in Ermangelung von Eiern möchte ich heute zum ersten Mal Bilder tonen. Vor mir steht eine Flasche Adox Selentoner. Bevor ich mich ans Experimentieren mit verschiedenen Zeiten und Verdünnungen wage, möchte ich aber erst noch zwei Fragen stellen:
Es gibt da eine Diskrepanz zwischen der Flaschenbeschriftung und dem Text im Fotoimpex-Shop. Auf der Flasche steht:
Quote:In der Verdünnung 1+5 wird gleichzeitig eine Steigerung der Maximalschwärzen erzielt.
Verdünnung zur Tonung: 1+10 bis 1+25
Verdünnung zur Bildstabilisierung: 1+50 bis 1+200
Im Shop liest man:
Quote:zum Tonen 1+20 bis 1+50
nur zur Bildstabilisierung 1+100 bis 1+400
Mich interessiert vor allem die Tonung und die Steigerung der Maximalschwärzen. Aber wie nun beginnen: 1+5, oder 1+10, oder 1+20? Und findet in den zwei letzteren Verdünnungen keine Steigerung der Schwärzen statt? Und was ist mit 1+5, tont das etwa nicht, wie auf der Flasche impliziert? Oder wie jetzt?
Die zweite Frage ist ganz kurz: Wie ergiebig und haltbar ist so eine verdünnte Mischung? Ich nehme an, man entsorgt sie nicht nach nur einmal tonen.
ich beschäftige mich derzeit mit der Frage, inwiefern man den Kontrast des Negatives - zum höheren Kontrast hin - auch mit der Belichtung steuern kann.
Ausgehen möchte ich von der Annahme, dass Schwarz (Zone I) immer Schwarz bleibt, bzw. dass die völlig transparenten Stellen im Negativ immer transparent bleiben, egal wie lange belichtet oder entwickelt wird. Dies wäre dann die Voraussetzung für eine Erhöhung des Kontrastes - denn alle anderen Zonen "rutschen" sowohl bei der Verlängerung der Belichtung als auch bei der der Entwicklung nach oben.
Irgendwann müsste es dann aber zu einem Schleier kommen, welcher sich auch über die transparenten Stellen im Negativ legt. Ich gehe aber davon aus, dass sich ein solcher Schleier erst nach extremer Überbelichtung bzw. langer Quälerei im Entwickler bilden wird und dass ich hier Schleierbildung vernachlässigen kann.
Nun wäre es natürlich interessant, bei Motiven mit einem geringen Kontrastumfang - z. B. eine Landschaft bei bedecktem Himmel - den Kontrast einfach durch eine "Überbelichtung" zu erhöhen. Ich habe das Wort Überbelichtung bewusst in Anführungszeichen geschrieben, denn bei einer solchen, kontrastarmen, Lichtsituation belichtet man einen normalen S/W-Film ab 100 ASA natürlich noch lange nicht über.
Ich messe also so, dass auch die Schatten Zeichnung bekommen und würde zwei Blenden über meinem Messwert belichten. Was würde passieren? Schwarz würde schwarz bleiben. Alles andere würde nach "oben rutschen". Zusätzlich wäre mit einer besseren Schattenzeichnung zu rechnen. Dadurch, dass sich an Zone I nichts getan hätte, alle anderen Zonen aber um zwei Werte nach "oben gerutscht" wären, hätte ich den Kontrastumfang um zwei Blenden erhöht. Nun kommt meine eigentliche Kernfrage:
Ist diese Art der Kontrastanhebung identisch mit jener, bei der das Negativ länger entwickelt wird? Wer weiß mehr?
Oder irre ich mich grundsätzlich mit meiner Theorie der Kontrastanhebung via Belichtung?
In meinem Rezept zur Umkehrentwicklung steht man soll dem Erstentwickler 5mg Kaliumiodid zugeben. Ist dies für den Erstentwickler dringend notwendig oder würde es auch ohne gehen?
Egal ob Filmentwicklung, Papierentwicklung Farbe oder Schwarzweiß. Das ADOX Thermometer misst präzise und zuverlässig. Seine große Anzeige ist auch bei Rotlicht gut abzulesen und wer in völliger Dunkelheit Planfilme in der Schale verarbeitet, der freut sich über den leuchtenden Zeiger und die Markierung bei 20 Grad. Das Thermometer ist aus rostfreiem Edelstahl gefertigt und wartungsfrei. Wenn es mal herunterfällt flackert es hektisch mit dem Zeiger aber zerbricht nicht wie seine Brüder aus Glas. Der mitgelieferte Edelstahclip sorgt dafür, dass das Thermometer sicher auf dem Schalenrand sitzt und die Scala ausgerichtet werden kann. Der 20 cm lange Messstab erlaubt auch problemlos die Temperatur bei Flüssigkeiten in hohen Gefäßen zu messen. Aufgrund der Länge des Messtabes ist es nicht für Schalen geeignet die kleiner als 18x24 cm sind!
Technische Daten:
Länge: ca. 21 cm
Durchmesser: ca. 5,5 cm
Messbereich: 10 bis 50 Grad C /50 bis 120 Grad F
Scala: Celsius in Halbgradschritten und Fahrenheit
Genauigkeit: 1% (entspricht +/- 0,2° bei 38°)
Ablesung bei Dunkelheit: leuchtender Zeiger und Markierung bei 20° C
kann es sein, dass wenn man die Negative falsch herum in die Negativbühne einlegt, also die matte Seite nach oben, also quasi gespiegelt, dass die Abzüge kontrastreicher sind?
Warum sollte man überhaupt die Negative mit der matten Seite nach unten einlegen? welche Vorteile hat das, außer dass das Bild richtig herum ist??
Würde mich freuen, wenn mir jemand was dazu schreiben könnte