ich habe gerade ein paar Bilder aus DDR-Tagen vergrößert, die Tonalität des ORWO-Materials ist einfach anders, als die des derzeit von mir verwendeten Ilford-Materials.
Gibt es eigentlich noch einen Film, der so ein bisschen erdig-körnig wirkt wie der ORWO, insbesondere gute Schattendifferenzierung und helle Grünwiedergabe und diese Plastizität.
ich überlege, für meine im KB derzeit meistverwendeten Filme FP4/CHM125 und HP5/CHM400 auf Selbstkonfektionierung von Meterware umzusteigen, um Geld zu sparen und nicht immer auf 36 Bilder/Film festgelegt zu sein. Dazu hab ich ein paar Anfängerfragen, um das Ganze für mich erschwinglich zu halten:
Wie unabdingbar ist ein Filmlader dabei in der Praxis? Kann ich als Grobmotoriker auch in der ohnehin vorhandenen Dunkelkammer praktikabel ohne Filmlader Film einspulen oder wird es zuviel Zwirbelei?
Kann ich den Film im Filmlader einigermaßen problemlos wechseln oder muss ich damit rechnen, dass ich für jeden Film einen eigenen Lader brauche? Der Filmlader steigert halt die Anfangsinvestition deutlich. (Jaja, in Steinkimmen nicht aufgepasst.<img src='http://forum.fotoimpex.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/wink.gif' class='bbc_emoticon' alt=':D' />)
Wie gut und wie häufig lassen sich Filmpatronen wiederverwenden? Die derzeit von mir benutzten Adoxe machen da einen ganz guten Eindruck.
Mirko, ist es Absicht und/oder gibt es einen Grund, dass ihr laut Katalog nur CHM 400 als Meterware anbietet, nicht aber CHM 125?
habe mich gerade angemeldet um ein paar Fragen zu klären die sich mir vor meiner Größestellung stellen.
Ich muss dazu sagen, dass ich vor ein paar Jahren eine Laborausrüstung geschenkt bekommen habe und auch ein paar S/W Filme entwickelt habe. Ganz normale Standard Ilford, die Chemie gabs damals noch im örtlichen Brinkmann-Kaufhaus.
Die Ergebnisse waren auch ganz gut, soweit ich mir die Negative heute anschaue.
Habs gestern nochmal mit alter Chemie und Testfilm versucht, ging sogar ganz gut, aber war halt nicht mehr so das Wahre.
Jetzt hat es mich wieder gepackt und wollte doch ein bissel tiefer in die Materie eingehen. Zudem muss ich für Bewerbungen
ein paar größere Fotos erstellen und ich denke selbstgemacht kommt das auf jeden Fall noch besser als wenn ich sie abgebe.
Die Hardware ist soweit vorhanden, also Schalen, Zangen, Gefäße, Vergrößerer (Opemus Standard2) und ein Jobo Tank für einen 35er und den ganzen Kleinkram. Was fehlt sind die Filme und die Chemie sowie ein wenig "Knowhow".
Ich dachte an einen Adox CHS 50, das Ganze durch APH09, MacoEcoStopp und AddFix gezogen. Da ich ganz neu anfange, habe ich mal die Chemie genommen, die laut Katalog wohl am besten harmoniert.
Dazu habe ich noch zwei Fragen. Im Katalog steht, dass ich das Stoppbad für die Adoxfilme lieber nur 2%ig ansetzen soll wegen der Emulsion. Das ist kein Problem, aber auf der Technikseite steht beim efke50 (efke ist doch Adox?) ich soll den Häter in das Stoppbad kippen und im Katalog steht bei den Adoxfilmen, dass der Häter in das Fixierbad gehört. Jetzt bin ich leicht verwirrt. Habe zuvor aber auch noch nie Häter benutzt, also kein Plan was das angeht. Des Weiteren steht im Katalog unter den Entwicklungstipps 1 Minute vorwässern. Zwar benutze ich einen anderen Entwickler, aber ist das Vorwässern trotzdem generell von Nöten? Wenn ja, was heißt vorwässern eigentlich, einfach 1 min Wasser im Dunklen einsprudeln lassen? Ich denke ansonsten sollte das relativ unkompliziert von der Bühne gehen oder gibt's irgendwelche Einwände seitens Chemie?
Gut, dann zum Printen. Stopp- und Fixierbadchemie würde ich gerne übernehmen. Fehlt mir nur noch ein Papier und Entwickler.
Da hab ich keine Ahnung, was da gut wäre. Bedingungen wären: Einschalenentwicklung und Anfängerfreundlich.
Kein Gradiationswandelpapier, da ich keine Filter besitze. Der Ton Neutralschwarz bis warmschwarz. Spontan spricht mich das Formaspeed an. Ob das allerdings dem Film Rechnung trägt (ich geh mal davon aus, dass ich supertolle Bilder mache ;-)) weiß ich nicht, vielleicht habt ihr da eine bessere Idee. Tja und wie gesagt, passender Entwickler, nur welcher?
Und noch eine Verständnisfrage, was ist eigentlich: Gradiationswandelbar, Multikontrast und für was ist Barytpapier gut?
Ich will einen Abzug von etwa 1x1,5 Meter auf Rollenware machen, das ist ja an sich kein Problem, aber hat jemand von Euch schon einmal praktisch probiert, so etwas zu entwickeln.
Ich meine da schon etwas von Schwärmen und Kunststoffolien gehört zu haben, allerdings habe ich das Gefühl, dass ich bis zum perfekten Print damit meine DUKA in ein Schlachtfeld verwandle.
Wie gesagt, ich bin für Tips/Erfahrungen dankbar.
Werner
PS: Ich liege wohl nicht verkehrt damit, dass es so große Laborschalen nicht gibt?
Kürzlich habe ich - auf einen freundlichen Tipp im Laden hin - ein zufällig bei mir herumliegendes Janpol-Objektiv unter meinen Opemus 5 gebastelt, um nach längerer Festgradadationstradition auch einmal Multigrade zu testen. Das sollte, so hieß es, mit dem Gelb/Blau-Filterpaar problemlos funktionieren.
Ein paar Testblätter aus einem Restbestand Ilford Multigrade brachten auch auf Anhieb wunschhübsche Ergebnisse. Scharfes Objektiv, von 0 bis 5 alles machbar und wunderbar flott und einfach. Das machte Mut und Lust auf mehr. Also bei der letzten Bestellung eine Packung ADOX EasyPrint Polywarmton RC 18x24x100 mitgeordert und nach der superschnellen Lieferung (danke!) sofort ausprobiert (vorläufig noch in altem Calbe-Entwickler, mit relativ wenig 'Wärme').
Merkwürdig war aber, dass das Papier nicht im allermindesten auf irgendeine Filterung reagiert hat und bei maximal Gelb exakt dasselbe Ergebnis wie bei maximal Blau zeigt. Das Ergebnis war immer Gradation ca. 2. Die Nachfrage bei fotoimpex war nicht eben hilfreich. "Das Papier scheint auf Ihre Farben nicht zu reagieren". Schön, das hatte ich auch schon festgestellt. Und "Ergebnisse akzeptieren oder Filtersatz" kaufen will ich vorläufig beides nicht.
Arbeitet noch jemand mit Janpol zur Gradationssteuerung und hat ähnliche Erfahrungen gemacht? Liegt es am Objektiv? Gibt es Papiere, die auf die Janpol-Filter einfach nicht reagieren? Oder zappel ich mich umsonst ab und war einfach eine falsche Charge in der Verpackung - kann ja mal vorkommen?
Beim Exhumieren meiner totgeglaubten Dunkelkammerausstattung stieß ich -o Freude- auf von mir vollkommen vergessene Schätze, nämlich etliche teilweise noch ungeöffnete Kartons mit Orwo-Baryt-Papier (BN111 etc.).
Naja, dachte ich mir so in meinem nicht mehr ganz jugendlichen Leichtsinn, vielleicht macht's ja noch was, und machte einige Probeabzüge auf einige Blätter aus einer bereits angebrochenen Schachtel.
Geht im Prinzip alles, lästig ist nur, dass das Papier alles mögliche macht, nur nicht plan unter meinem Vergrößerer liegen. Dat Zeug ist teilweise recht stark gekrümmt, so dass auch Niederhalterlösungen unpraktisch erscheinen. Der Versuch, es über eine Kante "glattzuziehen", scheitert, da das wegen der nötigen Krümmungsradien die Schichtseite übelnimmt. Ich müsste also durch eine dicke und schwere Glasplatte belichten ...
Spricht etwas dagegen, in so einem Fall das Papier vor der Belichtung zu wässern und nass zu belichten? Dann nämlich würde es wunderbar plan & eben auf einer Glasplatte liegen ...