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Wo kaufe ich meine Fotoverbrauchsmaterial und was gebe ich aus
#21
Die Frachtkosten nicht zu rechnen wäre jetzt aber in jedem Falle unfair. Die fielen auch dann an, wenn wir genauso einkaufen könntne wie die britischen Kollegen und Euch werden sie auch berechnet. Außerdem geben wir Rabatte bei größeren Mengen. Das war schon immer so und wird demnächst auch im Shop kenntlich gemacht. Ist schon länger in Vorbereitung. Wenn wir sparen können, geben wir den Vorteil auch gerne weiter. War auch schon immer so :-)

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#22
Also ich verstehe die Beschwerden nicht (bzw. schon, weil niemand gern Geld hergibt, aber das ist jetzt nicht der Punkt): wenn wir analog fotografieren können wir uns nicht einfach mit der Digitalfotografie vergleichen, das schwingt nämlich immer so mit......wenn es darum geht Masse zu produzieren, wird digital immer deutlich billiger sein (und dementsprechend sind die einzelnen Fotos auch nichts mehr wert, weder subjektiv noch marktmäßig - Berufsfotografen kennen das Phänomen der Entwertung der Bilder, die zahlen da nämlich massiv drauf)

 

Wenn man analog fotografiert heißt das Beschränkung, man kann dann halt auch nur so viel machen, wie man sich leisten kann (und für die Hersteller muss man hoffen, dass sich möglichst viele möglichst viel leisten können). Es war früher jedenfalls viel teurer, also vor den Neunzigern und dann dem Preisverfall mit der Digitalfotografie und ich denke mal dass jeder Analogfotograf damit rechnen muss, dass die Sachen teurer und nicht billiger werden, weil es eben nicht anders geht.

 

Daher bitte nicht über die Preise meckern, sondern Leute motivieren analog zu fotografieren und vielleicht denkt der eine oder andere, wenn politische Entscheidungen anstehen, einmal daran, dass die kleinen und mittleren Unternehmer die Ärsche und Melkkühe der Nation sind (da unterscheidet sich Deutschland nicht von Österreich) und zwischen Großkonzernen, die Macht haben weil sie viel zu viel Geld haben, und Arbeitern, die Macht haben, weil sie viel sind, politisch unter die Räder kommen und somit keine Lobby haben.

 

lg Thomas

analog rockt.

VFDKV #252
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#23
Also, ich habe in den letzten Jahren meine analoge Ausrüstung (Canon FD) Stück für Stück auf die Top-Modelle der damaligen Zeit (Kameras und Objektive, meist L-Versionen). Vergleichbares aktuelles in Digital würde von der Größenordnung um und bei  das zehnfache kosten und wäre nach kurze Zeit nur noch die Hälfte wert. Meine FD-Ausrüstung könnte ich wahrscheinlich heute immer noch mindestens zu meine Erwerbskosten wieder verkaufen.

Wenn ich die da entstandene Ersparnis in Filme umsetzen würde, könnte ich wahrscheinlich die nächsten 50 Jahre oder mehr umsonst fotografieren. So gesehen ist es für mich relativ wenig wichtig, ob ein Film nun etwas mehr oder weniger kostet.

Abgesehen davon ist das auch nicht ausschlaggebend für meinen Spaß an der analogen Fotografie.

 

Gruß,

Hendrik

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#24
Stimmt natürlich, wir alle haben ja unsere Gründe warum wir auf Film fotografieren. Nur wenn es darum geht in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Fotos in möglichst zigfacher Ausfertigung zu produzieren, dann ist man digital trotzdem im Vorteil, nur wollen wir das ja eben gerade nicht:-)

analog rockt.

VFDKV #252
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#25
Liebe Leute! Da mir just in diesem Moment eine "Fotostubenzeitung" (das ist der Vorgänger des Brenner-Katalogs) von Sommer 1981 (!!!) in die Hände gefallen ist, muss ich diesen Uralt-Thread unbedingt aus der Versenkung holen. Ein Paar Preisbeispiele gefällig? Also (alles natürlich in DM!):

 
SW-Filme: llford 135/36 4,25, 120 2,95, Kodak 135/36 5,50, 120 4,30
CN-Filme: ca. 8-12
Dia-Filme: Kodachrome (m.E.) 15,95, E6 o.E. ca. 10-15
SW-Papier: Ilford Multigrade 18x24/100 51,95 (und das war qualitativ mit dem heutigen nicht zu vergleichen!)
Galerie (festgraduiertes Baryt) 18x24/100 61,75
 
Das sind im Mittel, ganz grob, in DM die Preise, die wir heute in EUR zahlen müssen, also etwa die Hälfte. Ok, SW-Filme sind teurer, CN- und Diafilme dafür erheblich billiger. Beim Papier kommt's ungefähr hin (bis auf Baryt). Die Entwicklung der Kaufkraft entspricht dem in etwa, und wenn man dann noch bedenkt, dass das damals Massenprodukte waren und heute Nischenprodukte sind, frage ich mich, worüber wir uns eigentlich beschweren???
 
Meiner Meinung nach liegt das Problem ganz woanders, und das ist ein Stück weit eine gesellschaftliche Sache: Früher gab's einfach nicht so viele andere Dinge, die Geld kosteten und die man unbedingt haben musste: Keiner zahlte 30-50 EUR im Monat für ein Handy (das nach 2 Jahren, wenn es einem endlich gehört, bereits völlig veraltet ist) und z.B. ein Fernseher wurde ersetzt, wenn er irreparabel kaputt war; nicht, weil es einen neueren/größeren/besseren gab. Dasselbe mit Autos (so zumindest die Beobachtung in meinem näheren Umfeld).
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#26
Hallo Clemens,

 

danke für das Hochholen des alten Threads. Den kannte ich nicht, war sehr interessant (ich glaube, ich war vor 2 Jahren noch nicht so aktiv dabei). Mirko tut mir leid, es wird ja nicht besser geworden sein. 29 % Bruttomarge? Da würde mancher Händler nicht mal morgens die Tür für aufschließen, das kann auf die Dauer nicht gesund sein. Wir haben zwei Firmen in der Familie, mein Schwager ein Handwerker und wir Dienstleister. Ich kann ein bisschen einschätzen, was er meint.

 

Und dein Fund bestätigt mein "Gefühl", die Preise sind in etwa die von damals in Euro.

 

Ihr alle habt recht, wenn ihr sagt, dass ihr keine Massen produzieren wollt wie mit digital. Natürlich habe ich auch eine Digiknipse, und die finde ich auch für manche Sachen ganz toll. Aber analog ist eben analog, und... "da weiß man, was man hat" Smile

 

Das ist wie mit der Entscheidung, ob man s/w oder Farbe fotografieren will. Kommt eben auf das Motiv an und die Gelegenheit usw.

 

Und trotzdem: Ich saß eigentlich vor der Kiste, um eine Bestellung aufzugeben, und wieder die Frage im Hinterkopf: Wenn ich die Chemie soundso oft nehme, wieviele Filme kann ich damit durchziehen, wieviele Bilder? Ach, nur 12, 10, 8 Bilder für xxx Euro?  Und ein Abzug kostet mich dann... was?

 

Man kommt ziemlich leicht in die Versuchung, analog mit billig-digital zu vergleichen, weil es einem täglich unter die Nase gehalten wird. Und dann muss man sich immer wieder klarmachen, dass es einem ja um das EINE, vielleicht die ZWEI richtig guten Motive auf dem Film geht, und die mal RICHTIG schön abziehen, und da mal RICHTIG viel Mühe drin investieren, und dann relativiert sich das Wink Ich bin mit analog aufgewachsen und KANN auch noch gut umschalten auf "erstmal das Motiv suchen, dann abdrücken".

 

So, jetzt fällt mir nichts mehr ein, jetzt wird bestellt, ehe es den Laden nicht mehr gibt Smile

 

Rolf

 

P.S.: Die Brandschutzklingel ist natürlich der Hammer, ganz so schlimm treiben sie es hier in Osnabrück noch nicht.

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#27
...bei vielen ist das Jammern auf sehr hohem Niveau. Ich bekam meine erste Kamera 1963 - da war fotografieren wirklich teuer. Nicht umsonst gab es in der Zeit sogenannte "Wochenendfilme" - das waren "halbe" 120er mit der 6 Aufnahmen 6x6. Daneben gab es für Kleinbild Nachfüllpackungen - also Patrone auf, neue Spule mit Film rein, Patrone wieder zu. Teilweise hatten diese Nachfüllsets einen Vorspann aus Deckpapier, so dass man auch bei Licht seine KB-Patrone neu befüllen konnte. Ein Kleinbild-Diafilm kostete übrigens so um die 20,00 DM - bei 'nem durchschnittlichen Monatsverdienst von 1000,00 DM. Einen Vorteil hatten diese Zeit aber - Dank Preisbindung brauchte man keine Zeit für Schnäppchenjagd zu verschwenden. Ein Agfapan IF kostete in Hamburg genau so viel wie in München. Naja, wenn man auch mal bedenkt, was heutzutage ein Päckchen Zigaretten kostet, sollte sich manche schon mal Fragen gefallen lassen: Vergifte ich jetzt mich und meine Umwelt oder mach ich was Kreatives... ;-)

Gruß

Wolf
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#28
Wenn ich sehe, was unser Gastgeber hier so alles auf die Beine stellt, wenn es um das Erhalten analoger Fotografie in sehr vielen Bereichen geht, muss ich sagen: Respekt!

Das ist alles eigentlich nicht mit Geld aufzuwiegen. Wenn das dann, wenn es etwas teurer ist, von der Kundschaft nicht anerkannt wird, ist es schade. Was nützt es denn, wenn es irgendwann nur noch 1 oder 2 Filme (Entwickler, Papiere,...) gibt, wo sich dann auch nur 2-3 Händler die Preise um die Ohren hauen, letzlich vielleicht nur einer übrig bleibt, der dann die Preise diktieren kann?

 

Außerdem sind die Preise, wie wir an den zitierten alten Preisen gesehen haben, inflationsbereinigt sogar eher günstiger geworden. warum noch jammern? Wollen wir fotografieren oder einen Film möglichst billi9g kaufen?

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#29
Zitat: 

Das ist alles eigentlich nicht mit Geld aufzuwiegen
 

Das ist der entscheidende Punkt. Wann immer in einem Forum das Gepspräch auf die Themenkombination ›Fotografieren‹ plus ›Geld‹ kommt, bin ich raus (»wo kann ich beim Filmkauf noch 10 cent sparen? Welcher Entwickler ist der billigste pro Bild?...«).

 

Natürlich gibt es gute Gründe, auch in Sachen Fotografieren aufs Geld zu schauen. Solche Gründe liegen vor allem dann vor, wenn Leute mit der Fotografie ihr Geld verdienen, d.h. gewissen Sachzwängen unterliegen, deretwegen 10 cent mehr oder weniger pro Film mitunter recht stark zu Buche schlagen.

 

Es mag komisch klingen (und ich spreche in aller Regel nicht so), aber: wenn der FP4 50 cent teurer oder billiger wird -- dann merke ich das nicht mal, weil ich (1) als, wenn auch leidenschaftlicher, so doch immer bloß ›Hobby‹-Anwender so selten mal Filme kaufe, vielleicht einen 10er-Pack pro halbes Jahr, dass ich die Preise überhaupt nicht mental präsent habe. Ich könnte jetzt nicht sagen, ob ich beim letzten Kauf (im März) 4,50 oder 5,50 bezahlt habe. Vor allem aber weil (2) ein solcher Unterschied im monetären Bereich überhaupt keine Relevanz hat in dem Bereich, den ich (eben: anders als der Berufsfotograf) mit dem Fotografieren verbinde, nämlich dem ideellen/kreativen/etc. Natürlich: Ich kann als ordinärer öffentlich Bediensteter mit Kindern und Studienkredit, der noch abbezahlt werden will, weiß Gott keine großen finanziellen Sprünge machen -- die Anschaffung einer Bessa-R oder Cord Vb z.B. waren schon ›Großereignisse‹. Aber: das Letzte, woran ich beim Fotografieren denke (und denken will), ist das Geld. Jedenfalls in den Dimensionen, von denen derartige Gespräche in der Regel handeln.

 

Liebe Grüße

Nils

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