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tri-x oder fp4+
#1
Hallo!

 

Ich belichtete einige Ilford FP4+ und Kodak Tri-X und entwickelte sie in ID 11. Zu meinem Erstaunen kann ich hinsichtlich Feinkörnigkeit und Schärfe zwischen beiden Filmen keinen deutlichen Unterschied ausmachen.

 

Daher meine Frage: Lohnt sich der FP4+ dann überhaupt noch wenn ich bei höherer Empfindlichkeit des Tri-X die gleiche Qualität erwarten kann?

 

 

Viele Grüsse!

 

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#2
Hi. So etwas lässt sich eigentlich nur richtig mit gleichem Motiv (z. B. Zeitung an Wand) und gleicher Beleuchtung (z. B. Blitz gegen Decke) korrekt untersuchen. Allzu leicht kann man sich täuschen. Wenn du mit der Feinkörnigkeit bzw. dem Auflösungsvermögen des 400-ASA-Films zufrieden bist: Bleibe dabei. So ein "400er" hat einen höheren Belichtungsspielraum als ein 100er.

D. h. stellt man sich die Filme als Fass vor, ist der Tri-X ein größeres Fass: Es passt noch mehr "Licht" hinein: Man kann ihn nämlich auch so wie ein 100er belichten (also vermeintlich "überbelichten"). Und zudem sitzt der Wasserhahn tiefer: Schon bei wenig Licht läuft Wasser raus. Ich selbst gehe davon aus (nicht überprüft), dass der FP4 aber höher auflöst als ein Tri-X. Das ist der einzige Grund, warum ich den FP4 bei entsprechenden Motiven dem Tri-X vorziehe.

Gruß,

Thomas
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#3
Auch ich gehe davon aus, dass der FP4 eine größere Auflösung bietet als der TX 400. Allerdings ist der TX seit seiner Neuauflage vor einigen Jahren tatsächlich enorm feinkörnig geworden. So feinkörnig, daß manche eingeschworene Tri-X Fans in amerikanischen Foren sich darüber schon beschwerten, weil sie den alten look vermissten.

 

Wenn Du mit dem TX so gute Erfahrungen gemacht hast, spricht dies doch dafür, daß Du ihn als Alltagsfilm nutzt. Der TX ist mit Sicherheit flexibler als der FP4.

 

Letztendlich kommt es auch darauf an, was Du photographierst und was für Vergrößerungsmasstäbe Du anstrebst. Bei größeren Vergrößerungsmaßstäben hat der Ilford mit Sicherheit die Nase noch etwas vorn. Auch wenn der Abstand zwischen beiden kleiner geworden sein dürfte.

 

Eine Möglichkeiten bei klassischer Kristallstruktur den Abstand zum TX zu vergrößern, wäre der Pan F. Belichtet bei ISO 25/15 bis ISO 32/16 in Perceptol in Verdünnung 1+3 entwickelt, ist dieser nicht nur extrem feinkörnig sondern auch extrem scharf und er gefällt mir um einiges besser als Tmax 100, Acros 100 und Delta 100. Dies aber auch eine Frage des persönlichen Geschmacks.

 

Allerdings ist der Pan F nicht immer freihandtauglich. Da mußt Du abwägen, was Du haben möchtest.

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#4
Meiner Erfahrung beides sehr gute Filme mit eigenem Charakter. Ich mag beide wobei im Sommer mehr den FP 4 und in der dunklen Jahreszeit mehr den Tri-X.

Ich habe mir aber jetzt auch einige Pan F besorgt- mal schauen.

ID 11 ist sicher kein schlechter Entwickler aber warum nicht mal was anderes versuchen?

Ist ein Methusalementwickler. Wie ein älterer Herr, etwas rund um die Hüften und ein wenig blank auf dem Kopf und ein wenig behäbig.

Nur Mut und mal was anderes versuchen aber hier nicht fragen, es würden 1001 Empfehlung folgen. Einfach mal durchs Web wühlen und den eigenen Bauch befragen,

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#5
Hallo Stefan,

Ob sich der FP 4 noch lohnt weiß ich nicht, ich kenne den FP 4 aber den Tri X nicht.

Ich habe für mich die Frage welches der richtige Film ist so gelöst, dass ich nicht alle (leider) aber ein Großteil der Filme getestet habe. Ich ging so vor dass ich zu den Vorhandenen Praktica und Olympusgehäusen noch ein paar M42 und Olympusgehäuse bei Ebay billig geschoßen habe, und dann die Selben Motive zur selben Zeit Gleich belichted habe und alle fast alle Filme im selben Entwickler nach Waschzettel entwickelt habe Ausnahmen waren Silbermax den ich auch noch im Eigensaft gegart habe (kommt wirklich einen Tick schöner als in Rodinal) und CHM 20 den ich auch mitlaufen hatte.

Groß sind die Unterschiede nicht aber erkennbar und ausreichend um seine persöhnliche Vorliebe zu finden.

 

 

Gruß Achim

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#6
Hallo Stefan,

Die Frage ist ganz einfach beantwortet, wie bereits gesagt:

Wenn du keine (deutlichen) Unterschiede siehst, dann lohnt sich der FP4+ nicht mehr.

 

Du musst jedoch ein gut bewertbares Bild mit dem maximalen Format nehmen und gleiche Bedingungen bei den Photos haben (wie bereits erwähnt).

Auch müssen die Filme richtig belichtet und entwickelt sein. Bei mir hat der FP4+ in ID11 nur 64 ASA und der alte TRI-X 250 ASA erreicht. Wenn du das bei der Belichtung nicht berücksichtigst, hast du im Positiv in den Lichtern weniger Korn, dafür sind die Schatten abgesoffen. Es könnte also durchaus sein, dass du mehr Unterschiede siehst, wenn du richtig belichtest und enwickelst.

 

Ich kenne nur den FP4+ und den alten Tri-X. Da war ein sehr deutlicher Unterschied, aber selbst der FP4+ war mit für KB und 30x40 cm Abzüge zu wenig auflösend in ID11. Für MF war der FP4+ bisher mein Standard- und Lieblingsfilm. Immer, wenn ich groberes Korn wollte, der Tri-X.

 

Ich benutze sowohl für KB als auch für MF je 2 Filmkombinationen: Eine höher auflösende und eine schnelle "Charaktervolle"

Wenn die Unterschiede so klein geworden sind, dann macht diese Filmkombination sicherlich keinen Sinn mehr.

 

Du solltest dich also fragen, ob du eine höhere Auflösung haben möchtest, als du mit dem FP4+/ID11 erreichst, oder ob du mehr "Charakter/Korn" haben möchtest, als du mit dem neuen TRI-X/ID11 erreichst, und dann einen oder beide Filme ändern. Wenn du beide Fragen verneinst und mit den Ergebnissen des Tri-X zufrieden bist, dann ist das der richtige Film für dich :-)

 

Einen anderen Entwickler würde ich aber in der Tat ausprobieren.

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