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Gr?en > 50x60 handhaben?
#11
Es gibt eine Szene im Dokufilm "<span>War Photographer" über </span>James Nachtwey, in der man sieht, wie sein Printer einen sehr großen Abzug in der Duka bearbeitet. Den Ausschnitt kann man hier sehen:

https://www.youtube.com/watch?v=J0VPCHDqg7M

("An Afternoon in the Darkroom: Marc McClish prints for James Nachtwey")

 

Die Rolltechnik sieht eigentlich ganz einfach aus, ist aber sicher Erfahrungssache.
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#12
Also, du meinst die Aufnahme, wo die Schrift drüber liegt?

 

Sieht interessant aus, ja und auch etwas trickreich, da muss man sicher ein paar Mal für üben, bevor man sich damit an einen wichtigen Print traut. Aber scheint sehr effizient zu sein. Vielleicht die professionellere Alternative zu meiner ursprünglichen Idee.

 

Toll!

 

Rolf

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#13
Das wird nur mit Rollenpapier gehen, in dem Video wird auch solches benutzt, wie man am eingebauten Drall sehen kann. Vielleicht lässt sich aber Blattware durch lange Lagerung in gerolltem Zustand ähnlich "erziehen".

 

Gruß Wolfgang

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#14
Ach so, ich dachte aber sowieso an Rollen bei der Frage.

 

Rolf
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#15
Spannend fand ich im Film "Lichtmomente" mit Björn Albert, wie er das macht (dürfte bei den meisten Leuten eher nicht durchführbar sein), aber schaut euch den Film selbst an:


http://www.ba-ap.com/lichtmomente.php


Bei ca. 19:15 min geht es los mit dem Entwickeln.
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#16
Hallo Sandra,


der ganze Film ist sehenswert. Er hat wohl einen Raum als "Entwicklerschale" mit Fliessen versehen lassen. Und mit dem nassen Fotopapier geht er recht mutig um, einmal stützt er sich sogar mit der Hand darauf. Als Negativ benutzt er 4x5", auf 2 Meter aufgeblasen ergibt einen Vergröserungsmaßstab von 16 (200/12,5), da muss wirklich alles stimmen, wenn das Endergebnis handwerklich astrein sein soll.


Gruss Wolfgang
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#17
Jau, macht wirklich Spaß, ihm zuzusehen bei seinem... "Werk", "Schaffensprozess" Smile

 

Und das war Baryt! Leider haben sie nicht gezeigt, wie er das platt und trocken gekriegt hat.

 

Er spricht davon, dass er ein bisschen Zeit draufrechnet beim Entwickeln, damit ihm die Lichter nicht zulaufen, wenn es länger dauert. Das macht sicher Sinn. Aber ich hätte nicht gedacht, dass das Bild von einer Seite zur anderen fertig wird, ich hätte mit gleichmäßigerer Ausentwicklung gerechnet. Vielleicht mit kleinen unregelmäßigen Stellen zunächst, aber insgesamt nicht "von unten nach oben", so wie es hier schien. Und dieser Wischmob! Und seine artistischen Übungen über dem Bild! Herrlich!

 

Leider sieht das hinterher keiner, wieviel Akribie in so einem Foto steckt. Heute wird man wohl eher gefragt "auf was für einem Plotter hast du das denn ausgedruckt?" ...

 

Rolf

 

Noch was: Gestern Abend hatten wir hier in Osnabrück die jährliche Kulturnacht. Riesenevent, alle Galerien, Kunstläden, Cafes, Restaurants, Kneipen waren die Nacht über offen und viele Vorstellungen usw. Es gibt in der Altstadt eine kleine Galerie, die Nachfolgerin des Fotografen Lichtenberg ist, der um 1900 viele Fotos der Stadt gemacht hat. Sie hatten viele seiner Bilder ausgestellt, auch "misslungene" Abzüge usw., und man konnte mit dem Besitzer diskutieren, wie er diese alten Glasplatten abzieht. Er macht das immer noch analog und hat sich dafür von den meisten Glasplatten erst ein Dia und davon ein Negativ gezogen, um die Kontraste auszugleichen. Trotzdem muss er immer noch stark ausgleichen.

 

Er hatte ein paar Bögen Kentmere Baryt da und bedauerte, dass es das so nicht mehr gibt. Es war fast flauschig und passte sehr gut zu den alten Bildern. Dann hat er noch ein bisschen vom Tonen erzählt, wie es darauf ankommt, welche Sorte Papier man hat, um den richtigen Braunton zu finden. Einmal wollte eine Firma Bilder in genau dem gleichen Braunton, wie sie schon Bilder von ihrer Firma hängen hatten. Er hat ein halbes Jahr experimentiert, bis er den Ton hingekriegt hat...

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#18
Mir fällt noch was ein, was auch zum Thema passt: In dem Video sieht man, dass er in seiner Duka eine Art "Überwanne" hat, in der alle Schalen stehen. Das finde ich interessant, vielleicht baue ich mir auch sowas.

 

Und es erinnert mich wieder an meinen Beitrag mit der schwedischen Dunkelkammer mit den fest eingebauten Schalen. Einer von dem Club hat mir inzwischen geantwortet. Er schreibt, das ist schon lange vor seiner Zeit eingebaut worden, und es wusste keiner mehr, ob das Selbstbau oder gekauft ist. Es ist aber PVC. Die Arbeitsfläche ist aber furchtbar hoch, wenn man sie runterklappt, man kann sie nur im Stehen verwenden. Für alle Fälle hat er mir einen Link gegeben zu einem Selbstbauprojekt für eine PVC-Wanne, wie sie hier im Video auftaucht. Erst dachte ich, wozu ist das gut, aber jetzt durch das Video wurde mir das erst richtig klar.

 

Es hat aber dann doch nicht direkt mit den großen Formaten zu tun, außer man stellt da z. B. die Blumencontainer rein... Smile

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#19
Ich habe jahrelang in einem Labor gearbeitet, in dem ich 4 solcher fest eingebauten Wannen aus PVC hatte. Das ist sehr praktisch. Die Reinigung nach dem Arbeiten ging schnell und sauber von statten. Gewässert habe ich immer direkt in einer solchen Wanne. Es gab Stopfen, bei denen das Bodenwasser bevorzugt ablief. Die Einrichtung war gekauft.

 

In solchen Becken kann man bequem große Formate mit einem Schwamm entwicklen. Mit einem Schwamm kann man überraschend gleichmäßig entwickeln, oder aber bewußt unregelmäßig arbeiten, was bei manchen Kompositionen durchaus interessant aussehen kann.

 

 

Viele Grüße

 

Renate

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