ich habe am Wochenende das erste mal das Adx MC Lith-Papier ausprobiert. Da es für Lith Prints gedacht ist habe ich es natürlich auch dafür verwendet. Meine Erfahrungen damit sind etwas zwiespältig, hier ein kurzer Erfahrungsbericht:
Die Probestrifen, die ich vorab (zum Feststellen der Entwicklungszeit) in Adotol Konstant entwickelt habe zeigten entgegen der Beschreibung im Shop keinerlei Schleier. Auch bei den Lichtern war keinerlei Vergrauung festzustellen.
Mein erster Versuch war mit Moersch SE5 in Verdünnung 1+15 mit einer Verschlusskappe voll Starter D (Bromid). Die Belichtung war das Vierfache der bei den Probestreifen ermittelten. Das Ergebnis war etwas enttäuschend. Die Entwicklung braucht recht lange und die tiefen Schatten kommen erst ziemlich spät, man braucht schon ziemlich viel Geduld. Auch die Farbigkeit war recht zurückhaltend.
Der nächste Versuch war dann mit mehr Licht (+ 1 Blende) und stärkerer Verdünnung (1+20) sowie einer weiteren Verschlusskappe Lith D.
Das Ergebnis war schon etwas farbiger und hatte mehr die Anmutung eines Lith-Prints. Von dem Beispiel im Shop ist es jedoch weit entfernt. Diese kräftigen Braun- und Orangetöne stellten sich gar nicht ein. Das ganze sieht von Farbton eher eher aus wie ein sehr warm entwickelter Print. In den Schatten sieht man man beim genauen Hinschauen den Lith-Effekt (dezentes Korn).
Bei Gelegenheit werde ich auch mal einen Scann hier einstellen.
Hat eventuell jemand dieses Papier auch schon mal verwendet und kann über seine Erfahrungen berichten? Mich würde vor allem interessieren, ob es einen "Trick" gibt, mehr Farbigkeit beim Lithen zu erhalten.
Nach einigem Ausprobieren hat sich der Kodak X-TOL als mein Standard-Filmentwickler etabliert. Er ist wirklich extrem feinkörnig und hat noch dazu eine gute Empfindlichkeitsausnutzung.
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Was ich suche wären jetzt noch zwei, drei Alternativentwickler unter folgenden Gesichtspunkten:
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1.) Ein weiterer Allroundentwickler, der allerdings das Korn etwas mehr betonen darf im Vergleich zum X-TOL, eine ausgezeichnete Kantenschärfe hat und sehr ausgleichend arbeitet. Die Nennempfindlichkeit des Films sollte erreicht werden. Das Konzentrat oder die Stammlösung sollte lange haltbar sein. Zumindest 1 Jahr. Mit "das Korn etwas mehr betonen" meine ich allerdings keine Rodinal-Geröllwüsten. Das ist mir zu extrem! Mit einem scharfen, aber immer noch recht feinen Korn kann ich mich allerdings anfreunden und finde das für gewisse Bildmotive sehr vorteilhaft. Was könnt ihr unter Beachtung der zuvor genannten Punkte empfehlen?
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2.) Einen extremen Feinkornentwickler, der noch feiner als X-TOL arbeitet. Blendenverlust von 1 Blende oder sogar mehr nehme ich gerne in Kauf. Verwaschen sollte das Bild nicht sein, wenn es aber nicht ganz sooo knackig ist wäre es kein Problem. Haltbarkeit spielt auch nicht so eine große Rolle. Ich denke natürlich gleich an Perceptol, CG512 und HRX. Nur sind die tatsächlich noch feiner als X-TOL? Ich habe schon öfter gelesen, dass der Perceptol nicht viel mehr schafft als X-TOL. Vom neuen hochgejubelten HRX von Spur habe ich Vergleichsbilder gesehen, wo mir eigentlich überhaupt kein Unterschied zu einem ID-11 aufgefallen ist. Gibt es da also noch etwas oder ist X-TOL eigentlich schon das Maximum?
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3.) Einen guten Push-Pull-Entwickler. Dafür überlege ich mir den Spur Ultraspeed Vario. Hat damit schon jemand Erfahrung gemacht?
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Mich würde es besonders freuen wenn mir hier jemand weiterhelfen kann, der ebenfalls X-TOL verwendet oder früher verwendet hat und einen Vergleich zu anderen Entwicklern hat, der den oberen Gesichtspunkten entspricht. Ich kann mir einfach an Hand vom X-TOL am besten einen Vergleich vorstellen. Trotzdem freue ich mich natürlich auch über jeden Kommentar und Tipp von Nicht-XTOL-Usern!
Habe am Wochenende schnell mal ein paar Abzüge machen müssen, und dabei fiel mir folgendes auf:
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Das harte Foma scheint bei mir schnell tief schwarz zu werden, das weiche wird aber bestenfalls anthrazit, nicht wirklich schwarz, egal wie lange man belichtet. Dadurch wirkt das ganze Bild eher grau-in-grau, das Weiß kommt auch nicht so schön (es ist aber dasselbe Weiß, wenn man es daneben hält).
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Das ganze in Eukobrom.
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Liegt das am Foma oder am Entwickler oder an mir? :-)
ich habe mir für meine Rolleiflex 6008 einen 45° Prismensucher zugelegt, der aber innen gereinigt werden muss (Fungus auf dem Spiegel). Nun weiß ich aber nicht, wie man diesen öffnet, hat hier jemand Erfahrung damit?
ich habe eine größere Menge an Farbpapieren bekommen. Kann ich meine s/w Negative auch auf dem Farbpapier belichten oder büßt man sehr an Qualität ein?