Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
ADOX-Filme nicht mehr da?
#1
Da sieht man mal... hab jetzt eine Weile nicht mehr reingeschaut. Gab es im Herbst nicht noch Adox-Filme? Ich hab mir damals z. B. Ultra400 bestellt. Die Negative liegen hier... Jetzt scheinen die nicht mehr im Sortiment zu sein. Also jedenfalls Mittelformat,

 

Bei der Gelegenheit: Wie ist der Foma 100 und 200 im Vergleich zum FP4+ und wie der Foma 400 im Vergleich zum HP 5? Ich kenne die Foma-Filme noch nicht, aber die Ilford dagegen sehr gut.

 

Danke für eure Einschätzung.

 

(Die Frage kommt, weil ich mich jetzt für den Sommerurlaub eindecken will, es geht hauptsächlich um Landschaft und Häuser Smile )

 

Rolf
Zitieren
#2
...ganz einfach - you get, what you pay for... Gut, beim Mittelformat ist das jetzt nicht ganz so tragisch, aber die Ilfords spielen doch in einer anderen Liga...

Gruß

Wolf
Zitieren
#3
Ämmmmmm - wegen 1 Euro Unterschied im Preis ist der Foma "schlechter"? Oder wie soll ich das deuten Wink Hab deinen Post 3x gelesen, aber so richtig schlau werd ich nicht daraus...

Zitieren
#4
Zitat:Ämmmmmm - wegen 1 Euro Unterschied im Preis ist der Foma "schlechter"?
 

Nein, nicht *wegen*. Korrelation heißt nicht gleich Kausalität. Gemeint haben wird Wolf, dass in diesem Fall der Preisunterschied den Qualitätsunterschied recht gut widerspiegelt.

Zitieren
#5
Hallo Rolf,

 

es gibt doch noch Adox Filme, den Silvermax und den CHS 100 II zumindest als KB-Film.

Ich gehe davon aus das du nach 120er Film suchst... sieht bei Adox leider im Moment nicht so dolle aus... wird bestimmt noch...

 

Die Fomafilme sind meiner Meinung nach ein bisschen speziell. Der 100er und der 400er sind klassische Filme, der 200er ist irgendetwas in Richtung Sigma/T-Grain.

 

Die Filme sind von der Emulsion kleine Zicken oder Diven. Probleme mit Kratzern oder Emulsionsfehlern hatte ich aber bisher nicht. Die Filme neigen sehr schnell zum Aufsteilen ab Zone 7 bei "unkontrollierter Entwicklung" nach Waschzettel. Die angegebene Empfindlichkeit erreichen die Filme auch nicht.

Ich habe die Filme mir Rodinal, Xtol und D74 / RHS DC getestet, ausgemessen und versucht die Kurve gerade zu halten.

Das ist mir am besten mit D74 gelungen. A49 scheint mir für diese Filme optimal zu sein, habe ich aber nicht getestet.

Der Foma Classic 100 kommt bei mir auf knappe 64 ASA, der Foma 200 Creative auf gute 80-100 ASA und der Foma 400 Action auf knappe 250 ASA.

Wenn man den Entwicklungsprozess auf seinen Lieblingsentwicker eingetestet hat, findet man günstige Filme die gut funktionieren aber nicht direkt mit der Konkurrenz verglichen werden sollen/dürfen. Die sind halt irgendwie anders - aber irgendwie hübsch...

 

Mein Favorit der Foma Classic 100 in Rodinal 1+50. Ist kein AGFA APX 100 aber auch kein ADOX CHS 100... er ist irgendetwas dazwischen oder so - er wird aber nie ein Tmax, Acros oder FP4+ sein!

 

LG Oliver
Zitieren
#6
Was ist denn damit - ADOX: PAN 25 Rollfilm 120, kein Lagerbestand, Voraussichtlich lieferbar am 23.07.2014? Klingt irgendwie widersprüchlich...
Zitieren
#7
Hallo Photux,

heute ist immer noch der 22.7., aber ich hab gerade einen Schwung bestellt waren am Lager,

aber ob das was ist? 

Natürlich auf Rolf - Werner bezogen, denn ein 25er wenn er nen 400er sucht? Aber vieleicht gibt das eine neue Erfahrung für ihn.

Gruß Achim

Zitieren
#8
Vielen Dank für eure vielfältigen Antworten.

 

Wie würdet ihr denn jemandem den FP4 schildern, der ihn nicht kennt?

 

Ich wusste gar nicht, dass die Ilford-Filme so was besonderes sind. Bei mir kommt der FP4 etwas zwiespältig rüber: Bei bedecktem Himmel oder im Schattenbereich bringt er eher flaue, langweilige Motive. Bei Sonnenlicht neigen die Schatten dazu, abzusaufen, was aber auch daran liegen mag, dass ich gern mit Filtern spiele, die die Kontraste noch etwas hochjagen. Aber im Schattenbereich hat das beim FP4 gar keine Wirkung, andere Filme zeigen da noch Reaktionen. (Der HP5 hingegen war bei mir schon vor 30 Jahren grundsätzlich flau, egal ob mit oder ohne Filter.) Für mich schien der FP4 von früher her schon eher wie ein Garant für steile Kontraste, und bei meinen letzten Aufnahmen im Herbst hat er das wieder bestätigt.

 

Ich sollte das präzisieren: Ich habe viele Aufnahmen dabei mit starken Lichtern und schwachen Schatten, also wenig Abstufung in der Mitte. Ihr habt sie gesehen, ich hatte ein paar eingescannt und gefragt wegen der Abzüge (eigentlich ein anderes Thema, aber wenn ich mir das jetzt nochmal so ansehe, hat er wieder genau so reagiert wie früher).

 

In meiner Sturm- und Drangzeit Smile hab ich gern Aufnahmen mit starken Kontrasten gemacht, das sah für mich "frischer" aus, also FP4 mit Rotfilter und auf Gradation 4 oder 5 abgezogen... Nun gut, man wird älter, und heute mag ich gut durchgezeichnete Bilder mit vielen Grauschattierungen meist lieber.

 

Und wenn ich jetzt Oliver folge, kann der Foma das eher nicht, da hätte ich dann evtl. Probleme mit den Lichtern, richtig?

 

400er such ich eher nicht, aber 25 wäre mir auch zu wenig, ich hab nicht immer ein Stativ mit. Andererseits eine reizvolle Sache, gerade wenn Stillstand + Bewegung im Bild ist.

 

Also, wenn ich das jetzt alles so lese, komme ich zu dem Schluss, dass ich mit dem FP4 auf der sichersten Seite bin, wenn ich mir nicht zu viele Gedanken über Entwicklung usw. machen will.

 

Habe ich das richtig gedeutet? Aber eure Meinung über den Film (so im Gegensatz zu den anderen) würde mich trotzdem mal interessieren.

 

Rolf
Zitieren
#9
Hallo Rolf,

 

mit welcher Empfindlichkeit belichtest Du den FP4+?

 

Die besten Ergebnisse erhielt ich bisher mit Microdol-X (gibt es nicht mehr) oder Perceptol in der Verdünnung 1+3. Von W. Moersch gibt es einen Microdolnachbau.

 

Aber D-76/ID11 bei ISO 64/19 ergibt beim FP4+ auch exzellente Ergebnisse.

 

Der HP5 von vor 30 Jahren hat mit dem HP5+ von heute nicht mehr soviel zu tun. Allerdings zeigt er m. E. seine besten Seiten mit Microdol-X/Perceptol 1+3 bei natürlich reduzierter Empfindlichkeit. Aber der HP5+ ist robust und kann mit D-76/ID11 seine Nennempfindlichkeit erreichen, mit Microphen kann man auch darüber gehen. Allerdings gefällt mir der Tri-X 400 besser als sein Ilford Pendant.

Zitieren
#10
Zitat:Hallo Rolf,

 

mit welcher Empfindlichkeit belichtest Du den FP4+?
 

In XTOL 1+1 und 1+2 erreiche ich 100 ASA bei recht gerade Kurve (10 Minuten / 13 Minuten). Das Korn ist sehr fein und scharf. Je  höher ich XTOL verdünne, desto schärfer wird das Ergebnis.

 

Der FP4 ist ein klasse Film, der bei mir, bei korrekter Behandlung, von den Schatten bis in die Lichter volle Zeichnung aufweist und einfach zu vergrößern ist. Die Verdünnung 1+3 muss ich noch eintesten. Bei vielen Filmen wird hier die Empfindlichkeit gesteigert, die Kantenschärfe erhöht und die Kurve in den Lichtern abgeflacht. Ein Delta 100 hat beispielsweise in XTOL 1+3 satte 125ASA (je nach Auslegung ob 0,1 oder 0,12 über Schleier kann man auch von 160ASA ausgehen). Die Lichter flachen ab Zone VIII deutlich ab und ich verzichte oft auf eine angepasste N-1 Belichtung/Entwicklung, weil die Negative einfach zu vergrößern sind.
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste