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APX100 mit Caffenol Problem
#1
Hallo zusammen,

   ich bin neu hier im Forum und hab direkt eine Frage zum Thema Caffenol.

Ich wollte einen APX100 120er Rollfilm mit Caffenol entwickeln und nachher mit Calbe A300 fixieren.

Folgendes Vorgehen hab ich gewählt:

Wässern, Entwicklung 15min,Wässern, Fixierung 12min, Wässer, Netzmittel

 

Die Bilder sind eindeutig zu erkennen, also hat die Entwicklung irgendwie funktioniert. Das Problem ist jetzt, daß das Trägermaterial dunkelgrau eingefärbt ist. Der Unterschied zwischen den belichteten und unbelichteten Stellen ist minimal und für den späteren Einsatzzweck (Cyanotypie) nicht geeignet.

Meine Frage ist: Wo kann das Problem liegen und kann ich die Negative noch retten? (wäre schön, ist aber nicht wichtig)

Ich hab mal testweise ein Negativ in C41 Bleichbad getaucht, wodurch alles etwas transparenter wurde. Das Ergebnis war aber nicht brauchbar. (Wurde mir von einer Bekannten empfohlen)

 

Schonmal Danke für euere Ideen.

 

Gruß,

   Bastian

 

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#2
Hallo Bastian,

 

herzlich willkommen in diesem Forum.

 

Meine Gegenfragen an Dich: warum hast Du keinen erprobten und etablierten Entwickler verwendet?

Was hast du Dir vom Caffenol erwartet?

 

Gegen die Verwendung von Instand Kaffee zur Filmentwicklung spricht m.E., daß

a. der Gehalt an reduzierenden Substanzen nicht definiert und nicht standardisiert ist und

b. es etliche andere (organische) Inhaltsstoffe gibt, die Einfluß auf den Film nehmen können.

(Denkbar wäre z.B. daß nicht definierte organische Farbstoffe den beschriebenen "Schleier" verursacht haben).

 

Da man das alles nicht so genau weiß, ist es auch nicht einfach Gegenmaßnahmen zu finden.

 

Für Cyanotypien brauchst Du Negative mit einem hohen Kontrast.

Ich würde es in Zukunft mit einem Standard Entwickler (z.B. D 76) mit längerer Entwicklungszeit oder höherer Konzentration versuchen.

 

Ich denke mit einer kurzen Recherche wirst Du ausreichend seriöse Information finden.

 

Selbst wenn Du den seltsamen Schleier von Deinem Film entfernt bekommst, wird der Kontrast immer noch zu gering sein.

Deshalb würde ich in den fehlgeschlagenen Film gar nicht mehr so viel Arbeit und Zeit investieren.

 

Aber: solche Fehlschläge sind hilfreich. Man kann daraus viel lernen.

 

Herzliche Grüße

klaus

 

 

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#3
Hallo Klaus,

   erstmal Danke für das Posting. Warum Caffenol? Ich wollte einen Entwickler haben, der einfach und schnell zu bekommen ist. Das Fixierbad hält sich ja relativ lange, aber der Entwickler muss i.d.R. schnell verwendet werden. Ich hab mir jetzt aber echten Entwickler besorgt und damit läuft es.

 

Den Tipp mit der höheren Konzentration werd ich mal testen. Ich hab aber schon Cyanos mit, negativen vom Labor, gefertigt und fand das Ergebniss brauchbar. Leider hab ich aber noch Probleme mit der Herstellung des Cyano-Papieres, da mit gleicher Belichtungszeit die Ergebnisse mal brauchbar sind und mal nicht. (Ich belichte mit einem UV-Belichter)

 

Gruß,

   Bastian

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#4
Hi Bastian,

 

wenn Du mit einem selbst angesetzeten Entwickler arbeitest (egal ob mit oder ohne Kaffee), ist das doch das Gegenteil von "einfach und schnell".

Du braucht unterschiedliche Chemikalien (aus unterschiedlichen Qellen), muß diese abwiegen  (abmessen), in Lösung bringen. Dann sollte eine Testentwicklung zur Ermittlung der Entwicklungszeit erfolgen...

 

"Einfach und schnell" ist das Arbeiten mit einem Standardetwickler. Den kaufst Du zusammen mit den Filmen und dem Fixierbad.

Du wirst auf Anhieb ein brauchbares Ergebnis bekommen, wenn Du Dich an die angegebenen Entwicklungszeiten hälst.

 

Wie gesagt: den höheren Kontrast für die Cyanotypien bekommst du durch verlängerte Entwicklungszeit oder einen höher konzentriert angesetzten Entwickler.

 

Viel Erfolg und viel Spaß!

Berichte mal bei Gelegenheit wie es funktionert hat.

 

Herzliche Grüße

Klaus

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#5
Hallo Bastian,

 

wenn du schreibst, dass die Cyanos mal brauchbar und mal unbrauchbar sind hängt es normalerweise nicht mit der Beschichtung des Papiers zusammen. Ein Punkt ist sicherlich, wie Klaus schon geschrieben hat das  Negativ. Wenn du mal beschreibst was nicht funktioniert können  wir dir bestimmt helfen. Die Belichtungszeit sollte bei einem UV-Belichter (ca. 20 cm über dem Bild) ziemlich kostant bei 20-25 Minuten liegen.

 

Gruss Sven.

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#6
@Klaus: Naja, mir ging es halt um die schnelle Beschaffbarkeit. Die Zutaten für Caffenol gibts halt im Supermarkt um die Ecke. Fixierbad hält sich lange genug, aber der Entwickler ist schnell um. Das mit dem Kontrast werd ich testen, darin liegt mein Problem aber nicht. 

 

@Urnes: Ich nutze das selbe Negativ, also kann es nicht daran liegen. Und der Belichter ist auch der Selbe. Das Problem ist, daß die Bilder viel zu Hell sind, als hätte ich nicht lange genug Belichtet. Die Papiere hatte ich frisch beschichtet, deshalb glaube ich, daß es daran liegt. Ich hatte aber kein destilliertes Wasser da, deshalb hab ich normales Leitungswasser verwendet. (ich teste das morgen nochmal mit destilliertem Wasser)

 

Gruß,

   Bastian

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#7
Das liegt nicht am Wasser, sondern eher am wässern. Wenn das Wasser zu kalt ist und du zu viel bewegen musst wäscht sich die Farbe wieder aus dem Papier aus. Probiere es mal mit wärmerem Wasser. Ich hab das schon mal in meinem Blog beschrieben:

http://so-froehlich.de/blog/2012/08/08/cyanotypie-3/

 

Gruss Sven.
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#8
Nur so schnell als Kommentar: Beispielsweise Adonal (Rodinal) ist nicht schnell mal um. Der hält eher einige Jahre. Da ist das Aroma von Kaffee schon längst verflogen ... ;-)

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#9
Da schließe ich mal voll und ganz der Meinung von Morte an.

Adonal ist lange haltbar, flexibel, gut dokumentiert- und wahrscheinlich noch preiswerter als ein Glas Kaffee.

Auch wenn er nicht mein Lieblingsentwickler ist- würde ich ihn hier für diesen Zweck uneingeschränkt empfehlen.

 

Herzliche Grüße

Klaus

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#10
Oha... dann hab ich mich mit der Haltbarkeit geirrt. Ich hab irgendwo mal gelesen, daß der nur ein paar Wochen haltbar sein soll. Aber die Ergebnisse sind auf jeden Fall brauchbar für meine Zwecke. Ich hab Heute Cyanos in der Sonne belichtet und hatte bei ca. 40min Belichtungszeit brauchbare Ergebnisse. Im UV-Belichter hab ich die erst nach ca. 60min. Mich wundert das, da ich bei den letzten Papieren mit ca.20min gute Ergebnisse hatte. Komische Sache.

 

Gruß,

   Bastian

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