time="1415516334">
<div>
> dem neuen 25er. Letzterer ist auf PE gegossen und scheint mir auch nicht aus England zu kommen


Das ist ein Luftbildfilm, Agfa Aviphot Pan 40.
 

Maco dementiert das, vgl. http://aphog.de/forum/viewtopic.php?f=4&...0&start=15

 

</div>
</blockquote>
 

... aber doch nur in Bezug auf Planfilm. Was ist mit KB und MF?
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