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Foto Kompendium
#1
Habe ich neulich im Web entdeckt. Foto Kompendium aus der Alpenrepublik.
Dort ist ein Artikel der mir aus der Seele spricht. Es gibt keinen schlechten Objektive, sollte man mal gelesen haben.
Habe also nicht die teuren Leitz und weniger teuren Zeiss Linsen gekauft sondern ein 1,4 35mm und ein 2,0 28mm Voigtländer zur günstig erworbenen Zeis ZM. Das 35mm vor dem kauf mal ausprobiert und das 28er blind gekauft.
Für die Differenz kaufe ich lieber Filme und Papier und habe meinen Spass.
Das Leben ist zu kurz als das ich es mit testerei verplempern sollte. 
Ein Kollege, allerdings aus der Digi Ecke erzählte mal das er mittlerweile gut 20 Objektive habe, alle habe er getestet und schmeißt mich dann mit Fachchinesisch zu was ich nicht verstehe weils mich nicht interessiert. 
Vor lauter testerei macht der kaum Fotos.
Das können wir doch besser.
Machen wir doch keine Wissenschaft aus etwas so wunderbarem wie der Fotografie sondern haben wir Spass. 
Wie viele wunderbare, audsdrucksstarke Fotos wurden nicht gemacht weil irgendetwas nicht so war wie? Wie was? 
Nutzen wir die Möglichkeiten, haben wir Spass. Für mich war und wird sie bleiben Spass und Freude über gute Ergebnisse.
Und die Leute die mit Lupen und Mikroskopen an ihre Filme und Fotos gehen waren mir schon immer Suspekt und Spassbremsen.  
Die werden wahrscheinlich auch in Ihren weichen, warmen, braunen Hinterlassenschaften rumstochern um zu sehen ob Sie richtig verdaut haben.
Wie erbärmlich so etwas aus einer so wunderbaren Sache wie der Fotografie zu machen.
 

#2
Manche Tests sind einfach notwendig, sonst sehen die Ergebnisse so aus, wie die oben zitierte braune Hinterlasenschaft. Man kann auch ernsthaft arbeiten und trotzdem daran Spaß haben.

 

 

Viele Grüße

 

Renate

#3
Ich gehe mit vielem, was Analoger gesagt hat, konform. Ohne dabei Tests in Bausch und Bogen zu verwerfen. Nur muss die Reihenfolge stimmen.

Wenn ich bei meinen Bildern Dinge feststellen, die mich stören, die also mein gewünschtes Ergebnis verhindern oder beeinträchtigen, dann mache ich mich auf die Suche nach der Ursache. Dabei ist mir klar, dass das, was ich als Fehler empfinde, für einen anderen Fotografen durchaus kein Fehler sein muss. Der hat ja auch andere (ich sage nicht: falsche oder schlechtere!) Vorstellungen.

Und dann lese ich Fachliteratur, in Foren und im Internet, oder mache Tests.

So rum ist es sinnvoll und fördert meine Arbeit.

 

Leute, die erst testen müssen, bevor sie sich überhaupt trauen, Kameras, Objektive, Papiere etc. zu benutzen, tun sich in meinen Augen keinen Gefallen.

Ich komme ursprünglich aus der Musiker-Ecke, und da hält man es landläufig so: Wenn man ein Instrument sieht, setzt man sich daran und spielt ein paar Töne. Jedes Instrument hat seinen eigenen Charakter und seine Seele, man kann auch technisch Schwächen und Starken sagen. Das herauszufinden und an den Grenzen möglichst viel herauszukitzeln, das ist für jeden Musiker eine Herausforderung und jedes mal ein bisschen wie die Eroberung einer Frau ... kein Musiker würde erstmal Testgeräte ansetzen und Schwingungseigenschaften messen oder die Dicke der Lackschicht. Denn in der Zeit könnte er ja schon Musik machen. Nein, er findet heraus, wie gut das Instrument zu ihm passt - und er zu dem Instrument. Und wenn man bei einem Instrument nicht weiter kommt, nimmt man ein anderes - oder macht sich an die Fehlersuche (neue Saiten, Risse kleben lassen, Dinge erneuern ... usw.)

 

Von daher gibt es in diesem Sinne eben auch keine schlechten Objektive für einen Fotokünstler. Es gibt nur welche, die seine Arbeit nicht befördern, und das können durchaus auch hochpreisige Dinger  von berühmten Firmen ohne einen einzigen Messfehler sein. Manchmal ist aber Perfektion eben inspirationstötend ...

#4
Hast du zufällig einen Link auf den Artikel parat?

Hab im Netz gesucht aber konnte es leider nicht finden.

#5
Das mit dem Link geht nicht oder ich kanns nicht, mag ich nicht ausschließen aber bei Google "es gibt keine schlechten Objektive" eingeben, dann sollte was kommen.
#6
Meine Meinung:

Um seine Ausrüstung optimal nutzen zu können, gehört ein gewisses Maß an Probieren und Tests dazu, um die Grenzen, Limitierungen, aber auch die Stärken zu kennen. Man kann aber alles über-, aber auch untertreiben. Die Übertreiber sind vielleicht die notorischen Pixelpeeper und ebenso notorischen Filme-mit-dem-Mikroskop-Analysierer, die Untertreiber die, die sich am liebsten mit gar nichts beschäftigen, aber dann in den Foren rumheulen, weil nichts funktioniert. In der Mitte liegt der goldene Weg.

#7
Link auf den Artikel: http://www.kittel.co.at/bassena/node/76

 

Dem Vergleich von Morte möchte ich mich anschließen. In der Musik ist ein ähnlicher Trend zu beobachten - die Produktionen werden immer "perfekter", dadurch aber auch charakterloser. So manch legendäres Album aus den 70ern weist aus heutiger Sicht diverse Imperfektionen auf, ist aber trotz oder vielleicht sogar gerade wegen dieser legendär geworden. Ich bin in diesem Kontext immer sehr für eine gewisse Spontanität.

Bei Instrumenten ist es so ähnlich - manche sind gerade wegen ihrer vermeindlichen Schwächen legendär und haben ihren ganz eigenen, inspirierenden Reiz. Ich denke da an die berühmte TB-303, oder den heute immer noch gefragten C64-Sound.

 

Hyperscharfe Digitalbilder mit zig Megapixeln sind eine tolle Sache, und für manche Zwecke sicher optimal. Nicht selten lasse ich meine Olympus Pen aber lieber zu Hause, und gehe mit einer Pouva Start oder einer 2,50€-Plastikkamera auf die "Jagd". Damit gelingen mir durchaus auch sehenswerte Bilder, auch wenn diese technisch völliger Mist sind. Aber was soll's, ich will schließlich Spaß an der Sache haben.

 

In einem Punkt möchte ich dem Artikel allerdings widersprechen; Bildstabilisierungssysteme halte ich für eine durchaus sinnvolle Erfindung, nicht nur für Grobmotoriker. Nicht immer sind kurze Verschlusszeiten oder Nutzung höherer Empfindlichkeiten gewünscht, ein Stativ ist aber auch nicht in allen Fällen erlaubt oder sinnvoll einsetzbar (ich für meinen Teil empfinde es als Beschränkung und habe ein Faible für available light mit lichtstarken Festbrennweiten). Besonders mit preiswerterer Hardware (nicht jeder kann sich hochwertige Kameras und Objektive leisten) hat mir diese Technik schon manches Bild gerettet.

#8
Super, hab vielen Dank für den Link und den interessanten Artikel!
#9
Bei der Musik hat man heute das Problem, dass vor den Mischpulten Techniker sitzen und keine Musiker mehr. Im Extrem artet das dann so aus, dass man einige Sachen zwar gut unterm Kopfhörer in der U-Bahn hören kann, aber von Vinyl durch den Raum getragen klingt es grausam.

 

Insgesamt ist es aber so, dass sich auch unsere Sehgewohnheiten ändern, geändert haben. Viele großartige analoge Ikonen wirken mittlerweile irgenwie profan und unscharf (subjektiv sind die Bilder immer zwar immer noch Ikonen und werden auch bleiben, objektiv gesehen habe ich aber recht.) Das gleiche glit auch bei den HD Fernsehern. In HD sehen sehen remasterte Filme irgenwie viel profaner aus. Ebenso wie billige B-Movies. HD und Auflösung raubt einem eben doch eine wenig die Magie am Bild.

 

Gruss Sven.

#10
Also ich habe mich eigentlich fest entschlossen mir im nächsten Monat einen TV zu kaufen.

Mein Vater hat einen neuen und vom Bild her bin ich total begeistert. Ist schon eine schöne Sache und atemberaubend was es für Filme gibt und wie sie plötzlich wirken.

Leider blicke ich unter der Fülle an Angeboten gerade nicht mehr durch...wieder so ein tolles Ding der heutigen Zeit.

Früher hatte man nichts und hatte es schwer und heute hat man alles und kommt damit auch nicht zurecht.
  


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